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Gescheiterte Rettungsaktion in der Ostsee? Timmy-Krimi – eine Achterbahnfahrt zwischen Hoffen und Bangen
dpa
6.5.2026 - 06:03
Mehrfach strandet ein Buckelwal immer wieder an der deutschen Ostseeküste. Nun wurde das Tier per Lastkahn in die Nordsee gebracht und freigelassen. Verfolge die Entwicklungen bei blue News live im Ticker.
DPA, Dominik Müller, Sven Ziegler, Helene Laube, Bruno Bötschi
06.05.2026, 06:03
07.05.2026, 14:51
dpa
Das Wichtigste im Überblick
- Ein junger Buckelwal ist am 23. März in der Ostsee vor Timmendorfer Strand auf einer Sandbank gestrandet.
- Nach einer Befreiung am 27. März strandete er einen Tag später in der Wismarbucht, befreite sich erneut zwei Mal, strandete aber jedes Mal wieder.
- Tagelang lag das geschwächte Tier im Flachwasser vor der Ostseeinsel Poel.
- Private Wal-Helfer*innen versuchen den Wal mit von Expert*innen stark kritisierten Rettungsversuchen aus seiner Notlage zu befreien.
- Am 28. April wurde der Wal vor der Insel Poel in einen Frachtkahn dirigiert, mit dem er in die Nordsee geschleppt werden soll.
- Der Buckelwal verliess am Samstag, 3. Mai, gegen 9 Uhr, rund 70 Kilometer nördlich von Skagen (Dänemark) seine Barge und schwamm in die Nordsee.
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Liveticker beendet
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14.15 Uhr
Timmy-Krimi – eine Achterbahnfahrt zwischen Hoffen und Bangen
Der Transport des gestrandeten Buckelwals Timmy von der Ost- in die Nordsee bewegte Millionen von Menschen. Die emotionale Achterbahnfahrt zwischen Lichtblicken und der Angst begleitete die Redaktion blue News in den letzten Tagen in diesem Ticker.
Das Schicksal des gestrandeten Buckelwals Timmy bewegte Millionen von Menschen.. Bild: IMAGO/Paul-Philipp BraunKaum zu glauben, welche Wendungen der Timmy-Krimi nahm – fast wie ein Drama, das zu unwirklich erschien, um wahr zu sein. Doch statt eines erlösenden Happy Ends bleiben nach der Freilassung des Buckelwals am Samstag, den 3. Mai, viele Fragen offen:
Was geschah auf der Barge, nachdem der Wal freigelassen wurde? Warum sendet der Tracker kein Signal mehr?
Und was wohl allen am meisten das Herz zerreisst: Wo befindet sich der Buckelwal aktuell – und lebt er überhaupt noch?
Sollte es in den nächsten Stunden oder Tagen doch noch Neuigkeiten von Timmy geben, werden wir euch, liebe Leserinnen und Leser, umgehend informieren.
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11 Uhr
So gehen die Menschen auf Bali mit toten Walen um
Während nach wie vor unklar ist, ob Buckelwal Timmy in der Nordsee noch lebt oder ob er im Tierhimmel schwimmt, wurde am Dienstag dieser Woche vor der Küste der indonesischen Insel Bali der Kadaver eines 15 Meter langen Pottwals angeschwemmt.
Anwohner*innen hatten das Tier zuvor noch vor der Küste in Bewegung gesehen. Der Wal soll nach einer veterinärmedizinischen Prüfung vor Ort begraben werden.
Unser Video zeigt, wie pragamtisch die örtliche Behörden in Bali – anders als in Deutschland – mit toten Walen umgehen.
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Donnerstag, 7. Mai, 6.30 Uhr
Dänischer Meeresbiologe: «Die Aktion war umsonst und Tierquälerei»
Die Verantwortlichen des Deutschen Meeresmuseum in Stralsund gehen davon aus, dass Buckelwal Timmy nicht überlebt hat. Eine Aussage, die natürlich Fragen aufwirft – unter anderem diese: War die Rettungsaktion am Ende mehr Tierquälerei?
Das Tier habe geschwächt gewirkt, als es von der Ost- in die Nordsee transportiert worden sei. Aktuell weiss zudem niemand, wo sich das Tier befindet. Noch immer warten die Behörden auf die Übermittlung der Trackerdaten.
Fehlen diese Daten weiterhin, lässt sich deshalb auch nicht sagen, ob der Transport des gestrandeten Buckelwals grundsätzlich sinnvoll gewesen sei.
«Ohne zu wissen, wo sich das Tier befindet, und ohne zu wissen, dass es sich bewegt, lässt sich unmöglich sagen, ob es tot ist – womit die gesamte Aktion umsonst und Tierquälerei gewesen wäre», sagte der dänische Meeresbiologe Peter Madsen von der Universität Aarhus gegenüber der «Berliner Morgenpost».
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13.05 Uhr
Verwest Buckelwal Timmy längst auf dem Grund der Nordsee?
