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Der Swiss Market Index (SMI) ist am Montag, 7. April, um 6 Prozent gesunken, im Vergleich zum Vortag.
sda
Der Swiss Market Index ist so stark gefallen wie seit Jahren nicht mehr – rund 17 Prozent innerhalb eines Monats. Doch wie kam es dazu? blue News beantwortet die wichtigsten Fragen.
Am Montag verzeichnete der Schweizer Aktienmarkt einen signifikanten Rückgang. Schon in der Vergangenheit führten diverse Faktoren zu ähnlichen Crashs. Doch wieso ist genau jetzt wieder von einem Crash die Rede? Ist Trump schuld? Und wie entwickelt sich der Markt weiter?
blue News beantwortet dir die wichtigsten Fragen rund um den Tauchgang des SMI.
Der SMI eröffnete den Handel bei 11'476,79 Punkten und fiel am Morgen auf ein Tief von 10’820.84 Punkten. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 6,46 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vorherigen Handelstag, der bei 11'648,83 Punkten lag.
Im Hinblick auf den Vormonat ist der SMI um 17 Prozent gesunken. Am 3. März 2025 lag der Leitindex noch bei 13'166.68 Punkten.
UBS-Chefökonom Daniel Kalt sieht einen direkten Zusammenhang zischen den Märkten und der Zollpolitik von Trump. «Die Märkte sind unsicher, da Trump hohe Zölle verordnet und China gleich mit 34 Prozent zurückgeschlagen hat», erklärt er im Gespräch mit blue News. Auch Europa könnte Gegenmassnahmen ergreifen. Das würde erneute Unsicherheit an der Börse bringen.
Seit dem Zoll-Hammer am Mittwochabend geht es für die Schweizer Börsen, aber auch an den Märkten weltweit, nur noch nach unten. Vergangene Woche verbuchte der SMI den grössten Einbruch seit Corona.
Trotz des heutigen Rückgangs hatte der SMI zuvor eine positive Entwicklung verzeichnet. Seit Jahresbeginn stieg der Index um 12,10 Prozent und erreichte im Februar 2025 ein Allzeithoch von 13'199,05 Punkten.
Vergleicht man das Jahr 2024, beispielsweise den Dezember, scheint der Rückgang gar nicht mehr so hoch zu sein. So lag der SMI am 20. Dezember 2024 bei 11'400 Punkten. Das wäre ein Rückgang von «nur» 6 Prozent im Vergleich zum heutigen Stand.
Ja, der SMI hat in der Vergangenheit ähnliche Rückgänge erlebt, beispielsweise während der Finanzkrise 2008. Solche Ereignisse sind Teil der normalen Marktvolatilität.
Nach einem «Schwarzen Montag» 1987 stieg der SMI stetig an. Lediglich in den Jahren 2003 und 2008, als die Weltwirtschaft von massiven Krisen betroffen war, sank auch der Leitindex. Auch 2020, als Corona die Welt überrollte, ging es stark nach unten: Damals lag der SMI zu Jahresbeginn bei über 11'000 Punkten und fiel zwischenzeitlich auf rund 8000 Punkte.
Die kurzfristige Marktentwicklung ist schwer vorherzusagen. Es ist möglich, dass sich die Märkte stabilisieren oder weitere Schwankungen auftreten.
Chefökonom Daniel Kalt sagt: «Es kommt darauf an, ob Europa Gegenmassnahmen zu den Trump-Zöllen ergreifen wird. Wenn ja, liegt es an Trump, ob er weitere Zölle erheben wird.»
Das würde weitere Unsicherheit bringen und könnte die Märkte, so auch den SMI, weiter ins Wanken bringen.
In Europa fiel der paneuropäische STOXX 600 um 5,8 Prozent auf ein 16-Monats-Tief.
Der deutsche DAX verlor ganze 10 Prozent und rutschte in den Bärenmarktbereich.
In Grossbritannien sank der FTSE 100 um 6 Prozent auf den tiefsten Stand seit einem Jahr.
Auch die US-amerikanischen Märkte dürften am Nachmittag tiefrot eröffnen: Die S&P 500 Futures fallen um fast 5 Prozent, während der technolgielastige Nasdaq-Future um etwa 4,5 Prozent einbricht.
Die Deckungsgrade der Pensionskassen sinken ebenfalls teilweise. Muss man sich nun Sorgen um die Zukunft machen? UBS-Chefökonom Daniel Kalt sagt: «Bei gewissen Pensionskassen wird der Deckungsgrad sinken. Dazu muss man aber sagen, dass Pensionskassen meist sehr breit aufgestellt sind.»
Man habe alternative Anlagen wie Gold oder Immobilien. Auch Staatsanleihen seien bedingt durch die Situation gestiegen. Kalt sagt deshalb: «Ich würde nicht in Panik verfallen, was die Renten betrifft.»