TiereForscherinnen und Forscher zählen wenige Haiangriffe weltweit
SDA
11.2.2025 - 15:00
Die Wahrscheinlichkeit eines Haiangriffs bleibt insgesamt extrem niedrig. 2024 starben vier Personen bei Haiangriffen. (Archivbild)
Keystone
Im Jahr 2024 wurden weltweit 47 unprovozierte Haiangriffe auf Menschen registriert. Das sind 22 weniger als im Vorjahr und deutlich weniger als der 10-Jahres-Durchschnitt von 70.
Keystone-SDA
11.02.2025, 15:00
SDA
Das teilte die Datenbank ISAF des Florida Museum of Natural History in Gainesville (USA) mit. Demnach endeten vier Fälle tödlich, was ebenfalls einen Rückgang im Vergleich zu Vorjahren darstellt (2023: 10).
Die geringeren Werte könnten eine einfache statistische Schwankung darstellen, sagte Gevin Naylor, Direktor des Haiforschungsprogramms des Naturkundemuseums. Die Zahlen unterschieden sich auch in vergangenen Jahren teils erheblich.
Im Jahresbericht der ISAF (International Shark Attack File) sind Angriffe dokumentiert, bei denen der Mensch die Attacke des Hais nicht provoziert hat. Fälle, in denen das Tier absichtlich oder unbeabsichtigt berührt oder gereizt wurde – etwa beim Speerfischen oder beim Versuch, einen Hai aus einem Netz zu befreien – werden nicht erfasst. «Wir wollen das natürliche Verhalten der Haie verstehen, um besser nachvollziehen zu können, warum Menschen gelegentlich von ihnen gebissen werden», erklärte Naylor.
Oft sind Surfer betroffen
Ein Drittel der erfassten Angriffe weltweit betrafen Surfer. «Die Menschen surfen dort, wo es gute Wellen gibt, und wo es gute Wellen gibt, gibt es Trübungen, und wo es Trübungen gibt, gibt es oft Fische, die Haie anziehen», erklärte Naylor. Die Trübung verringere zudem die Sicht und mache Fehlangriffe wahrscheinlicher.
Die USA blieben mit 28 erfassten Fällen Spitzenreiter, wie es weiter hiess. Die meisten Angriffe ereigneten sich in Florida (14), davon acht in Volusia County, das als «Welthauptstadt der Haiangriffe» gelte. Viele dieser Bisse werden jungen Schwarzspitzenhaien zugeschrieben, die in dieser Region häufig vorkommen. Sie könnten noch nicht so gut zwischen Menschen und ihrer natürlichen Beute wie Fischen, Rochen und Haien unterscheiden, hiess es. Die einzige tödliche Attacke in den USA geschah vor der Nordwestküste von Oahu, Hawaii.
Australien blieb ohne Todesfälle
Australien verzeichnete im vergangenen Jahr ebenfalls mehrere unprovozierte Angriffe, unter anderem von Weissen Haien und Bullenhaien. Todesfälle gab es 2024 nicht. In australischen Gewässern sind alle 13 Haiarten vertreten, von denen bekannt ist, dass es zu Angriffen auf Menschen kommen kann.
Die Populationen grosser Haiarten sind Untersuchungen zufolge heute wesentlich kleiner als noch vor einigen Jahrzehnten. Menschen und Haie hielten sich allerdings zunehmend in den gleichen Gewässern auf, erklärte Naylor. «Es sind oft die gleichen klimatischen Bedingungen, die Menschen ins Wasser und Haie näher an die Küste bringen.»
Die Wahrscheinlichkeit eines Haiangriffs bleibt insgesamt extrem niedrig. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt zum Beispiel Ertrinken eine weitaus grössere Gefahr dar. Strömungen und andere Küstenmerkmale bergen viel mehr Risiken für Badegäste als Haie.
Um die ohnehin sehr geringe Wahrscheinlichkeit eines Haiangriffs weiter zu senken, empfehlen die ISAF-Experten, reflektierenden Schmuck abzulegen und nicht in Gebieten zu schwimmen, in denen gefischt wird.
KI, Waffen und die Auslöschung: «Wir sind noch nicht so weit»
In Kriegsspielen greift die KI in 95 Prozent der Fälle zum Atomschlag: Katrin Yuan, Gründerin des Swiss Future Institute und Vorsitzende des AI Future Council, kommentiert und ordnet beim «Future Symposium» im März 2026 in Zürich ein.
30.03.2026
KI rekonstruiert Bilder aus dem Mäusehirn: Sehen die kleinen Nager unsere Welt so?
Was sieht eigentlich eine Maus? Britische Forscher zeigten Mäusen kurze Videos und zeichneten ihre Gehirnaktivität auf. Mithilfe von KI rekonstruierten sie daraus später Bilder, die zeigen, was die Tiere gesehen haben könnten.
19.03.2026
Impfskeptiker als Gesundheitsminister: US-Regierung senkt Zahl der Impfempfehlungen für Kinder
Donald Trumps Gesundheitsminister Robert Kennedy steht Impfungen sehr skeptisch gegenüber. Das macht sich nun auch in den Impfempfehlungen für Kinder bemerkbar. Künftig sollen diese nur noch für die elf «schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten» gelten, teilt der US-Präsident auf Truth Social mit.
06.01.2026
KI, Waffen und die Auslöschung: «Wir sind noch nicht so weit»
KI rekonstruiert Bilder aus dem Mäusehirn: Sehen die kleinen Nager unsere Welt so?
Impfskeptiker als Gesundheitsminister: US-Regierung senkt Zahl der Impfempfehlungen für Kinder