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BP kommt zugute, dass der Konzern im Nahen Osten nur kleiner Anlagen betreibt. (Archivild)
Keystone
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten treiben den Ölpreis – und spülen Milliarden in die Kassen von BP. Der britische Energiekonzern hat seinen Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppelt.
Dank hoher Ölpreise hat der britische Ölkonzern BP zu Jahresbeginn seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Im ersten Quartal betrug der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn rund 3,2 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen in London mitteilte.
Ein Jahr zuvor waren es knapp 1,4 Milliarden Dollar gewesen.
Unter anderem eine höhere Ölproduktion im Golf von Mexiko habe Störungen im Nahen Osten angesichts des Iran-Kriegs wettgemacht, hiess es weiter. BP hatte zuletzt bereits von einem «aussergewöhnlichen» Ölhandel gesprochen. Der Ölkonzern betreibt vergleichsweise kleine Anlagen in Nahost und leidet daher weniger unter den kriegsbedingten Produktionskürzungen als die Konkurrenz.
Die starken Zahlen dürften der neuen Konzernchefin Meg O'Neill zum Start ihrer Amtszeit Rückenwind liefern. «Unsere Branche agiert in einem Umfeld von Konflikten und Komplexität und spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Energieversorgung», sagte O'Neill laut Mitteilung. Sie steht vor der Aufgabe, die Schulden zu reduzieren, die Struktur von BP zu verschlanken und teure Investitionen in kohlenstoffarme Projekte rückgängig zu machen.