Einzigartige Wandmalereien kommen in Altstadthaus zum Vorschein

SDA/uri

18.10.2021 - 09:28

Freigelegt wurden bisher der betende Jesus mit den schlafenden Jüngern Johannes, Petrus und Jakobus sowie ein Kelch, der auf einem Felsvorsprung steht.
Bild: Keystone

Überraschendes fördert die Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses in Zug hervor: Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert zeigen eine biblische Szene und eine Ansicht der Stadt Jerusalem. 

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18.10.2021 - 09:28

Bei Sanierungsarbeiten in einem denkmalgeschützten Zuger Altstadthaus sind überraschend Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert zum Vorschein gekommen. Die Malereien sind laut der kantonalen Denkmalpflege für Zug einzigartig und auch schweizweit selten.

Zu sehen seien unter anderem eine biblische Szene und die Ansicht der von den Osmanen eroberten Stadt Jerusalem, teilte die Zuger Direktion des Innern am Montag mit.

Die Entdeckung wurde bei Vorarbeiten im zweiten Obergeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes an der Ägeristrasse 3 in Zug gemacht. Die grossflächig erhaltenen Malereien kamen unter einem Wandtäfer und einer Kalchtünche zum Vorschein.

Erste Recherchen der kantonalen Denkmalpflege sowie bauarchäologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Wohn- und Geschäftshaus im 16. Jahrhundert erstellt wurde. Auch die Wandmalereien dürften zu jener Zeit entstanden sein.

In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege legt nun ein Restauratoren-Team immer mehr von der repräsentativen Ausschmückung des Raumes frei.

Die Bevölkerung erhält am kommenden Samstag zwischen 10 und 15 Uhr die Gelegenheit, die Wandmalereien zu betrachten. Jeweils zur vollen Stunde werden Führungen angeboten. Eine Besichtigung ist nur mit einem Covid-19-Zertifikat möglich.

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