Ob Buckelwal Timmy inzwischen tot auf dem Grund der Nordsee liegt, ist nach wie vor unklar. Nach Einschätzung der Verantwortlichen vom deutschen Meeresmuseum in Stralsund war das Tier bei seiner Freilassung jedoch stark geschwächt.
Es gilt darum als wahrscheinlich, dass der Wal nicht mehr die Kraft hatte, sich im offenen Meer zu halten.
Vor der Freilassung wurde Timmy bei starkem Wellengang in einem Lastkahn transportiert und stiess dabei mehrfach gegen die Bordwände. Die Verantwortlichen der privaten Rettungsaktion sprachen von leichten Verletzungen am Maul.
Fachleute haben Zweifel an dieser Aussage: Am Kopf des Buckelwales ist die schützende Fettschicht besonders dünn, Aufpralle werden kaum abgefedert. Jeder Stoss trifft direkt empfindliches Gewebe. Auch Videoaufnahmen zeigen ein sehr schwaches Tier, das sich im Stahlbecken kaum bewegt.
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11.05 Uhr
Weiterhin kein Lebenszeichen von Buckelwal Timmy
Es gibt weiterhin kein Lebenszeichen von Buckelwal Timmy. Der Tracker, der am Tier befestigt wurde, funktioniert scheinbar nach wie vor nicht richtig.
Die Geldgeberin der privaten Rettungsaktion, Karin Walter-Mommert, sagte gegenüber der «Bild», dass der Sender seit der Freilassung des Wals in der Nordsee rund 25 Mal Signale gesendet – zuletzt gestern Dienstag.
Ein genauer Standort lasse sich aus diesen Daten zwar nicht ableiten, dennoch zeigt sich Walter-Mommert weiterhin optimistisch. Da der Sender nur bei Aufenthalten an der Wasseroberfläche funkt, wertet sie die Signale als Lebenszeichen von «Timmy». Unabhängig überprüfbar sind diese Angaben bisher aber nicht.
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9.04 Uhr
Jährlich verfangen sich 300'000 Wale und Delfine in Fischereigeräten
Tierschicksale können zwar Aufmerksamkeit für Umweltprobleme schaffen. Im Fall von Buckelwal Timmy sei dies, so Politikwissenschaftler Kai Arzheimer von der Universität Mainz gegenüber der «Bild», jedoch nicht richtig gelungen. Derweil glauben andere Wissenschaftler*innen, dass die Befreiungsaktion von Timmy in der Ostsee schnell in Vergessenheit geraten werde.
Die Organisation Whale and Dolphin Conservation will sich künftig für ein verbindliches Strandungsprotokoll in Deutschland starkmachen, um klare Regeln für den Umgang mit gestrandeten Walen festzulegen.
Gleichzeitig unterstreichen die Verantwortlichen der gemeinnützige Arten- und Tierschutzorganisation,, dass der tragische Fall von Timmy kein Einzelfall ist: Jährlich verfangen sich weltweit gegen 300'000 Wale und Delfine in Fischereigeräten und sterben häufig nach einem langen Leidensweg.
Nach wie vor ist unklar, wo sich Timmy aktuell befindet – und ob er überhaupt noch lebt. Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund erklärte am Dienstag, dass man davon ausgehen müsse, dass der Wal tot sei.
Nach Einschätzung der Museums-Verantwortlichen war das Tier bereits stark geschwächt und zuvor mehrfach in kurzer Zeit gestrandet. Daher sei die Wahrscheinlichkeit gross, dass Timmy die Kraft fehlte, sich länger im offenen, tiefen Wasser zu halten.
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Mittwoch, 6. Mai 2026, 0.10 Uhr
Minister glaubt nicht, dass der Timmy tot ist
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat weiter die Hoffnung, dass Buckelwal Timmy lebt. Er schliesse sich den Spekulationen über den Tod des Tieres nicht an, teilte er am Dienstag in einem Pressestatement mit.
Glaubt nicht, dass der Wal tot ist: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) bei einer Pressekonferenz am 29. April 2026. Bild: Keystone/dpa/Bernd Wüstneck«Ich richte mein Urteil nach Fakten. Sollte das Deutsche Meeresmuseum Erkenntnisse haben, die wir nicht haben, bitte ich um entsprechende Herausgabe», sagt er.
Bisher liegen seinem Ministerium noch keine verwertbaren Daten vor, obwohl er die private Rettungsinitiative am Dienstag erneut energisch aufforderte, endlich Infos über den Verbleib des Tieres zu liefern.
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17.20 Uhr
Experten: «Buckelwal ist höchstwahrscheinlich tot»
Der Buckelwal Timmy, der nach monatelangen Rettungsbemühungen aus der Ostsee befreit worden war, ist nach Einschätzung von Experten des Deutschen Meeresmuseums vermutlich tot. Gegenüber der «Ostsee»-Zeitung erklärten Fachleute am Dienstag, der stark geschwächte Zustand des Tieres habe seine Überlebenschancen massiv eingeschränkt.
