RegierungÜber die Hälfte der Haushalte haben moderne Energiemesssysteme
SDA
20.11.2025 - 10:36
In über der Hälfte der Schweizer Haushalte ist aktuell ein sogenannter Smart Meter installiert. Das Ziel von achtzig Prozent bis Ende 2027 bleibt laut dem Bundesrat realistisch. (Archivbild)
Keystone
Schweizweit sind inzwischen rund drei Millionen Haushalte und kleinere Unternehmen mit intelligenten Energiemesssystemen ausgerüstet. Das sind über die Hälfte. Laut dem Bundesrat ist der Smart-Meter-Rollout damit auf Kurs.
Keystone-SDA
20.11.2025, 10:36
SDA
Ein Smart Meter misst, wie viel Strom verbraucht wird und wann dieser verbraucht wird. Damit wird ersichtlich, um welche Uhrzeit der Stromverbrauch besonders hoch ist. So lassen sich Stromfresser entdecken. Wer seinen Solarstrom selbst verbrauchen oder mit den Nachbarn teilen möchte, dem hilft der Smart Meter bei der Steuerung des Eigenverbrauchs und bei der Stromabrechnung.
Das Ziel des Smart-Meter-Rollout über die ganze Schweiz ist es, das Stromnetz zu entlasten. Gemäss Stromgesetz sind die Verteilnetzbetreiber bis Ende 2027 verpflichtet, 80 Prozent der herkömmlichen Stromzähler durch Smart Meter zu ersetzen.
Nur zwei Prozent sind in Rückstand
Gemäss aktuellen Zahlen, die der Bundesrat am Donnerstag in seiner Stellungnahme zu einer Interpellation von Nationalrätin Gabriela Suter (SP/AG) publiziert hat, waren Ende 2024 schweizweit 2'940’000 Smart Meter installiert. Das ist ein Anteil von über fünfzig Prozent.
Der Bundesrat ist deshalb weiterhin zuversichtlich, dass das gesetzlich verankerte Ziel erreicht wird, wie er schreibt. Laut einer Umfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) gingen nur zwei Prozent der Verteilnetzbetreiber davon aus, dass sie die Einführung bis Ende 2027 nicht vollständig abschliessen könnten.
Im Sommer hatte das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde eines Mannes abgewiesen, der verlangte, dass der Smart Meter aus Datenschutzgründen entfernt und ein «gesetzmässiges Messgerät» bei ihm installiert werde. Das System sei im öffentlichen Interesse, weil damit die Netzeffizienz gesteigert und ein sparsamer Stromverbrauch gefördert werde.
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
In der Schweiz wird es vorderhand keine nationale Erbschaftssteuer zugunsten des Klimas geben. Die Juso-Volksinitiative «für eine Zukunft» ist gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) am Ständemehr gescheitert. Applaus gab es bei den Abstimmungssiegern aber auch bei den Verlierern, der Juso. «Wir haben es geschafft, über ein Jahr über unsere grössten Krisen zu sprechen», so die Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann.
30.11.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert