Die Geschäfte vom Reiseveranstalter Tui Suisse laufen gut. (Symbolbild)
Keystone
Der Reiseveranstalter Tui Suisse sieht sich weiter im Aufschwung. Nach dem Plus im vergangenen Geschäftsjahr liegen auch die Buchungen für die jetzige Wintersaison und den kommenden Sommer über dem Vorjahr.
Keystone-SDA, jb
23.01.2025, 13:05
SDA
Das Schweizer Geschäft sei im Geschäftsjahr 2023/24 (per Ende September) ungefähr gleich gelaufen wie im Gesamtkonzern, sagte Tui Suisse-Chef Philipp von Czapiewski am Donnerstag am Rande einer Medienkonferenz in Zürich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Das grösste Reiseunternehmen Europas hatte ein zweistelliges Umsatzwachstum ausgewiesen.
Damit ist der Einbruch der Coronapandemie endgültig abgehakt. Im vergangenen Geschäftsjahr habe Tui Suisse ein besseres Ergebnis erzielt als im Vor-Coronajahr 2019, sagte Czapiewski. Zahlen nannte er allerdings keine. Griechenland und die Türkei hätten sogar ein Rekordergebnis eingefahren.
Ägypten macht Kriegstaucher wett
Und nun geht es weiter bergauf. Die Buchungen für die laufende Wintersaison wiesen beinahe bei allen Destinationen ein Plus gegenüber der gleichen Vorjahresperiode auf. Am beliebtesten sei bei den Nahzielen Ägypten, das den Rückgang wegen des Gaza-Kriegs überwunden habe. Dabei habe die Pleite des Konkurrenten FTI auch Tui Feriengäste gebracht. FTI sei im Land am Nil und Roten Meer stark gewesen.
Besonders gut laufe das Geschäft auch auf den Kapverden, die sich hinter Thailand auf Platz 3 der Rangliste einreihten, sagte der Tui Suisse-Chef. Auf der Fernstrecke liege Thailand an der Spitze vor den Malediven und den Arabischen Emiraten, die beide über Vorjahr lägen.
Badeferien am beliebtesten
Zudem habe das Sommergeschäft 2025 einen sehr guten Start gehabt. Die Buchungskurve steige an, hiess es. Überproportional seien die Buchungen von Familien. Die Stammgäste wollten sich so früh wie möglich ihr Wunschhotel sichern, erklärte Czapiewski.
Erneut seien Badeferien die beliebteste Reiseform der Tui-Gäste. Unangefochtener Spitzenreiter sei die türkische Destination Antalya vor Mallorca. Dahinter folgten die griechischen Inseln Kreta, Kos und Rhodos. Die Buchungsstände seien schon jetzt hoch.
Auch die Länder auf der Langstrecke erlebten vielversprechende Gästezuwächse, hiess es. Top-Destination seien nach wie vor die USA. Auf Platz zwei hat sich Thailand vorgeschoben, vor Sansibar, das im Vorjahr noch auf Platz 5 gelegen hatte. Auch die Malediven werden häufiger gebucht als vor einem Jahr.
Zahlungsbereitschaft immer noch hoch
Die Zahlungsbereitschaft der Schweizer sei nach wie vor höher als vor Corona. Bei den Preisen, die in den vergangenen Jahren teils markant gestiegen waren, erwartet Czapiewski keine weiteren Aufschläge. Über alle Destinationen hinweg dürften die Preise in diesem Jahr sehr stabil bleiben.
Der angekündigte Verkauf des Konkurrenten Hotelplan durch die Migros habe keinen Effekt auf das Geschäft von Tui Suisse. Man sei bereits vor der Ankündigung des Verkaufs vor einem Jahr auf Wachstumskurs gewesen und sei es noch heute, sagte Czapiewski.
«Spekulationen im Markt kommentieren wir grundsätzlich nicht. Das gilt auch für Hotelplan», sagte Czapiewski. «Wir konzentrieren uns generell auf das Wachstum aus eigener Kraft.»
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O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
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