In der Mitteilung heisst es: «Die letzte nachweisbare Sichtung des Buckelwales im offenen Meer erfolgte am 2. Mai um 9.24 Uhr via Drohne. Es gibt danach keine weiteren unabhängig verifizierbaren Informationen über den Aufenthaltsort und die gesundheitliche Verfassung des Tieres. Da sich der Wal in einem extrem geschwächten Zustand befand und nach früheren Rettungsversuchen innerhalb kurzer Zeit immer wieder strandete, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er nicht genug Kraft besass, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen und nicht mehr lebt.»
Bereits zuvor hatten Experten Zweifel an Berichten geäussert, wonach ein Peilsender belege, dass der Wal noch lebt. Demnach verfügt der eingesetzte GPS-Sender nicht über die technischen Möglichkeiten, um Lebenszeichen zu erfassen.
Zudem bleiben Fragen zum Ablauf der Freilassung offen. Obwohl die Rettungsaktion monatelang von Medien und Tierschützern begleitet wurde, existieren von der eigentlichen Freilassung offenbar keine Videoaufnahmen.
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Montag, 4. Mai 2026, 1.01 Uhr
Schlepper kommt nach Wal-Transport in Cuxhaven an
Eines der beiden Schiffe, die den mehrfach vor der deutschen Küste gestrandeten Wal in die Nordsee brachten, ist am Sonntagabend in Cuxhaven eingelaufen. Nach Informationen eines dpa-Reporters vor Ort machte der Schlepper «Fortuna B» kurz vor Mitternacht im Hafen fest. Die Polizei war vor Ort.
Der Wal war am Samstag etwa 70 Kilometer von der nördlichsten Stadt Dänemarks, Skagen, entfernt abgesetzt worden. Angaben zum Zustand des Tiers zu diesem Zeitpunkt und zum genauen Ablauf der Freisetzung wurden nicht bekannt, auch öffentlich zugängliche Bilder oder Videos gab es nicht.
Die «Fortuna B» liegt nach ihrem Wal-Rettungseinsatz am Sonntagabend im Hafen von Cuxhaven. Bild: Keystone/DPA/Kai MoorschlattDas andere grosse Schiff des Transport-Konvois war die «Robin Hood». Sie befand sich am späten Sonntagabend nach Daten des Schiffs-Ortungsdienstes Vesselfinder in der Nähe der Westküste Dänemarks.
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16.18 Uhr
Rätselraten um Timmys Freilassung
Noch immer ist unklar, wie Buckelwal Timmy die Barge verliess und ins offene Meer zurückkehrte. Es fehlen Live-Aufnahmen, wie die Entlassung des Wals in die Freiheit vonstatten ging. Auch der Live-Stream von News5 konnte liefert keine genauen Aufschlüsse. Auf Facebook schreibt die Nachrichtenagentur zu den letzen Bildern von Timmy auf dem Lastkahn: «Es gab tatsächlich einen Livestream vom Boot aus. Allerdings konnte man dort nur erahnen, was genau passiert, weil es keinerlei klare Kommunikation vom Helferteam gab, wann welcher Schritt erfolgt. Auch für uns kam die Situation sehr überraschend.» Wie der abschliessende Rettungsvorgang genau vonstatten ging, bleibt damit bislang ungeklärt.
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14.18 Uhr
Timmy ist frei – doch jetzt droht Gefahr durch Orcas
Nach seiner spektakulären Rettung bleibt die Lage von Buckelwal Timmy weiterhin kritisch. In der «Berliner Morgenpost» warnt die Wildtiere spezialisierte Tierärztin Kerstin Alexandra Dörnath vor einer düsteren Entwicklung.
Sie hält das Vorgehen der Retter*innen und vor allem die Aussetzung des Wals in der Nordsee für falsch, bezeichnete sie als «Ticket in den Rachen der Orcas». Das geschwächte Tier könnte im offenen Meer zudem schon bald leichte Beute für Orcas werden.
Gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) sprach Dörnath von «Aktionismus statt Sachverstand». Timmy sei stark geschwächt. Das habe sich schon daran gezeigt, dass der Wal sich vor dem Transport ohne Widerstand Gurte habe anlegen lassen.
Die Veterinärin hatte bereits vor der Freilassung eine kritische Prognose gestellt. Ihre Einschätzungen steht im Kontrast zu den Hoffnungen vieler Helfer*innen und Beobachter*innen, die die Rettung von Timmy als Erfolg werten.
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12.55 Uhr
Walflüsterer aus Peru: «Timmy, du hast das Unmögliche möglich gemacht»
Rund um den Bucklewal scharten sich in den letzten Tagen und Wochen viele Helfer*innen und solche, die sich dafür halten. Einer davon ist Sergio Bambarén aus Peru.
