Der Chefredaktor der Sonntagszeitung, Arthur Rutishauser, stand wegen "Veröffentlichung geheimer Verhandlungen" vor Gericht. Er hatte über ein neues Vorverfahren gegen Pierin Vincenz berichtet. Die Informationen dazu galten aber noch als geheim. (Archivbild)
Keystone
Im Fall Pierin Vincenz ist das öffentliche Interesse wichtiger als die Geheimhaltungspflicht der Behörden: Das Zürcher Bezirksgericht hat am Dienstag Sonntagszeitungs-Chef Arthur Rutishauser freigesprochen.
Keystone-SDA
24.03.2026, 10:36
SDA
Rutishauser wehrte sich gegen eine Busse, die ihm im April 2025 vom Statthalteramt wegen «Veröffentlichung amtlicher geheimer Verhandlungen» aufgebrummt wurde. Der Chefredaktor hatte im Juli 2023 über ein neues Vorverfahren gegen Vincenz und drei weitere Verdächtigte berichtet.
Die Staatsanwaltschaft gab zwar nur einen Tag darauf bekannt, dass sie die Ermittlungen einstellt. Zum Zeitpunkt der Artikel-Publikation galten die Informationen aber noch als geheim. Rutishausers Busse betrug 1200 Franken, dazu kamen Gerichtskosten von 650 Franken.
Rutishauser kritisierte das Verfahren gegen ihn. So gefährde man die Pressefreiheit. Es sei wichtig, dass die Öffentlichkeit informiert worden sei. Schliesslich sei der Fall Vincenz einer der grössten Wirtschaftsstraffälle der vergangenen Jahre.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik