Seltene Aufnahme Einst weltgrösster Eisberg zerfällt – Satellit zeigt Details

dpa

16.1.2026 - 22:52

Mittlerweile hat der einst grösste Eisberg einiges von seiner Masse eingebüsst.
Mittlerweile hat der einst grösste Eisberg einiges von seiner Masse eingebüsst.
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Einst war es der grösste Eisberg der Welt, nun zerfällt A23a rapide. Eine seltene Aufnahme hat Anzeichen für den baldigen Verlust des Riesen festgehalten.

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  • Der ehemals grösste Eisberg der Welt zerfällt langsam.
  • Seltene Satellitenaufnahmen zeigen erste Anzeichen der Auflösung des Eisberges A23a.
  • Laut Raumfahrtbehörde Esa sei er in wärmere Gefilde unterwegs.

Er war der grösste Eisberg der Welt, nun zerbricht er in seine Einzelteile. Der drohende Zerfall des Eisberges A23a ist auf einer neuen Satelliten-Aufnahme festgehalten worden. Das seltene Bild zeige die ersten Anzeichen dafür, dass der Eisberg sich bald vollständig auflösen werde, teilte die europäische Raumfahrtbehörde Esa mit. Dass das Bild einen klaren, wolkenfreien Blick ermögliche, sei ungewöhnlich.

«Die hellblauen Bereiche, die auf seiner Oberfläche und auf den Eisbergen südlich von ihm sichtbar sind, sind Becken von Schmelzwasser, welche deutliche Zeichen des schnellen Verschwinden des Eisberges sind.» Aufgenommen hat die Ansicht der Satellit Sentinel-2 des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

Hinein in wärmere Gewässer

Der Eisberg A23a war einst der weltgrösste Eisberg, mit rund 4.000 Quadratkilometern war er ursprünglich rund viereinhalbmal so gross wie Berlin. 1986 vom antarktischen Festland – dem Filchner-Ronne-Schelfeis – abgebrochen, hing er jahrzehntelang am Meeresboden fest. Nachdem er sich im Jahr 2000 löste, blieb er lange in zirkulierenden Meeresströmungen gefangen und driftete im November 2023 rasch von den antarktischen Gewässern davon.

Mittlerweile befindet sich der Eisriese im Südatlantik. Am 20. Dezember fing der Satellit ihn etwa 150 Kilometer nordwestlich der Insel Südgeorgien ein, umgeben von mehreren kleinen Eisbergen. Der Esa zufolge misst der frühere Gigant mittlerweile nur noch etwa 1'000 Quadratkilometer. Er hat also bereits rund drei Viertel seiner einstigen Grösse verloren.

Dass Eisberge, die so weit in den Norden gelangen, zerfallen, ist nicht ungewöhnlich und liegt an den wärmeren Meerestemperaturen und Wetterbedingungen. Laut der Esa ist A23a auf Kurs zu noch wärmeren Gefilden. Bald werde es das Schicksal anderer Eisberge teilen, die in diesen Gewässern zerfallen sind.

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