blue News Logo
  • Sport
  • Schweiz
  • Ausland
  • Fussball
  • People
  • Filme & Serien
  • MyTech
  • Lifestyle
  • 24h-Ticker
blue News Logo
  • Sport
  • Schweiz
  • Ausland
  • Fussball
  • People
  • Filme & Serien
  • MyTech
  • Lifestyle
  • 24h-Ticker
blue NewsSchweizAuslandWirtschaftNews-TickerSportFussballMyTechFilme & SerienTalks & InterviewsPeopleLifestyleWetterHoroskopVideos
KarriereArbeiten bei blueJobs
blue+blue Sportblue SuperMaxblue Premiumblue Video
blue CinemaKinoprogrammDemnächst im KinoAngeboteblue Cinema Memberclub
Swisscom PrivatkundenMobileInternetTVKombi-AboGeräteHilfe & SupportSwisscom Community
DirekteinstiegE-Mail LoginmySwisscomSwisscom ShopsmyAimyCloudblue TV Player
blue News
SchweizAuslandWirtschaftNews-TickerSportFussballMyTechFilme & SerienTalks & InterviewsPeopleLifestyleWetterHoroskopVideos
Karriere
Arbeiten bei blueJobs
blue+
blue Sportblue SuperMaxblue Premiumblue Video
blue Cinema
KinoprogrammDemnächst im KinoAngeboteblue Cinema Memberclub
Swisscom Privatkunden
MobileInternetTVKombi-AboGeräteHilfe & SupportSwisscom Community
Direkteinstieg
E-Mail LoginmySwisscomSwisscom ShopsmyAimyCloudblue TV Player
WerbungRechtlichesDatenschutzImpressumPublizistische Leitlinienblue News AppFAQ
DEFRITEN
DEFRITEN
Der deutsche Motor stottert gewaltig – 7 Gründe erklären, wieso
StartseiteChevron rechtsNewsChevron rechtsWirtschaftChevron rechtsDer deutsche Motor stottert gewaltig – 7 Gründe erklären, wieso

Fehler gefunden?

Jetzt melden

Zehntausende Stellen weg

Der deutsche Motor stottert gewaltig – 7 Gründe erklären, wieso

Ein Bild mit Symbolcharakter: Bei einer Protestaktion vor dem VW-Werk in Zwickau war auch der Sensenmann anwesend.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Bei einer Protestaktion vor dem VW-Werk in Zwickau war auch der Sensenmann anwesend.

DPA

Volkswagen baut Stellen ab, prüft Werksschliessungen und spart Milliarden. Doch die Probleme des grössten europäischen Autobauers sind längst kein Einzelfall mehr. Sie zeigen, wie tief die gesamte deutsche Autoindustrie in der Krise steckt.

Dominik Müller

Dominik Müller

10.07.2026, 18:33

Mehr zum Thema

Trockenheit

Im Kanton Schwyz schaffen Älpler Wasser ins Sömmerungsgebiet

Zahl der Woche
Zahl der Woche

40 Prozent weniger Rente für Frauen in Österreich als für Männer

Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz

OpenAI will neue KI nach Hacking-Vorfällen härter überwachen

Ton wieder verschärft
Ton wieder verschärft

«Mit einem Strich auslöschen» – Trump droht der Schweiz

57
mit Video

Meistgelesen

1Tigerbaby fällt ins Löwengehege – Reaktion von Löwin überrascht
2Frau bekommt in Italien falschen Embryo eingesetzt
3Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle – war es Russland?
4Schweizer Exportschlager: Fäaschtbänkler erobern Europa
5Bärenstarker Keller rettet dezimiertem YB einen Punkt

Darum geht’s

  • Beim deutschen Autohersteller Volkswagen sollen weltweit bis zu 100'000 Stellen gestrichen werden.
  • Die Probleme bei VW stehen stellvertretend für die tiefste Krise der deutschen Autoindustrie seit Jahrzehnten.
  • Der Wandel zur Elektromobilität, der wachsende Konkurrenzdruck aus China sowie hohe Kosten und politische Standortnachteile setzen die Hersteller gleichzeitig unter Druck.
  • Experten sehen weiterhin Chancen für einen Turnaround – allerdings nur, wenn Unternehmen und Politik jetzt konsequent handeln.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Der angekündigte Stellenabbau und die Sparmassnahmen bei Volkswagen sind mehr als eine schlechte Nachricht für Europas grössten Autobauer. Sie stehen sinnbildlich für eine Branche, die gleich an mehreren Fronten unter Druck geraten ist.

Jahrzehntelang war die deutsche Autoindustrie der Wachstumsmotor Europas. Heute kämpft sie gleichzeitig mit dem Umstieg auf die Elektromobilität, der Konkurrenz aus China, hohen Produktionskosten und hausgemachten Problemen am Standort Deutschland.

