Hohe Hürden und knapper Wohnraum Eigenheim? Für viele Schweizer bleibt es beim Wunsch

SDA

20.5.2026 - 07:48

Wohntraum vom Einfamilienhaus wird selten wahr (Symbolbild)
Wohntraum vom Einfamilienhaus wird selten wahr (Symbolbild)
Keystone

Das Einfamilienhaus im Grünen bleibt für viele Schweizerinnen und Schweizer ein Traum – doch hohe Hürden und knapper Wohnraum sorgen für wachsende Unzufriedenheit.

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Keystone-SDA, Samuel Walder

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  • Viele Schweizer träumen weiterhin vom Einfamilienhaus im Grünen, doch dieser Wunsch bleibt oft unerfüllt. 
  • Die Zufriedenheit ist auf dem Land am höchsten und bei Hausbesitzern besonders ausgeprägt, während Mieter deutlich häufiger unzufrieden sind. 
  • Hohe Preise und knappes Angebot verhindern jedoch oft den Kauf eines Hauses.
  • Gleichzeitig führt die Konzentration von Jobs und Infrastruktur dazu, dass trotz gegenteiliger Wünsche viele in Städten bleiben.

Der Wohntraum der Schweizerinnen und Schweizer ist unverändert ein Einfamilienhaus im Grünen. Das zeigt die neueste «Wohntraumstudie» des Hypotheken- und Immobilienspezialisten Moneypark. Doch dieser Traum wird selten wahr, und damit wächst die Unzufriedenheit.

So möchten 43 Prozent der Befragten am liebsten auf dem Land leben, die Hälfte träumt vom freistehenden Einfamilienhaus, heisst es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie. Nur bei 63 Prozent der Stadtmenschen stimme die aktuelle und die bevorzugte Wohnumgebung überein.

Entsprechend sei die Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation in der Stadt am tiefsten. Denn dort sind nur 41 Prozent sehr zufrieden, in der Agglomeration steigt dieser Wert immerhin auf 50 Prozent, auf dem Land sind es 58 Prozent. Zudem zeige sich der Röstigraben – denn in der Westschweiz sehnen sich mehr Menschen nach einem Eigenheim.

Hausbesitzer am zufriedensten

Noch schlechter als beim Blick auf die Lage sieht es beim Immobilientyp aus. So entspricht nur für 34 Prozent der Mietenden ihre Wohnung dem bevorzugten Immobilientyp. Eigentümer einer Wohnung kommen hier immerhin auf einen Zufriedenheitswert von 54 Prozent. Besitzer eines Einfamilienhauses sind hingegen zu 89 Prozent mit ihrer Wahl zufrieden.

Ein tieferer Blick in die Befragung zeigt laut Moneypark, dass für die Gruppe der 25- bis 40-Jährigen, die in einer Wohnung in der Stadt leben, der Wunsch nach Veränderung am grössten ist. Sie seien zudem am Kaufwilligsten wenn es um den Erwerb von Wohneigentum gehe – über 70 Prozent in dieser Altersgruppe wünschen sich ein Wohneigentum und viele sparen planmässig dafür. Gleichzeitig wollen aber nur wenige der langjährigen Eigentümer ihre Immobilie verkaufen, was das Angebot knapp hält. Auch die hohen Finanzierungsanforderungen sind ein Hindernis.

Insgesamt liefen die Wohnpräferenzen und die tatsächliche Entwicklung immer weiter auseinander. «Viele Menschen würden lieber ländlicher wohnen, ziehen aber wegen Arbeitsplätzen, Infrastruktur und sozialem Umfeld in die Zentren. So erleben wir weniger eine Landflucht als eine anhaltende Verstädterung», erklärt Lukas Vogt, CEO von Moneypark. Für die Studie wurden 1000 Personen befragt.


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