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Die Finanzierung von Immobilien ist wieder deutlich günstiger geworden.
Symbolbild: sda
Gute Nachrichten für Immobilienkäufer: Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind in den letzten Wochen gesunken. Besonders kurze Laufzeiten profitieren.
Gute Nachrichten für Immobilienbesitzer und Kaufinteressierte: Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind in den letzten zwei Wochen gesunken. Überraschend: Auch die kürzeren Laufzeiten profitieren nun von der Entspannung, während sie im Januar noch leicht gestiegen waren.
Der kleine «Zinsschock» zum Jahresbeginn ist damit überwunden – die Kosten für Immobiliendarlehen sind wieder auf dem Stand von Ende 2023.
Eine aktuelle Analyse von 20 Hypothekaranbietern, die regelmässig von «Finanz und Wirtschaft» beobachtet werden, bestätigt diesen Rückgang. Im Februar wurden sieben neue Anbieter in die Auswertung aufgenommen, zwei fielen hingegen raus, da sie keine aktuellen Daten veröffentlicht haben. Dennoch wurden die neuen Marktteilnehmer in der aktuellen Berechnung noch nicht berücksichtigt.
Auffällig: Die Mehrheit der Anbieter hat ihre Richtwerte über alle Laufzeiten gesenkt. Nur zwei oder drei Institute haben ihre Zinssätze leicht angehoben. Vor allem bei den kürzeren Laufzeiten ging es stärker nach unten:
2-jährige Hypothek: –4 Basispunkte auf 1,29 Prozent
3-jährige Hypothek: –5 Basispunkte auf 1,34 Prozent
5-jährige Hypothek: –4 Basispunkte auf 1,43 Prozent
10-jährige Hypothek: –3 Basispunkte auf 1,63 Prozent
Besonders bei den zehnjährigen Hypotheken zeigt sich ein klarer Trend: Im zweiten Halbjahr 2024 stieg der Anteil dieser Laufzeit von 38% auf 51%, wie Daten des Vermittlers MoneyPark zeigen, das ein Unternehmen des Helvetia-Konzerns ist.
Die günstigsten Hypotheken bot in den vergangenen zwei Wochen die Mobiliar Versicherung an, mit Zinssätzen von 1,07 Prozent für zwei Jahre bis 1,4 Prozent für zehn Jahre.
Am anderen Ende der Skala rangiert Generali, die neu in die Analyse aufgenommen wurde: Ihr Zinssatz liegt für alle Laufzeiten konstant bei 1,7 Prozent – fast durchweg der höchste Wert. Eine Ausnahme bildet die Raiffeisen, die bei zehnjährigen Hypotheken sogar noch höhere 1,93 Prozent verlangt.
Hypothekarzinsen hängen stark von den Renditen auf Staatsanleihen und den Swap-Sätzen ab, die für die Refinanzierung der Banken entscheidend sind. Während sich die zehnjährigen Marktzinsen zuletzt nicht bewegt haben, gab es bei den zweijährigen ein Minus von 4 Basispunkten.
Die Erwartungen an das Leitzinstief der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben sich leicht nach oben verschoben – von 0,09 Prozent auf 0,14 Prozent. Die Inflation in der Schweiz lag im Januar wie prognostiziert bei 0,4 Prozent.