Er ist Schriftsteller und, zumindest laut dem «Spiegel», selbsternannter Walflüsterer. Im NDR behauptete der Umweltschützer vor zwei Wochen, er habe Techniken, um das Tier zu beruhigen: «Wenn der Wal gesund genug und ruhig ist, besteht eine Chance.»
«Ich habe das Gefühl, wir können die Welt zu einem besseren Ort machen und besser auf unseren wunderbaren blauen Planeten achten»: Sergio Bambarén, Walflüsterer. Bild: Screenshot FacebookHeute Morgen nun schreibt Bambarén in einem Post auf Facebook, Freunde aus «fast allen Ländern Europas, Lateinamerika, sogar Afrika» hätten ihm Berichte geschickt – überall die gleiche Nachricht: «Hope», so nennt er den Wal, «ist frei.»
Und weiter: «Hoffnung ist kostenlos ... Ich habe das Gefühl, wir können die Welt zu einem besseren Ort machen und besser auf unseren wunderbaren blauen Planeten achten – im Einklang und mit Respekt für jedes Lebewesen. Danke, Hope… du hast das Unmögliche möglich gemacht. Tschüss, mein Freund – bis wir wieder von dir hören.»
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12.15 Uhr
Das verrät der beschädigte Tracker über Buckelwal Timmy
Am Tag bevor Timmy aus der Barge schwamm, wurde an seinem Körper ein GPS-Sender angebracht. Zunächst hiess es, der Buckelwal müsse sich mindestens 10 Sekunden komplett unter Wasser befinden, damit dieser Daten senden könne.
Nach Informationen der «Bild» sendete das Gerät am späteren Samstagnachmittag erstmals Signale aus – allerdings nur sporadisch. Es wird deshalb vermutet, dass der Sender beschädigt ist. Nach wie vor ist deshalb auch unklar, wo sich Timmy genau aufhält.
Immerhin, eine gute Nachricht gibt es: Immer wenn der Wal auftauche und der Tracker an der Luft sei, sende dieser zumindest die Vitalwerte («alles im grünen Bereich») an das Rettungsteam um Rennpferdesportbesitzerin Karin Walter-Mommert und Media-Markt-Mitgründer Walter Gunz.
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11.15 Uhr
Wie kam Buckelwal Timmy frei?
Seit gestern Samstagmorgen ist Buckelwal Timmy wieder frei. Er soll in Richtung Atlantik schwimmen. Bestätigte Tracking-Daten wurden bisher allerdings noch nicht veröffentlicht.
Es fehlen zudem Bilder oder Videos, die zeigen, wie das Tier gestern aus der Barge geschwommen ist. Deshalb ist auch noch unklar, ob sich der Buckelwal selbst freigeschwommen hat oder ob ihm die Crew dabei helfen musste.
Laut «Bild» war zum Zeitpunkt des Freischwimmens kein Team-Mitglied von der Retter-Initiative vor Ort. Bisher äusserte sich der zuständige Kapitän der Fortuna B noch nicht zur aktuellen Situation.
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9.15 Uhr
Das sind die grössten Gefahren, die Timmy in den nächsten Tagen drohen
Buckelwal Timmy scheint auf dem Weg in Richtung offenes Meer zu. Doch die Situation bleibt weiterrhin äusserst angespannt. Sein Überleben hänge nun entscheidend von seinem Zustand nach den Strapazen ab, erklärt der deutsche Meeresbiologe und Walforscher Fabian Ritter gegenüber der «Bild».
Als grösste unmittelbare Gefahr nennt Ritter die Erschöpfung des Tieres. Der lange Aufenthalt in ungeeigneten Gewässern, Stress sowie mangelnde Nahrung könnten Timmy zu stark geschwächt haben – im Extremfall mit tödlichen Folgen. Auch die Nahrungssuche bleibt kritisch: In der Ostsee fand der Wal nicht ausreichend Futter. Ob er rechtzeitig wieder in nährstoffreiche Gebiete gelangt, ist ungewiss.
Zudem besteht das Risiko von Orientierungsproblemen. Sollte der Buckelwal weiterhin Schwierigkeiten haben, sich zu orientieren, könnte er erneut in für ihn gefährliche Regionen geraten. In stärker befahrenen Gewässern drohen ausserdem Kollisionen mit Schiffen – eine der häufigsten Gefahren für grosse Meeressäuger.
Mögliche innere Verletzungen oder anhaltender Stress könnten seine Überlebenschancen zusätzlich beeinträchtigen. Insgesamt bleibt die Lage um Buckelwal Timmy also weiterhin unsicher. Erst in den kommenden Tagen dürfte sich zeigen, ob sich das Tier wirklich erholt und den Weg zurück in sichere Gewässer findet.
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Sonntag, 3. Mai, 7 Uhr
Geldgeber distanzieren sich von Freilassung durch Schiffs-Crews
Die beiden Millionäre, Rennpferdesportbesitzerin Karin Walter-Mommert und Media-Markt-Mitgründer Walter Gunz, die den Rettungseinsatz für Buckelwal «Timmy» finanziert haben, gehen auf Distanz zur gestrigen Freilassungsaktion.
