NaturwissenschaftDürre im Iran laut Analyse durch Klimawandel bedingt
SDA
21.11.2025 - 06:29
Der Amir-Kabir-Stausee im Norden des Irans ist weniger als zu zehn Prozent seiner Kapazität gefüllt. (Archivbild)
Keystone
Die seit fünf Jahren anhaltende extreme Dürre im Iran und weiteren Teilen Westasiens wäre einer Studie zufolge ohne den Klimawandel in der Form nicht entstanden. Laut der Initiative World Weather Attribution ist die aktuelle Dürre die schlimmste dokumentierte im Iran.
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21.11.2025, 06:29
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Die durch fossile Brennstoffe verursachte Erwärmung sei weitgehend dafür verantwortlich, die Region in einen Zustand «aussergewöhnlicher Dürre» zu versetzen, schreibt die Initiative World Weather Attribution (WWA) in London. Dazu zählt sie auch den Irak und Syrien. Die Initiative untersucht den Einfluss der globalen Erwärmung auf extreme Wettereignisse weltweit.
Die Untersuchung aktualisiert eine WWA-Analyse von 2023. Die nun erweiterten Daten bis Juni 2025 zeigen einen noch stärkeren Zusammenhang als zuvor: Eine fünfjährige Trockenperiode wie seit 2020 sei im heutigen, erwärmten Klima keine Seltenheit, wäre jedoch in einer Welt ohne Klimawandel nur zwei- bis dreimal pro Jahrhundert zu erwarten und zudem deutlich weniger extrem ausgefallen. Zusätzlich verschärfen laut Analyse strukturelle Probleme wie unzureichende und überlastete Wasserbewirtschaftung, übernutzte Weideflächen und eine ausgeweitete Landwirtschaft die Wasserkrise im Iran und anderen Ländern der Region.
Warnungen vor wachsenden Schäden und steigenden Risiken
«Ein einzelnes trockenes Jahr hätte für sich genommen keine Krise ausgelöst, aber im Iran stapelt der Klimawandel Dürre auf Dürre», sagte die Hauptautorin der Studie, Mariam Zachariah vom Imperial College London. «Unsere Studie zeigt, dass der Klimawandel diese Trockenperioden länger und härter macht und den Ländern der Region weniger Zeit zur Erholung lässt. Ohne den menschengemachten Klimawandel würde eine Dürre dieser Länge und Schwere schlichtweg nicht in der heutigen Form auftreten.»
Wenn sich die Welt beim Klimagipfel COP30 in Belém «nicht fair und schnell verpflichtet, fossile Brennstoffe abzuschaffen, werden Wasserknappheiten zunehmen, mehr Menschen weltweit gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen, und die Kosten werden weit über die Region hinaus spürbar sein», sagte ihre Kollegin Friederike Otto. «Jedes weitere Jahr ungebremsten Klimawandels bringt mehr Verluste, mehr Todesfälle, zerstörte Existenzen, geringere Erträge und hohe Kosten für die öffentliche Gesundheit», warnte die Mitbegründerin der WWA.
Attributionsstudien ermitteln für ein Wetterereignis die heutige Wahrscheinlichkeit und die Wahrscheinlichkeit in einer Welt ohne menschengemachten Klimawandel. Daraus lässt sich ableiten, wie stark die globale Erwärmung zu einem Ereignis beigetragen hat.
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