Bildung Finger-Rechnen ist laut Studie Sprungbrett für Mathematik-Erfolg

SDA

23.11.2025 - 06:25

Warum das Zählen mit den Fingern bei Primarschulkindern kein Rückschritt ist: Eine Schweizer Langzeitstudie räumt mit alten Vorurteilen auf. (Archivbild)
Warum das Zählen mit den Fingern bei Primarschulkindern kein Rückschritt ist: Eine Schweizer Langzeitstudie räumt mit alten Vorurteilen auf. (Archivbild)
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Das Rechnen mit Fingern in der Primarschule ist ein wichtiges Werkzeug für mathematisches Lernen. Durch Langzeit-Beobachtungen fanden Forscherinnen in der Schweiz heraus, dass Kinder besser Rechnen lernen, wenn sie ihre Hände einsetzen.

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Eltern und Lehrer sollten deshalb Kinder nicht vom Zählen mit Fingern abhalten, sagte Studienautorin Catherine Thevenot von der Universität Lausanne der deutschen Nachrichtenagentur DPA. «Kinder sollten sich nie dafür schämen, ihre Finger zu verwenden», sagte die Psychologin.

Thevenot und ihre Kollegin Marie Krenger verfolgten die längerfristige Entwicklung von rund 200 Schweizer Kindern im Alter von etwa viereinhalb bis siebeneinhalb Jahren. In regelmässigen Abständen wurden sie dabei beobachtet, wie sie addierten.

Es zeigte sich: Je früher die Finger zu Hilfe genommen wurden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder später gut rechnen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal «Developmental Psychology» veröffentlicht.