In einem Brief, die der Zeitung «Bild» vorliegt, schreiben sie: «Wir konstatieren hiermit, dass wir an der ... Entlassungsaktion des Wals weder beteiligt waren noch diese aktiv begleitet haben. Etwaige Konsequenzen für nicht abgestimmte Handlungen am und um den Wal haben der Eigner, die Betreiber und uns bekannte Personen der Crew der Schiffe Fortuna B und Robin Hood zu tragen.»
Und weiter: «Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich von den Geschehnissen und der Art und Weise, welche zur Aussetzung des Wals führten.»
Walter-Mommert bemängelte, dass die für gestern Samstag geplanten tierärztlichen Untersuchungen nicht durchgeführt wurden, weil die beteiligten Ärztinnen entgegen der Absprache nicht zur Barge gebracht wurden. «Sie wurden aus unbekannten Gründen auf einen späteren Transport verwiesen, der jedoch nie erfolgte.»
Zudem heisst es in der Stellungnahme, der Walexperte Jeffrey Foster sei unter Druck gesetzt worden, die Freilassung ohne eine erneute tierärztliche Kontrolle voranzutreiben. Zwischenzeitlich sei ihm sogar verboten worden, sein Handy zu nutzen – unter der Drohung, es ins Meer zu werfen.
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17.20 Uhr
Erste Signale nach sieben Stunden eingetroffen
Der am befreiten Buckelwal angebrachter Tracker hat nach sieben Stunden die ersten Signale gesendet. Dies berichtet «Bild». Demnach wurde der Peilsender möglicherweise beschädigt, als der Wal aus der Barge entlassen wurde. Laut den Daten bewegt sich Timmy in die richtige Richtung .
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13.47 Uhr
Wal im Meer – weiter keine Angaben zu Senderdaten
Der zuvor freigelassene Buckelwal ist wieder im offenen Meer, doch wichtige Ortungsdaten fehlen weiterhin. Laut Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern wurden die Peildaten mehrfach angefordert, liegen aber nicht vor. Umweltminister Till Backhaus kritisierte: «Es war vereinbart, dass uns die Daten übermittelt werden. (…) Uns sind bis heute keine Daten zur Verfügung gestellt worden.» Auch ein zugesagtes Videosystem zur Überwachung durch Tierärzte sei nicht installiert worden.
Unklar ist zudem, in welche Richtung der Wal schwimmt und in welchem Zustand er sich befindet. Laut der privaten Initiative können dazu vorerst keine Angaben gemacht werden. Experten schlagen Alarm: «Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe», sagte Walforscher Fabian Ritter. Ohne Tracking lasse sich nicht beurteilen, ob die Rettungsaktion erfolgreich war.
Auch die Überlebenschancen werden kritisch gesehen. Der Wal wurde in einer stark befahrenen Schifffahrtsroute ausgesetzt, Greenpeace spricht von «minimalen» Chancen. Fachleute bezweifeln zudem, ob das geschwächte Tier noch normal tauchen und fressen kann. Eine Rettung sei erst dann gegeben, wenn der Wal langfristig im Nordatlantik überlebt, betont die Organisation WDC.
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Samstag, 2. Mai, 09.17 Uhr
Timmy ist wieder frei
Der Buckelwal Timmy ist wieder frei. KEYSTONEDer zuvor an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal ist derzeit verschwunden. Laut einem Sprecher der Wasserschutzpolizei wurde das Tier abgetaucht und bisher nicht wieder gesichtet. Timmy ist wieder in der Freiheit.
Ein Boot soll nun vorbereitet werden, um bei Tageslicht nach dem Wal zu suchen und zu klären, ob er seinen Weg gefunden hat oder erneut feststeckt. Auch das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern teilte mit, es gebe noch keine neuen Erkenntnisse. Der Wal sei zuletzt am späten Montagabend im Hafen von Wismar gesehen worden und später wieder in Richtung Seebrücke geschwommen.
Am Montagabend hatte sich das Tier aus eigener Kraft befreit. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte dazu: «Der Wal kämpft – aber er ist angeschlagen.» Nun müsse er sich selbst helfen. Der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, erklärte: «Wir haben uns mit internationalen Experten ausgetauscht, die uns geraten haben, den Wal mit Lärm zu aktivieren. Dafür haben wir die richtige Situation abgewartet.» Sandra Schöttner von Greenpeace bezeichnete die Aktion als «guten ersten Schritt auf dem Weg», auch wenn dieser für den Wal noch weit sei.
Wie der Buckelwal in die Ostsee gelangte und weshalb er den Weg hinaus bisher nicht fand, ist unklar. Ziel bleibt, dass das Tier die Meerengen erreicht und von dort in die Nordsee und weiter in den Atlantik schwimmen kann. Der Wal war seit dem 3. März in Küstennähe unterwegs und lag zuletzt seit Samstag in flachem Wasser vor Wismar. Zuvor war er in der Nacht zum 23. März auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand gestrandet und konnte sich nach einer ausgehobenen Rinne wieder befreien. Laut Sea Shepherd hatte sich das Tier zuvor in einem Stellnetz verfangen.
