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Video-Games

Videospiele mit Verfallsdatum – Brüssel will mit Branche reden

Über eine Million Gamer verlangt in einer Unterschrftensammlung, dass Videospiele auch nach Ende des kommerziellen Betriebs in einem spielbaren Zustand bleiben. (Archivbild)

Über eine Million Gamer verlangt in einer Unterschrftensammlung, dass Videospiele auch nach Ende des kommerziellen Betriebs in einem spielbaren Zustand bleiben. (Archivbild)

Keystone

Die EU-Kommission erteilt dem Wunsch einer Bürgerinitiative eine Absage, einmal gekaufte Videospiele per Gesetz spielbar zu halten. Die Brüsseler Behörde will stattdessen einen Dialog mit der Games-Branche und Vertretern auf Verbraucherseite starten

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

16.06.2026, 17:37

Das Ziel ist ein gemeinsamer Verhaltenskodex für den Umgang mit dem «Lebensende» von Videospielen auszuarbeiten, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Die Zocker hatten gefordert, dass die Herausgeber von Videospielen diese auch nach Ende des kommerziellen Betriebs in einem spielbaren Zustand belassen müssen. Hintergrund ist die verbreitete Praxis, dass Betreiber Server abschalten, auf die moderne Spiele angewiesen sind – wodurch diese teilweise oder vollständig unspielbar werden. Die Initiative hatte innerhalb eines Jahres fast 1,3 Millionen Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt.

Brüssel verweist auf Urheberrechte

Die Europäische Kommission begründete ihre Ablehnung, die Fälle gesetzlich zu regeln, unter anderem mit bestehenden EU-Urheberrechten. Demnach könnten die Rechteinhaber allein über die Nutzungsbedingungen ihrer Werke bestimmen.

Das geltende EU-Verbraucherrecht sehe zudem bereits wichtige Schutzmassnahmen für die wirtschaftlichen Interessen der Verbraucher vor, teilte die Brüsseler Behörde mit. So müssten Anbieter von Videospielen die Verbraucher über die Laufzeit und die Bedingungen für die Kündigung des Vertrags informieren und gegebenenfalls Entschädigungen leisten.

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