Neue Studie zeigt Immer mehr Schweizer werden von schwerer Krankheit heimgesucht

SDA

21.4.2026 - 10:05

Immer mehr junge Schweizerinnen und Schweizer erkranken an Darmkrebs. (Symbolbild)
Immer mehr junge Schweizerinnen und Schweizer erkranken an Darmkrebs. (Symbolbild)
Keystone

Darmkrebs gilt als Krankheit des Alters – doch in der Schweiz erkranken immer mehr junge Menschen daran. Seit 1980 steigt das Erkrankungsrisiko bei unter 50-Jährigen um durchschnittlich rund ein halbes Prozent pro Jahr, wie eine neue Studie der Universität Genf zeigt. Die Forschenden sprechen von einer «alarmierenden» Entwicklung.

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  • Eine neue Studie der Universität Genf zeigt, dass das Darmkrebsrisiko bei unter 50-jährigen Schweizerinnen und Schweizern seit 1980 um durchschnittlich rund ein halbes Prozent pro Jahr gestiegen ist.
  • Die Forschenden analysierten fast 100'000 Fälle aus vier Jahrzehnten und sprechen von einer «alarmierenden» Entwicklung – es ist die erste Studie zu diesem Phänomen in der Schweiz.
  • Bei den über 50-Jährigen ist das Erkrankungsrisiko dank Früherkennungsprogrammen gesunken, womit die Entwicklung bei Jüngeren umso deutlicher ins Gewicht fällt.

Immer mehr junge Schweizerinnen und Schweizer haben Darmkrebs. Seit 1980 ist das Risiko einer Neuerkrankungen bei den unter 50-Jährigen im Schnitt um rund ein halbes Prozent pro Jahr gestiegen, wie eine neue Studie zeigt.

Die Universität Genf spricht in einer Mitteilung vom Dienstag von einer «alarmierenden» Entwicklung. Die in der Fachzeitschrift «European Journal of Cancer» publizierte Untersuchung ist nach Angaben der Universität die erste Studie zu diesem Phänomen in der Schweiz.

Die Forschenden der Universität und der Universitätsspitäler in Genf analyiserten für die Studie fast 100'000 Fälle aus den Jahren 1980 bis 2021. Zuletzt erkrankten schweizweit rund 7 pro 100'000 unter 50-Jährigen pro Jahr an Darmkrebs.

Die Zunahme bei den Jüngeren stehe im Gegensatz zur Entwicklung bei den über 50-Jährigen, bei denen das Risiko einer Erkrankung an Darmkrebs dank Früherkennungsprogrammen zurückgegangen sei.

Mögliche Gründe für die Zunahme sind Änderungen in Ernährung und Bewegung.