BankenSwissquote steigert Ergebnisse 2024 dank gutem Marktumfeld stark
tp
17.1.2025 - 08:37
Die Online-Bank Swissquote hat den Gewinn im Jahr 2024 kräftig gesteigert. Grund dafür war das äusserst freundliche Finanzmarktumfeld und damit verbunden der Kryptoboom.(Archivbild)
Keystone
Die Online-Bank Swissquote hat 2024 Ertrag und Gewinn stark gesteigert und dabei auch die eigenen Prognosen deutlich übertroffen. Das Institut profitierte von den günstigen Bedingungen an den Finanzmärkten und dabei nicht zuletzt vom Kryptoboom des vergangenen Jahres.
Keystone-SDA, tp
17.01.2025, 08:37
SDA
Die auf den Online-Handel spezialisierte Bank erwirtschaftete 2024 laut Mitteilung vom Freitag einen Nettoertrag von ungefähr 655 Millionen Franken, was einem Anstieg um rund 23 Prozent entspricht. Im vergangenen August hatte Swissquote noch einen Ertrag für das Gesamtjahr von 615 Millionen Franken prognostiziert.
Der Vorsteuergewinn stieg gar um rund 90 Prozent auf «mindestens 345 Millionen Franken». Im Sommer war die Bank noch von lediglich rund 320 Millionen ausgegangen.
Swissquote verweist in der Mitteilung auf die günstigen Marktbedingungen gegen Ende des Jahres. So hatten die Aktienmärkte im Umfeld der Wahl von Donald Trump zum US-Präsident vor allem in den USA neue Rekordhöhen erklommen. Stark beflügelt von der Trump-Wahl wurden auch die Kryptomärkte: Der Bitcoin etwa kletterte gegen Ende des Jahres auf über 100'000 Dollar, nachdem er das Jahr noch bei rund 42'000 Dollar begonnen hatte.
Dank der freundlichen Marktbedingungen von 2024 flossen Swissquote auch deutlich mehr Gelder zu als noch im Jahr davor: Der Netto-Neugeldzufluss lag bei 8,3 Milliarden Franken nach rund 5 Milliarden Franken im Jahr 2023. Die Kundenvermögen erreichten per Ende 2024 einen Wert von 76 Milliarden Franken.
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
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