Weniger Touristen in Paris wegen Gelbwesten

11.1.2019 - 18:53, SDA

Gelbwesten beim Triumphbogen in Paris: Vor allem asiatische Touristen meiden die französische Hauptstadt im Moment wegen der Unruhen.
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Die Dauerpräsenz der Gelbwesten färbt zunehmend auf den Tourismus in Paris ab. Wegen der Unruhen kommen derzeit weniger Gäste in die französische Hauptstadt.
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Die Tourismusindustrie in Paris leidet erheblich unter den Protesten der «Gelbwesten». Vor allem asiatische Touristen schrecken die Proteste ab – die Europäer sehen es gelassener.

Der wochenlange Protest der «Gelbwesten» wirkt sich mittlerweile auch auf den Tourismus in Paris aus. Nach Angaben der Tourismuszentrale Atout France kamen im Dezember «zwischen fünf und zehn Prozent» weniger Fluggäste aus dem Ausland an.

Die Buchungen in der französischen Hauptstadt für die ersten drei Monate des neuen Jahres seien um 6,8 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum, sagte Atout-Generaldirektor Christian Mantei am Freitag.

Sollten die Demonstrationen der Protestbewegung, die vor allem im Dezember zu Bildern der Verwüstung in Paris geführt hatten, aufhören, sei aber eine rasche Erholung des Sektors möglich, sagte Mantei.

Der für Tourismus zuständige Aussenstaatssekretär Jean-Baptiste Lemoyne sagte, er beobachte Unterschiede bei den Nationalitäten. So seien vor allem asiatische Touristen besorgt und wollten beruhigt werden, die Europäer seien positiver gestimmt.

Mantei und Lemoyne hielten demnach am Freitag Videokonferenzen mit rund einem Dutzend französischer Botschafter im Ausland ab, um die Folgen der Proteste für den Tourismus zu besprechen. Insgesamt rechnet die Regierung aber mit einem guten Tourismusjahr 2018.

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