Online-Plattformen legen in der Corona-Krise kräftig zu

dpa

3.5.2021 - 07:47

epa07161839 A delivery company courier sorts packages on a street in Beijing, China, 13 November 2018. China's e-commerce giant Alibaba said on 12 November that Singles Day sales on its online shopping platforms such as Taobao and Tmall reaching 213.5 billion yuan (around 30.8 billion US dollars) after a day of the 11.11 Global Shopping Festival 2018 which represented an increase of about 27 percent from 2017. EPA/WU HONG
Ein Kurier sortiert seine Lieferungen: E-Commerce legt weiter zu.
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Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen in die Krise gestürzt – grosse Online-Plattformen gehören nicht dazu. Sie machten im letzten Jahr 20 Prozent mehr Umsatz.

dpa

3.5.2021 - 07:47

Die 13 grössten Online-Plattformen der Welt haben im vergangenen Jahr rasant zugelegt. Sie setzten 2020 Waren im Wert von 2,9 Billionen Dollar um, ein Plus von 20,5 Prozent, wie die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) am Montag in Genf berichtete. Im Jahr davor lag der Anstieg bei 17,9 Prozent. Shopify aus Kanada war demnach Aufsteiger des Jahres: Die Firma verdoppelte ihr Geschäft nach diesen Zahlen praktisch auf 120 Milliarden Dollar.

Der Anteil des E-Commerce am globalen Einzelhandelsumsatz stieg nach Schätzungen der Unctad im vergangenen Jahr von 16 auf 19 Prozent. Am höchsten sei der Anteil in Südkorea gewesen: 25,9 Prozent, gefolgt von China (24,4) und Grossbritannien (23,3). In den USA lag er bei 14 Prozent. Für die Schweiz hatte die Unctad keine Daten vorliegen.

2019 insgesamt 26,7 Billionen Dollar

Die grösste Online-Handelsplattform der Welt war nach diesen Angaben 2020 die chinesische Firma Alibaba, gefolgt vom amerikanischen Anbieter Amazon und JD.com aus China. Insgesamt waren unter den 13 grössten Firmen sieben aus den USA, vier aus China sowie je eine aus Kanada (Shopify, Platz 5) und Japan (Rakuten, Platz 10).

Die weltweiten E-Commerce-Umsätze mit Waren und Dienstleistungen konnten jetzt erst für 2019 geschätzt werden: 26,7 Billionen Dollar nach Unctad-Angaben, vier Prozent mehr als 2018. Davon entfielen 4,9 Billionen Dollar auf den Online-Handel mit Verbrauchern, der Rest, 82 Prozent, waren Geschäfte zwischen Unternehmen. Dies machte zusammen 30 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts aus.