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21.13 Uhr
Timmy vollführt wilde Schwimmbewegungen in seinem Reisebett
Buckelwal Timmy schwimmt relativ wild im Wasserbecken der Barge hin und her. Wie «Bild» berichtet, stösst er Fontänen aus. Mehrere Helfer stehen oberhalb der Barge und beobachten jede Bewegung des Buckelwals.
Gerade schwamm Timmy direkt auf den offenen Ausgang der Barge zu. Kurz sah es so aus, als würde er sich selbst freischwimmen. Doch dann folgte wieder die Kehrtwende er schwamm wieder in sein Reisebett hinein.
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17.17 Uhr
Buckelwal Timmy könnte in die Freiheit schwimmen – aber er tut es nicht
Auf der Reise Richtung Nordsee bleibt das Heck der Barge offen. Timmy könnte also jederzeit in die Freiheit schwimmen. Bislang will er das Transportboot jedoch nicht verlassen. Heute Nachmittag war geplant, den Wal gegen 17 Uhr ins Meer schwimmen zu lassen.
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16.17 Uhr
Buckelwal-Konvoi steuert wieder Richtung Nordsee
Der Schiffskonvoi mit dem mehrfach an deutschen Küsten gestrandeten Buckelwal nähert sich wieder dem Übergang zur Nordsee. Der Schlepper, die Barge mit dem Wal und das Begleitschiff fuhren am Nachmittag stetig Richtung Norden, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war. Die Freisetzung des Wals erfolgt deshalb womöglich doch, wie ursprünglich geplant, in der Nordsee.
Mitglieder der verantwortlichen privaten Initiative hatten am Mittag bekräftigt, dass jeder Kilometer Richtung Nordsee zähle. Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.
Das Transportschiff mit dem Walist aktuell wieder in nördlicher Richtung unterwegs. Bild: dpa -
14.43 Uhr
Timmy soll freigelassen werden: Netz von Barge mit Buckelwal in Ostsee entfernt
Das Sicherungsnetz an der Barge mit dem sich darin befindenden Buckelwal ist entfernt worden. Das ist auf einem Live-Video von News5 zu sehen ist. Der Buckelwal könnte also jederzeit ins Meer schwimmen. Noch ist er jedoch an Bord.
Der Schlepper mit der angehängten Barge befindet sich noch ein Stück vor dem nördlichen Ende Dänemarks und damit noch in der Ostsee. Am nördlichsten Punkt Dänemarks, nahe der Stadt Skagen, fliessen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird. Plan der Initiative war eigentlich, das Tier erst in der Nordsee an einer geeigneten Stelle abzusetzen.
Der Buckelwal wird in seiner Barge vom Schlepper Fortuna B entlang der dänischen Küste in Höhe Aarhus in Richtung Nordsee durch die Ostsee gezogen, die Robin Hood begleitet den Konvoi weiterhin. Bild: Keystone -
10.27 Uhr
Schleppaktion wegen Wetter unterbrochen
Der Lastkahn mit dem gestrandeten Buckelwal hat nach tagelanger Reise fast die Nordsee erreicht. Rund 11 Seemeilen (etwa 20 Kilometer) vor dem nördlichsten Punkt Dänemarks bei Skagen drehte das Schiff jedoch vorerst ab. Grund sind schwierige Wetterbedingungen, wie der Kapitän des Begleitschiffs «Robin Hood», Martin Bocklage, dem Sender NDR erklärte.
Das Team der privaten Rettungsinitiative berät nun über das weitere Vorgehen. Diskutiert wird, ob man an einer geschützteren Stelle auf besseres Wetter warten soll oder den Wal direkt vor Ort freilässt. Der starke Wellengang birgt ein erhöhtes Verletzungsrisiko für das geschwächte Tier in der mit Wasser gefüllten Transport-Barge.
Der rund zwölf Meter lange Buckelwal war zuvor wochenlang im flachen Wasser vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Trotz Kritik von Wissenschaftlern und Tierschützern wurde das Tier geborgen und auf einen Lastkahn verladen, der es in tiefere Gewässer bringen soll. In Dänemark wäre eine erneute Rettung ausgeschlossen: Die Behörden greifen bei gestrandeten Walen grundsätzlich nicht ein, da dies als natürlicher Vorgang gilt.
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Freitag, 1. Mai, 06.54 Uhr
Heute könnte er in Freiheit sein
Über Tage steckte der Wal an der Küste der Ostsee fest. sdaDie Rettung von Buckelwal Timmy nahm plötzlich Fahrt auf: Nach tagelangen Vorbereitungen schwamm das Tier selbstständig in eine mit Wasser gefüllte Barge. Dort begann am 28. April die Reise Richtung Nordsee – mit Aussicht auf Freiheit schon am 1. Mai.
