630 Lichtjahre entferntDieses Foto zeigt einen spektakulären «Weltraum-Tornado»
Andreas Fischer
26.3.2025
Eine neue Aufnahme des sogenannten Kosmischen Wirbelsturms könnte Fachleuten helfen, Stern-Auswürfe besser zu verstehen.
Weltraumteleskop James Webb/NASA/ESA/CSA/dpa
Wenn Sterne sich formen, können besondere Objekte im Weltall entstehen. Eines erhielt den Spitznamen «Kosmischer Wirbelsturm». Eine Aufnahme bietet einen spektakulären Einblick in das Gebilde.
Dunkelrote und orange Nebelschwaden scheinen inmitten unzähliger Sterne emporzuragen und an ihrer Spitze eine Spiralgalaxie: Das «James Webb»-Teleskop hat eine beeindruckende Aufnahme des sogenannten kosmischen Wirbelsturms getätigt.
Der Wirbelsturm liegt etwa 630 Lichtjahre von der Erde entfernt und heisst offiziell Herbig-Haro 49/50. Die Spiralgalaxie scheint auf dem Bild an der Spitze des Wirbelsturms zu liegen, in Wirklichkeit ist sie jedoch weiter von unserem Heimatplaneten entfernt.
Herbig-Haro-Objekte bestehen aus Auswürfen eines jungen Sterns, der sich in der Nähe bildet. Wenn die Strömungen auf dichteres Material treffen, entstehen Schockwellen, die die Materie erhitzen. Diese kühlt dann ab, indem sie Licht im sichtbaren Bereich und im Infrarot-Bereich ausstrahlt.
Die neuen Teleskop-Aufnahmen könnten Fachleuten helfen, die Eigenschaften der Stern-Auswürfe besser nachzuempfinden und zu verstehen, wie dies die Umgebung beeinflusst. «James Webb» wurde gemeinsam von den Weltraumbehörden in Europa (ESA), den USA (Nasa) und Kanada (CSA) gebaut und war Ende 2021 ins All gestartet – nachdem es zuvor Kostenexplosionen und immer neue Verschiebungen gegeben hatte.
Der neue Schweizer Astronaut Sieber hat keine Angst vor dem All
Der neue Schweizer Astronaut Marco Sieber hat keine Angst vor seinem bevorstehenden Flug ins All. «Es ist eigentlich ein sehr sicheres Business», sagte er am Montag zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA, nachdem er sein Astronauten-Diplom erhalten hat.
So richtig als Astronaut fühle er sich aber trotz abgeschlossener und bestandener Astronauten-Grundausbildung nicht. «Ich bin der Meinung, dass man erst richtig Astronaut ist, wenn man in den Weltraum geflogen ist», sagte der ehemalige Arzt. Bis es soweit ist, dürfte es aber mindestens noch zwei Jahre dauern: 2026 wird der erste der neuen Astronautinnen und Astronauten zur internationalen Raumstation ISS fliegen, danach bis 2030 jedes Jahr ein weiterer.