Härterer Kurs gefordertSwatch-Chef Hayek übt Kritik an Zoll-Deal mit den USA
SDA
20.11.2025 - 22:47
Swatch-Chef Nick Hayek kritisiert den Zoll-Deal. (Archivbild)
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Nick Hayek, der Konzernchef der Swatch Group, kritisiert den Zoll-Deal der Schweiz mit den USA. Die Schweiz habe sich durch das Abkommen erpressbar gemacht.
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Keystone-SDA, Redaktion blue News
20.11.2025, 22:47
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Nick Hayek, der Konzernchef der Swatch Group, hat Kritik am Zoll-Deal zwischen der Schweiz und den USA geübt.
Hayek äussert die Befürchtung, dass Washington weitere Forderungen stellen könnte.
In diesem Fall ist dann alles Pulver bereits verschossen.
Nick Hayek, der Konzernchef der Swatch Group, hat Kritik an der gemeinsamen Absichtserklärung der Schweiz und der USA im Zollstreit geübt. Der tiefere Zollsatz von 15 statt 39 Prozent sei zwar eine Verbesserung. Die Schweiz habe sich aber erpressbar gemacht.
Die Schweiz müsse selbstbewusst sein und zeigen, dass sie auch kämpfe, wenn sie ungerecht behandelt werde, sagte Hayek am Donnerstag am Swatch-Hauptsitz in Biel der «Tagesschau» von Fernsehen «SRF». «Das hat nichts mit Ideologie zu tun.»
Hayek äusserte die Befürchtung, dass Washington weitere Forderungen stellen könnte. In diesem Fall sei nun alles Pulver bereits verschossen. «Sie haben ja schon alle geschickt, die Geschenke bringen», sagte er in Anspielung auf die Verhandlungsstrategie des Bundesrats und den Besuch von Schweizer Wirtschaftsvertretern im Weissen Haus.
Ähnlich äusserte sich Hayek auch im Gespräch mit der «NZZ» und mit ajour.ch, dem Online-Newsportal des «Bieler Tagblatts». Schon nach der Verhängung von Zöllen in Höhe von 39 Prozent auf Importe aus der Schweiz hatte er einen härteren Kurs gegenüber US-Präsident Donald Trump gefordert. Konkret brachte der Swatch-Konzernchef damals die Verhängung von Gegenmassnahmen aufs Tapet.