Zuvor war der rund 12 Tonnen schwere Wal wochenlang orientierungslos in der Ostsee unterwegs und strandete Ende März vor der Insel Poel. Experten hielten ihn für geschwächt und gaben die Hoffnung auf, Timmy sollte ursprünglich in Ruhe sterben.
Doch private Geldgeber griffen ein: Der deutsche Unternehmer Walter Gunz und später auch Katrin Walter-Mommert finanzierten die spektakuläre Rettung. Seitdem wird Timmy Richtung Nordsee geschleppt – seine Freilassung könnte jederzeit erfolgen.
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Donnerstag, 30. April 2026, 5.03 Uhr
Transportschiff mit geborgenem Wal jetzt vor Dänemark
Das Transportschiff mit dem vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern geborgenen Wal ist weiter in Richtung Nordsee unterwegs. Am frühen Morgen fuhr der Schlepperverband vor der dänischen Küste in Richtung der Westküste Schwedens. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder war das Schiff gegen 04.45 Uhr etwa 3 Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) südwestlich der dänischen Insel Sejero unterwegs.
Am Dienstag war es gelungen, den wochenlang an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal in eine sogenannte Barge zu bugsieren. In diesem mit Wasser gefüllten Lastschiff, das von dem Mehrzweckschiff «Fortuna B» gezogen wird, ist das Tier auf dem Weg in Richtung Nordsee. Nach Plänen der privaten Initiative, die für die Bergung verantwortlich ist, soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann dort ausgesetzt werden.
Das Schiff «Fortuna B» (l.) zieht am Mittag vor Fehmarn die Barge mit dem gestrandetem Wal. Im Hintergrund ist die dänische Küste zu sehen. Bild: Keystone/dpa/Bodo MarksDas dänische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere in Dänemark prinzipiell nicht rette. Strandungen seien demnach «ein natürlich vorkommendes Phänomen» und Wale sollten generell «nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört» werden. Zu dem konkreten Fall des an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals äusserte sich das Ministerium nicht.
Der rund zwölf Meter lange und etwa zwölf Tonnen schwere Meeressäuger hatte vier Wochen in der Bucht der Insel Poel festgesteckt. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler versucht die private Initiative seit Mitte April, den gestrandeten Wal zu bergen und lebend in die Nordsee oder in den Atlantik zu bringen.
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19.10 Uhr
Timmy hat Sonnenschutz
Ein Mitglied der Initiative auf dem Schleppverband sagte, über der Barge mit dem Wal sei am Vormittag ein Sonnensegel angebracht worden, um den Wal zu schützen. Zudem sei er bewässert worden. Er floate und bewege die Flipper. Gefüttert werden solle der Wal nicht.
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15.07 Uhr
So geht's weiter, wenn der Wal aus dem Kahn schwimmt
Der Wal wurde zunächst mit einem Sender ausgestattet, der unter Wasser nicht funktioniert. Die private Rettungsinitiative gab an, mit einem neuen GPS-Sender nachzubessern. Ohne funktionierenden Sender droht unbemerkt zu bleiben, würde das geschwächte Tier binnen Tagen oder Wochen nach dem Freisetzen verenden.
Die Informationen, wo sich der Wal befinde, würden aber nur den Teammitgliedern der Privatinitiative und dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt, sagte die Rechtsanwältin der Initiative, Constanze von der Meden. Es solle vermieden werden, dass Menschen losführen und nach dem Wal schauten.
Ein Schlepperverband zieht den Wal in einem mit Wasser gefüllten Lastkahn kurz vor der dänischen Grenze. KeystoneEine langfristige vollständige Dokumentation sei für die Einschätzung der gesamten Massnahme essenziell, hiess es vom Meeresmuseum. «Insbesondere die öffentliche Verfügbarkeit der Trackerdaten in Echtzeit sowie Live-Videomaterial vom Wal während des Transports und während der Freilassung sind grundlegend für eine transparente Vorgehensweise und um wertvolle Erfahrungen für zukünftige Bergungen sammeln zu können.»
Auch das IWC Strandings Expert Panel der Internationalen Walfangkommission betonte die Wichtigkeit solcher Daten, unter anderem um die Intervention im Nachhinein aufzuarbeiten.
Eine langfristig erfolgreiche Rettung liesse sich vermutlich daran festmachen, dass der Wal in den nächsten Jahren in seinen nördlichen Nahrungsgründen, südlichen Paarungsgebieten oder auch dazwischen, während seiner Wanderungen, gesichtet und mittels Foto-ID eindeutig identifiziert werde, hiess es von WDC.
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11.54 Uhr
Experten dämpfen Hoffnung: «Wal dürfte kaum überleben»
Viel wurde über ein vermeintlich gutes Ende gejubelt, nachdem der vor der deutschen Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal erfolgreich in den Lastkahn getrieben war – Experten der Internationalen Walfangkommission (IWC) warnen jedoch vor einem Trugschluss.