Die wichtigsten Antworten auf sieben zentrale Fragen: Warum die Branche in ihrer grössten Krise seit Jahrzehnten steckt – und ob es noch einen Weg zurück gibt.

Ist die Krise bei Volkswagen ein Warnsignal?

Volkswagen ist das industrielle Herz Deutschlands. Vom Konzern sind Hunderttausende Arbeitsplätze direkt oder indirekt abhängig. Entsprechend gross ist die Signalwirkung, wenn ausgerechnet VW Milliarden sparen, bis zu 100'000 Stellen abbauen und sogar Werke auf den Prüfstand stellen muss.

Im zweiten Quartal gingen die Auslieferungen des Konzerns um fast 9 Prozent zurück, bei der Kernmarke Volkswagen sogar um 14 Prozent. Dabei ist VW kein Einzelfall. Audi verkaufte über 8 Prozent weniger Fahrzeuge, Porsche verlor im zweiten Quartal 18 Prozent. Auch BMW und Mercedes meldeten rückläufige Absätze.

Den Autoexperten Stefan Bratzel, Direktor des deutschen Center of Automotive Management, überrascht diese Entwicklung nicht. Im Gespräch mit ZDF-«Heute» spricht er von der «grössten Transformation der Geschichte» der Automobilindustrie. Seine Einschätzung fällt ungewöhnlich deutlich aus: Die Überlebenschancen von Volkswagen stünden derzeit «50:50». Würden Kosten und Kapazitäten nicht rasch angepasst, «reden wir in zwei oder drei Jahren über noch ganz andere Themen».

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.

Die Probleme seien deshalb längst keine reine Volkswagen-Krise mehr, sondern Ausdruck eines grundlegenden Strukturwandels der gesamten deutschen Autoindustrie.

Hat die deutsche Autoindustrie den Technologiewandel verschlafen?

Über viele Jahre konnten sich deutsche Hersteller auf ihr Erfolgsmodell verlassen: hochwertige Verbrenner, starke Premium-Marken und hohe Gewinne. Gerade dieser Erfolg machte sie jedoch träge.

Während Tesla die Elektromobilität vorantrieb und chinesische Hersteller Milliarden in Batterien, Software und digitale Fahrzeugplattformen investierten, hielten deutsche Konzerne lange am Verbrennungsmotor fest. Gleichzeitig entstanden neue Wettbewerber, die Autos zunehmend wie digitale Produkte – also mit Fokus auf die Software im Fahrzeug – entwickeln.

Die deutsche Autoindustrie befindet sich derzeit in einer Abwärtsspirale.

Die deutsche Autoindustrie befindet sich derzeit in einer Abwärtsspirale.

Julian Stratenschulte/dpa

Autoexperte Frank Schwope von der FHM Hannover spricht bei NTV deshalb von «massiven Managementfehlern». Besonders die jahrelangen Versäumnisse bei der Batterieentwicklung und die ausgebliebenen Strukturreformen hätten die Branche wertvolle Zeit gekostet.

Auch Bratzel sieht Versäumnisse: Volkswagen sei «nicht schnell genug vorangekommen» – weder bei neuen Technologien noch bei den notwendigen Kostensenkungen. Nun müsse die Industrie aufholen, während andere Hersteller bereits einen erheblichen Vorsprung aufgebaut hätten.

China – vom Hoffnungsträger zum Problem?

Über Jahre war China die Gewinnmaschine der deutschen Autoindustrie. Kein anderer Markt versprach höhere Wachstumsraten. Heute ist genau dieser Markt zum grössten Sorgenkind geworden.

Volkswagen verlor im zweiten Quartal mehr als ein Drittel seines Absatzes in China. Auch BMW und Mercedes kämpfen dort mit deutlichen Rückgängen. Der Grund: Die chinesischen Hersteller haben technologisch massiv aufgeholt und dominieren inzwischen den boomenden Markt für Elektroautos. Marken wie BYD oder Geely überzeugen mit günstigen Preisen, moderner Software und kurzen Entwicklungszeiten.

Werden die ikonischen VW-Busse demnächst in China produziert?

Werden die ikonischen VW-Busse demnächst in China produziert?

Keystone

Eine Studie des Wirtschaftsprüfers EY kommt zum Schluss: «China bleibt eines der grössten Probleme für die deutschen Konzerne.» Vor allem im Elektrosegment hätten westliche Hersteller derzeit «wenig zu gewinnen», weil chinesische Käufer zunehmend heimische Marken bevorzugten.

Stefan Bratzel fordert deshalb ein Umdenken. Deutschland müsse von China lernen – schneller entwickeln, effizienter arbeiten und von den chinesischen Ingenieur*innen vor Ort lernen. Langfristig müsse die Innovationskraft allerdings wieder nach Wolfsburg, Stuttgart oder München zurückkehren.

