LuxusSwatch verdient im ersten Halbjahr deutlich mehr
kae
14.7.2022 - 07:06
Swatch hat den Gewinn im ersten Halbjahr deutlich gesteigert. (Symbolbild)
Keystone
Die Swatch Group hat im ersten Halbjahr trotz globaler Unsicherheiten wie den Corona-Lockdowns in China oder dem Krieg in der Ukraine den Umsatz klar gesteigert und mehr verdient. Für das Gesamtjahr peilt der Uhrenriese ein zweistelliges Umsatzwachstum an.
Keystone-SDA, kae
14.07.2022, 07:06
14.07.2022, 07:27
SDA
Der Nettoumsatz stieg im ersten Semester 2022 um 7,4 Prozent auf 3,61 Milliarden Franken an, wie der Uhrenkonzern am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Plus 6,5 Prozent. Aufgrund der Lockdowns in China im April und Mai musste Swatch aber einen Umsatzverlust von rund 400 Millionen Franken hinnehmen.
Dafür verzeichneten die Regionen Europa, Amerika und der Mittlere Osten ein zweistelliges Umsatzwachstum. Auch die meisten asiatischen Märkte wie unter anderem Japan und Singapur profitierten von einer erhöhten Nachfrage. Der Ukraine-Krieg beeinträchtigte den Konzernumsatz dabei um weniger als 1 Prozent.
Auch der Umsatz mit den Elektronischen Systemen nahm im ersten Semester um fast einen Viertel zu. Der Auftragsbestand lag in diesem Segment per Ende Juni 2022 40 Prozent über dem Vorjahr.
Trotz Wachstum bleibt der Umsatz klar unter dem Niveau von 2019, als Swatch mehr als 4 Milliarden Franken eingenommen hatte. Die Erwartungen der Analysten (3,6 Mrd) hat Swatch erfüllt.
EBIT um einen Viertel gesteigert
Auch der Betriebsgewinn EBIT kletterte in den ersten sechs Monaten des Jahres um 25 Prozent auf 503 Millionen Franken in die Höhe. Die entsprechende Marge kommt bei 13,9 Prozent nach 11,9 Prozent im Vorjahr zu liegen. Unter dem Strich stieg der Gewinn auf 320 Millionen Franken. Im Vorjahr schrieb die Gruppe einen Reingewinn von 270 Millionen Franken.
Die Erwartungen der Analysten hat Swatch beim EBIT und der Marge übertroffen. Beim Reingewinn rechneten die Experten aber mit etwas mehr (334 Mio).
Zweistelliges Umsatzwachstum realistisch
Die geopolitischen Spannungen wie auch der Nachfrageeinbruch im für die Uhrenindustrie wichtigen chinesischen Markt sorgen für Unsicherheit im Geschäft mit Zeitmessern. Normalerweise erwirtschaftet die Gruppe in China rund 40 Prozent ihres Umsatzes.
Die Swatch-Gruppe zeigt sich für das Gesamtjahr dennoch zuversichtlich. Angestrebt wird ein Umsatzanstieg in Lokalwährungen, der im zweistelligen Prozentbereich liegen soll. Im zweiten Semester sieht Swatch «äusserst positive» Wachstumsaussichten für alle Preissegmente. Regional werde das stärkste Wachstum in Amerika, Asien und Festlandchina erwartet.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik