MaschinenindustrieVAT steigert im 2024 Umsatz und Auftragseingang
mk
9.1.2025 - 07:23
Das Ostschweizer Technologieunternehmen VAT profitierte 2024 von der Erholung in der Halbleiterindustrie und steigerte sowohl den Umsatz als auch den Auftragseingang.(Archivbild)
Keystone
Der Ostschweizer Vakuumventilhersteller VAT hat das Geschäftsjahr 2024 wie erwartet mit Umsatzwachstum und einem kräftigen Auftragsplus abgeschlossen. Auch die Profitabilität nahm gemäss ersten Angaben leicht zu.
Keystone-SDA, mk
09.01.2025, 07:23
SDA
Gemäss ersten ungeprüften Zahlen stieg der Umsatz um 6 Prozent auf 942 Millionen Franken, nachdem dieser 2023 von der Schwäche am Halbleitermarkt belastet um beinahe ein Viertel eingebrochen war. Wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag weiter hiess, kletterte der Auftragseingang um satte 49 Prozent auf 1,03 Milliarden.
Mit diesen Eckwerten lieg VAT in etwa im Rahmen der Erwartungen der von AWP befragten Analysten. Diese hatten im Vorfeld der Publikation im Durchschnitt mit einem Umsatz in Höhe von 943 Millionen Franken und einem Auftragseingang von 1,05 Milliarden gerechnet.
Angesichts der steigenden Verkäufe verbesserte VAT auch die Marge. Detaillierte Gewinnzahlen legt die Gruppe zwar erst am 4. März vor, die derzeit bekannten Daten deuteten darauf hin, dass die Marge zum Betriebsgewinn EBITDA bei leicht über 31 Prozent liege. Im Jahr 2023 hatte sie sich auf 30,6 Prozent belaufen.
Ins neue Jahr ist VAT mit einem gegenüber dem Vorjahr um 37 Prozent höheren Auftragsbestand von rund 370 Millionen Franken gestartet. Per Ende September hatte er sich auf 388,7 Millionen belaufen.
Wie VAT weiter mitteilte, wird der kommenden Generalversammlung die Wahl von Clara-Ann Gordon und des früheren CEO Michael Allison als neue Mitglieder des Verwaltungsrats vorgeschlagen. Karl Schlegel werde hingegen nicht mehr zur Wiederwahl antreten.
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
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STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
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