Starker März rettet QuartalSwiss verdient deutlich mehr – trotz teurem Kerosin und weniger Flügen
SDA
6.5.2026 - 07:07
Swiss verdient deutlich mehr – trotz teurem Kerosin und weniger Flügen. (Archivbild)
sda
Die Swiss ist zum Jahresstart im Aufwind gewesen. Der Umsatz stieg ganz leicht um 0,3 Prozent auf 1,22 Milliarden Franken. Zudem konnte die Lufthansa-Tochter laut Mitteilung vom Mittwoch den Betriebsgewinn auf 30,0 Millionen verbessern nach 3,3 Millionen im Vorjahr.
Die Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Quartal 2026 deutlich besser abgeschnitten als im Vorjahr. Wie das Unternehmen mitteilt, erreichte die Airline ein operatives Ergebnis von 30 Millionen Franken, nach 3,3 Millionen im ersten Quartal 2025. Die Erträge lagen bei 1,22 Milliarden Franken und damit leicht über Vorjahresniveau – obwohl Swiss weniger Flüge anbot.
CFO Dennis Weber spricht von einem «aussergewöhnlich starken März», der die Zahlen beeinflusst habe. Der Konflikt im Nahen Osten habe die Nachfrage, vor allem auf Asienrouten, spürbar angekurbelt und zu höheren Erlösen geführt.
Weniger Passagiere, weniger Flüge
Gleichzeitig warnt Weber, dass der positive Effekt nur vorübergehend sei. Die stark gestiegenen Treibstoffpreise hätten sich im ersten Quartal noch nicht voll ausgewirkt. Im zweiten Quartal würden die Belastungen deutlich steigen, sagt er. Der Preis für Kerosin liege aktuell fast doppelt so hoch wie vor dem Irankrieg. Zwar profitiere Swiss von bestehenden Absicherungsgeschäften, doch sei der Kostendruck erheblich.
Im operativen Betrieb transportierte Swiss von Januar bis März rund 3,7 Millionen Passagiere – leicht weniger als im Vorjahr. Wegen Engpässen bei Triebwerken und Piloten führte die Airline 7,1 Prozent weniger Flüge durch. Dennoch stieg der Sitzladefaktor um 3,4 Prozentpunkte auf ein sehr gutes Niveau. Die Flugplanstabilität blieb mit 97,4 Prozent hoch, die Pünktlichkeit sank leicht auf 75,2 Prozent.
CEO Jens Fehlinger betont, dass das gute Quartalsergebnis kein Selbstläufer sei. Die Airline müsse ihre Kostenbasis weiter senken und flexibler werden, um auf die volatile Weltlage reagieren zu können. Dazu gehören laut Fehlinger auch Effizienzsteigerungen und ein neuer Gesamtarbeitsvertrag für die Pilotinnen und Piloten.
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