WirtschaftUmwelttechnologie entwickelt sich zur Boombranche
SDA
2.12.2025 - 05:24
China gibt laut der Analyse mehr Geld für Umwelttechnik aus als andere Weltregionen. (Archivbild)
Keystone
Umwelttechnologie hat sich nach einer Analyse der Unternehmensberatung BCG und des Weltwirtschaftsforums zur weltweiten Boombranche entwickelt. Letztes Jahr überschritten die Umsätze mit umweltfreundlicher Technologie demnach die Schwelle von fünf Billionen Dollar.
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02.12.2025, 05:24
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Damit wäre Umwelttechnologie laut Studie die am zweitschnellsten wachsende Branche nach der Informationstechnologie. Bis zum Jahr 2030 erwarten die Berater bereits ein globales Marktvolumen von 7 Billionen Dollar.
Die Schätzung basiert auf den weltweiten Umsätzen mit Technologien zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen in acht Wirtschaftsbereichen: Logistik und Verkehr, Energieversorgung, Klimafolgenanpassung – dazu zählt etwa der Hochwasserschutz – Industrie + Bau, Finanzwesen, Recycling und Abfallmanagement, Landwirtschaft und CO2/Methan-Management.
EU trotz ehrgeiziger Klimaziele in Rückstand
Die EU hat sich laut BCG zwar die weltweit ehrgeizigsten Klimaziele gesetzt, verliert die technologische Führerschaft jedoch allmählich an China. China gibt demnach mehr Geld für Umwelttechnik aus als andere Weltregionen, investiert schneller, und festigt damit seine Kontrolle über die Wertschöpfungsketten in grüner Technologie. «Zum ersten Mal verlagert sich das Epizentrum der Innovation aus den traditionellen westlichen Zentren nach China», heisst es in der Studie.
Als Beispiel verweisen die Autoren auf die chinesische Dominanz in der Solartechnologie. China hat demnach im vergangenen Jahr 659 Milliarden Dollar für Investitionen in den Ausbau CO2-freier Energieversorgung ausgegeben, weit mehr als Europa mit 410 Milliarden Dollar und die USA mit 310 Milliarden. Diese Zahlen stammen von der Internationalen Energieagentur IEA und beinhalten neben dem Zubau der erneuerbaren Energien auch Investitionen in neue Atomkraftwerke.
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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