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Misenso ist pleite.
Misenso
Die ehemalige Migros-Tochter Misenso ist zahlungsunfähig. Nach der Konkursanmeldung bleiben sämtliche 18 Schweizer Filialen geschlossen. Rund 140 Mitarbeitende verlieren ihren Arbeitsplatz.
Die ehemalige Migros-Tochter Misenso ist am Ende. Die Zürcher Brillen- und Hörgerätekette hat Konkurs angemeldet. Alle 18 Fachgeschäfte in der Schweiz bleiben bis auf Weiteres geschlossen.
Wie die österreichische Muttergesellschaft Neuroth gegenüber «Blick» bestätigt, sei das Unternehmen überschuldet gewesen. «Dieser Schritt war daher unvermeidbar», erklärte ein Unternehmenssprecher.
Von der Insolvenz sind rund 140 Mitarbeitende betroffen. Kundinnen und Kunden standen am Freitag bereits vor verschlossenen Türen. An den Filialen weist ein Aushang darauf hin, dass sämtliche Geschäfte bis auf Weiteres geschlossen bleiben.
Auch der Kundendienst wurde eingestellt. Wer die Hotline anruft, erhält lediglich eine automatische Mitteilung, wonach die Filialen geschlossen sind und das Telefon nicht mehr bedient wird.
Misenso wurde 2020 von der Migros gegründet und spezialisierte sich auf Hörgeräte und Augenoptik. Laut der Muttergesellschaft gelang es dem Unternehmen jedoch nie, profitabel zu werden.
Weder eine neue Strategie, Veränderungen im Management noch Massnahmen zur Umsatzsteigerung oder die spätere Verkleinerung des Filialnetzes hätten die finanzielle Situation nachhaltig verbessert.
Im Juni 2024 verkaufte die Migros Misenso im Rahmen ihres Konzernumbaus an die österreichische Neuroth-Gruppe. Diese kündigte damals ambitionierte Wachstumspläne an und wollte das Filialnetz langfristig auf 40 bis 50 Standorte ausbauen.
Dazu kam es jedoch nie. Nachdem Misenso zeitweise auf 29 Filialen angewachsen war, schloss das Unternehmen bereits im Herbst 2025 elf Standorte. Damals verloren 63 Mitarbeitende ihre Stelle. Als Grund wurden anhaltende wirtschaftliche Schwierigkeiten genannt.
Nun ist das endgültige Aus besiegelt.