Ukraine-Krieg

Tochter der russischen Sberbank in Zürich arbeitet weiter

sda

3.3.2022 - 06:28

Menschen in St. Petersburg heben Geld von ihren Konten bei der von Sanktionen betroffenen Sberbank ab. Die Schweizer Tochtergesellschaft der russischen Grossbank meldet, bei ihr gehe die Arbeit weiter.
Keystone

Die Tochtergesellschaft der von Sanktionen betroffenen russischen Grossbank Sberbank, Sberbank (Schweiz) AG, arbeitet nach eigenen Angaben wie gewohnt weiter.

sda

3.3.2022 - 06:28

Der Pressedienst der Bank in Moskau meldet, die Schweizer Tochtergesellschaft sei nicht Teil der Sberbank Europe Group. Diese wird von Sanktionen betroffen. Die Sberbank (Schweiz) AG verfüge über genügend Kapital und Vermögenswerte, um die Geschäftstätigkeit fortzuführen.

Die russische Grossbank Sberbank war eines der ersten Ziele der Finanzsanktionen gegen Moskau. Am Wochenende hatte der Westen russische Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen und Sanktionen unter anderem gegen die russische Zentralbank erlassen. Die von Sanktionen betroffene Europa-Tochter der russischen Sberbank musste den Betrieb einstellen.

Die Sberbank hat in Zürich eine Tochter namens Sberbank (Switzerland). Sie zählt laut eigenen Angaben etwa 250 Unternehmen zu ihren Kunden, die meisten mit Bezug zum Rohstoffsektor. 2020 erwirtschaftete die Bank mit rund 100 Angestellten einen Nettoertrag von 58 Millionen Franken.

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) erklärte, sie beobachte die Situation vor dem Hintergrund der Ereignisse in der Ukraine und Russland sehr genau und sei über die direkten Risiken der von ihr beaufsichtigten Banken und Versicherungen im Bilde.

Dabei stehe die Finma zur Ukraine-Krise mit verschiedenen Instituten in Kontakt und fordere regelmässig relevante Informationen zur Beurteilung der Lage ein.

sda