Tesla droht neuer Ärger nach Auffahrunfällen

dpa

13.10.2021 - 20:11

epa06772474 A handout photo made available by the Laguna Beach Police Department shows the crash site where a Tesla Model S car collided with a parked police car in Laguna Beach, California, USA, 29 May 2018 (issued 30 May 2018). According to police, the driver of the Tesla was slightly injured when his car was driving in autopilot mode and crashed into a parked police car.  EPA/LAGUNA BEACH PD HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
Tesla muss sich wegen seines Fahrassistenzsystems «Autopilot» viele Fragen gefallen lassen. Im Bild ein Auffahrunfall eines Tesla Model S aus dem Jahr 2018.
EPA/LAGUNA BEACH PD/Keystone

Teslas Umgang mit dem Fahrassistenzsystem «Autopilot» gerät stärker ins Visier der US-Verkehrsbehörde.

dpa

13.10.2021 - 20:11

Teslas Umgang mit dem Fahrassistenzsystem «Autopilot» gerät stärker ins Visier der US-Verkehrsbehörde. Die Regulierer wollen von dem Elektroauto-Hersteller wissen, warum ein Update, das Auffahr-Unfälle mit am Strassenrand stehenden Feuerwehr- und Ambulanzfahrzeugen verhindern soll, nicht als Rückrufaktion deklariert wurde. Auch haben sie Fragen zu Tests einer neuen «Autopilot»-Version mit mehr Funktionen durch Tesla-Kunden.

Die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) verwies in dem am Mittwoch veröffentlichten Brief an Tesla unter anderem darauf, dass Autohersteller verpflichtet seien, bei sicherheitsrelevanten Problemen binnen fünf Tagen eine Rückrufaktion auszurufen. Der Konzern soll nun bis zum 1. November begründen, warum er darauf verzichtete.



Die Behörde untersuchte bereits seit dem Sommer elf Vorfälle zwischen Januar 2018 und Juli 2021, in denen Teslas Elektroautos auf parkende Rettungsfahrzeuge auffuhren. Dabei gab es der NHTSA zufolge 17 Verletzte und einen Todesfall. Bei allen betroffenen Tesla-Fahrzeugen sei das «Autopilot»-System eingeschaltet gewesen.

Tesla veröffentlichte im September ein Update der «Autopilot»-Software, dank dessen sie die Fahrzeuge mit ihren markanten Blicklichtern auch bei schwierigen Lichtverhältnissen erkennen soll.

Der Konzern verwies selbst darauf, dass «Autopilot» lediglich ein Fahrassistenzsystem sei und die Fahrer stets die Hände am Steuer und die Verkehrssituation im Blick behalten müssen. «Autopilot» kann zum Beispiel die Spur und den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten.

dpa