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Finanzausgleich 2027: Zug zahlt 4001 Franken pro Einwohner
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Rekord im Finanzausgleich

Ein Kanton zahlt viermal mehr als alle anderen

Die Ausgleichszahlungen der Kantone steigen 2027 auf 6,9 Milliarden Franken an. (Symbolbild)

Die Ausgleichszahlungen der Kantone steigen 2027 auf 6,9 Milliarden Franken an. (Symbolbild)

Keystone

Der nationale Finanzausgleich steigt 2027 auf den Rekordwert von 6,9 Milliarden Franken. Während Zug pro Einwohner über 4000 Franken einzahlt, profitieren Wallis, Jura und Uri besonders stark von den Ausgleichszahlungen. Treiber sind die wachsenden Unterschiede zwischen den Kantonen.

Sven Ziegler
Keystone-SDA

Sven Ziegler, Keystone-SDA

09.06.2026, 09:34•09.06.2026, 10:42

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der nationale Finanzausgleich wächst 2027 um 527 Millionen Franken auf insgesamt 6,9 Milliarden Franken.
  • Zug bleibt mit 529 Millionen Franken beziehungsweise 4001 Franken pro Einwohner der mit Abstand grösste Zahler.
  • Wallis, Jura und Uri erhalten pro Kopf die höchsten Beiträge aus dem Ausgleichssystem.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Der nationale Finanzausgleich erreicht 2027 einen neuen Höchststand. Bund und Kantone verteilen insgesamt 6,9 Milliarden Franken um – 527 Millionen mehr als im Vorjahr.

Besonders ins Auge sticht erneut der Kanton Zug. Mit einem Ressourcenindex von 300 Punkten liegt er dreimal über dem Schweizer Durchschnitt von 100 Punkten und bleibt damit der mit Abstand finanzstärkste Kanton des Landes.

Entsprechend hoch fällt seine Rechnung aus: Netto fliessen 529 Millionen Franken aus Zug in den Finanzausgleich. Umgerechnet sind das 4001 Franken pro Einwohnerin und Einwohner.

Zum Vergleich: Der zweitgrösste Zahler Schwyz überweist zwar ebenfalls hohe 280 Millionen Franken, kommt aber nur auf 1693 Franken pro Kopf. Dahinter folgen Nidwalden mit 1145 Franken, Genf mit 960 Franken und Basel-Stadt mit 815 Franken pro Einwohner. Zürich bezahlt insgesamt zwar 369 Millionen Franken und gehört damit zu den grössten Geberkantonen, pro Kopf beträgt die Belastung jedoch lediglich 232 Franken.

Wallis und Jura profitieren am stärksten

Auf der Empfängerseite führt Bern weiterhin die Rangliste an. Der Kanton erhält netto rund 1,71 Milliarden Franken.

Gemessen an der Einwohnerzahl profitieren jedoch andere Kantone stärker. Das Wallis erhält 2449 Franken pro Einwohnerin und Einwohner, der Jura 2405 Franken und Uri 2164 Franken.

Auch Glarus und Solothurn liegen mit 1895 beziehungsweise 1830 Franken pro Kopf deutlich über dem Durchschnitt der Empfängerkantone.

Aargau und St. Gallen gehören zwar ebenfalls zu den grossen Profiteuren und erhalten 709 beziehungsweise 587 Millionen Franken. Wegen ihrer höheren Bevölkerungszahlen fallen die Beträge pro Einwohner aber deutlich tiefer aus.

Wachsende Unterschiede treiben den Rekordwert

Hinter dem kräftigen Anstieg steckt vor allem der Ressourcenausgleich. Dieser wächst um 540 Millionen Franken auf insgesamt 5,7 Milliarden Franken.

Laut der Eidgenössischen Finanzverwaltung gehen rund zwei Fünftel des Anstiegs auf höhere Steuererträge zurück. Noch stärker ins Gewicht fallen jedoch die zunehmenden Unterschiede zwischen den Kantonen. Diese sind für rund drei Fünftel des Wachstums verantwortlich.

Besonders stark nahmen die Ausgleichszahlungen in den Kantonen Thurgau, Uri und Solothurn zu.

Zusätzlich umfasst der Finanzausgleich einen Lastenausgleich von 915 Millionen Franken sowie weitere temporäre Ausgleichsmassnahmen von 273 Millionen Franken.

2026 waren es noch 6,4 Milliarden Franken. Hauptgrund für das deutliche Wachstum sei der Anstieg des Ressourcenausgleichs, hiess es im Bericht der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) vom Dienstag. Die Ausgleichszahlungen an die ressourcenschwachen Kantone seien um 540 Millionen Franken gestiegen.

Grösster Geberkanton bleibt Zug. Der Zentralschweizer Kanton zahlt netto rund 529 Millionen Franken in den Finanzausgleich ein. Dahinter folgen Genf mit knapp 497 Millionen Franken und Zürich mit 369 Millionen Franken, so der Bericht.

Mit Abstand am meisten Mittel erhält erneut Bern. Der Kanton profitiert netto von rund 1,71 Milliarden Franken, wie es weiter hiess. Dahinter folgen das Wallis mit 897 Millionen Franken und der Aargau mit knapp 709 Millionen Franken.

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