Wird der Standort Deutschland zum Nachteil?

Nicht nur der Wettbewerb verschärft sich – auch die Produktion wird immer teurer.

Deutschland zählt heute zu den Ländern mit den höchsten Industriestrompreisen Europas. Hinzu kommen steigende Lohnkosten, hohe Unternehmenssteuern, Sozialabgaben sowie umfangreiche Dokumentations- und Berichtspflichten. Viele Hersteller produzieren deshalb in Spanien, Portugal oder Osteuropa deutlich günstiger.

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, warnt seit Langem vor diesem sogenannten «Kostenrucksack». Deutschland sei im europäischen Vergleich inzwischen «oftmals viel zu teuer». Ohne Reformen bei Energiepreisen, Steuern und Bürokratie lasse sich die Wettbewerbsfähigkeit nicht zurückgewinnen.

Oder in den Worten von Stefan Bratzel: «Wir sind nicht mehr so viel besser, wie wir teurer sind.»

Warum reicht Sparen allein nicht mehr aus?

Die aktuelle Krise ist nicht nur eine Absatzkrise – sie ist auch eine Kapazitätskrise.

Nach Berechnungen der Unternehmensberatung BCG sind Europas Autofabriken durchschnittlich nur noch zu rund 59 Prozent ausgelastet. Wirtschaftlich sinnvoll wären etwa 80 Prozent. Die Überkapazitäten entsprechen der Produktion von mehr als 35 Werken.

Für Volkswagen ist das besonders problematisch. BCG schätzt die Überkapazitäten des Konzerns auf rund 40 Prozent.

Deshalb dürfte es nicht bei einzelnen Sparrunden bleiben. Werksschliessungen, Produktionsverlagerungen und Stellenabbau gelten inzwischen als wahrscheinliche Konsequenzen. Die Frage lautet vielerorts nicht mehr, ob Kapazitäten abgebaut werden, sondern wo.

Wie gross ist der Anteil der Politik an der Krise?

Zahlreiche Experten kritisieren seit Jahren die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland. Hohe Energiepreise, langsame Genehmigungsverfahren, umfangreiche Regulierung und eine wachsende Bürokratie erschwerten Investitionen und machten den Standort zunehmend unattraktiv.

Der Ökonom Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft spricht bei «Bild» von einer «völlig selbstverschuldeten Bürokratiebelastung». Viele Berichtspflichten seien über Jahre immer weiter gewachsen.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.

ING-Chefökonom Carsten Brzeski warnt zudem davor, die Krise auf einzelne Ursachen zu reduzieren. «Es gibt nicht den einen Knopf, den man drücken muss. Es ist eine ganze Tastatur.» Deutschland habe inzwischen ein «grossenteils selbst gemachtes Standortproblem». Ohne verlässliche Energiepreise und bessere Investitionsbedingungen drohten weitere Produktionsverlagerungen ins Ausland.

Kann der Turnaround noch gelingen?

Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW gehören weiterhin zu den finanzstärksten Herstellern der Welt. Sie verfügen über enorme Ingenieurskompetenz, starke Marken und globale Vertriebsnetze. Gleichzeitig wächst der Absatz von Elektroautos in Europa wieder, und die Auftragsbücher der Hersteller füllen sich langsam.

Doch die Zeit drängt.

Stefan Bratzel spricht von einem «darwinschen Selektionsprozess». Die Branche befinde sich mitten in der grössten Transformation ihrer Geschichte – und nicht jeder Hersteller werde sie überstehen. Entscheidend seien nun konsequente Kostensenkungen, schnellere Entwicklungszyklen, wettbewerbsfähige Produktionsstrukturen und mehr Innovation.

Auch die EY-Studie sieht keinen kurzfristigen Ausweg. Wegfallende Auslandsmärkte, hohe Softwareinvestitionen, Überkapazitäten und der langsame Hochlauf der Elektromobilität belasteten die Branche gleichzeitig. Die Herausforderungen seien so gross wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob Volkswagen die Krise übersteht. Sondern ob es der gesamten deutschen Autoindustrie gelingt, ihr Erfolgsmodell neu zu erfinden. Denn die Probleme von VW sind längst nicht mehr die Probleme eines einzelnen Konzerns – sie sind die Symptome einer Industrie, die um ihre Zukunft kämpft.


Video aus dem Ressort

01:17

1000 PS und höchst umstritten - Papst Leo testet ersten Elektro-Ferrari

Der erste vollelektrische Ferrari sorgt schon vor dem Verkaufsstart für Diskussionen. Während Fans über das Design streiten, erhält der 550’000-Franken-Sportwagen prominenten Besuch aus dem Vatikan.