«Das Tier scheint schwer geschädigt zu sein und dürfte selbst bei einer Verbringung in tieferes Wasser kaum überleben», hiess es vom zuständigen Expertengremium für Strandungen. «Nach unserer Einschätzung bedeuten diese Massnahmen, obwohl sie gut gemeint sind, eine erhebliche zusätzliche Belastung für ein Tier, das bereits schwer erkrankt ist, und bringen letztlich kaum Nutzen.»
Der Wal liegt in einem gefluteten Lastschiff und wird damit in Richtung Nordsee transportiert. KeystoneDie IWC wurde 1946 als internationale Organisation gegründet, die für die Regulierung des Walfangs und den Schutz der Wale zuständig ist. Heute zählt die Kommission 89 Mitgliedsländer.
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11.02 Uhr
Wal liegt in Barge auf Sandbett
Der aus einer flachen Bucht vor der deutschen Ostseeküste geborgene Buckelwal liegt während seines Transports in Richtung Nordsee in einem gefluteten Lastschiff auf einem Bett aus Sand.
Das Tier sei quasi sein eigener Anker, sagte ein Sprecher des Umweltministers des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommen, Till Backhaus, in Schwerin. Der Wal sei nicht angebunden. Am Mittag wollen der Minister und Beteiligte der Rettungsaktion über den aktuellen Stand berichten.
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10.14 Uhr
Wal-Transport wechselt Schleppfahrzeug
Auf seiner Reise Richtung Nordsee wird der Lastkahn mit dem gestrandeten Buckelwal an Bord nun von einem anderen Schiff weitergezogen. Die «Fortuna B» hat am Morgen vor 7.00 Uhr als Schleppfahrzeug übernommen, wie ein Mitglied der privaten Initiative, das an Bord ist, der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Am Dienstagabend hatte zunächst der Schlepper «Robin Hood» die Barge – also eine Art schwimmendes Becken – mit dem Wal am Ausgang der Kirchsee vor der Insel Poel übernommen. Anschliessend fuhr er samt dem mit Wasser gefüllten Lastkahn in die Wismarbucht und weiter hinaus auf die offene Ostsee. Begleitet wurde er von dem Mehrzweckschiff «Fortuna B», das nun die Schleppaufgabe übernimmt.
Laut dem Schiffs-Ortungsdienst VesselFinder befand sich der Verband gegen 8.00 Uhr östlich vor Fehmarn am Morgen. Nach Plänen der privaten Initiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann freigelassen werden.
Relief and joy were palpable as rescue workers tugged and guided a humpback whale stranded off Germany's Baltic coast into a floating tank within a barge that will later be pulled out to the North Sea https://t.co/LxEbdvolyH pic.twitter.com/HB2oQhi0Y5
— Reuters (@Reuters) April 28, 2026 -
4.32 Uhr
Schleppverband mit Wal ist auf dem Weg in die Nordsee
Der Schleppverband mit dem wochenlang an der Ostseeküste festsitzenden Buckelwal ist auf dem Weg Richtung Nordsee. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst VesselFinder befand sich der Verband am frühen Morgen circa 6 Seemeilen (rund 11 Kilometer) südöstlich von Fehmarn. Der Transport bewege sich mit «sehr langsamer Geschwindigkeit» in Richtung der Insel, sagte ein Sprecher der begleitenden Wasserschutzpolizei. Nach Plänen einer privaten Rettungsinitiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann freigelassen werden.
Der seit 23. März immer wieder in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist in dem für seinen Transport vorgesehenen Lastkahn angekommen. Das Tier soll nun mit dem Schiff in die Nordsee gebracht werden. Bild: Keystone/dpa/Stefan SauerAm Abend übernahm der Schlepper «Robin Hood» die Barge mit dem Wal am Ausgang der Kirchsee vor der Insel Poel. Anschliessend fuhr er samt dem mit Wasser gefüllten Lastkahn in die Wismarbucht und weiter hinaus auf die offene Ostsee.
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4 Uhr
Experten bangen um Gesundheit des Wals
Experten haben vor der jüngsten Bergung des immer wieder in der Ostsee gestrandeten Buckelwals Zweifel am Sinn des Unterfangens geäussert. «Der Allgemeinzustand des Wales hat sich weiter verschlechtert», betonten Wissenschaftler. Um den Gesundheitszustand des Wals zu überwachen, sollten nach Angaben der privaten Initiative Veterinärmediziner das Tier auf dessen mehrtägiger Reise in Richtung Nordsee begleiten.
Offen ist nach Expertenansicht auch, ob der Wal den Transport überstehen wird und ob er in der Nordsee oder im Atlantik wieder in Freiheit leben kann. Wissenschaftler vermuten, dass er vor seiner Strandung immer wieder flaches Wasser aufgesucht hatte, weil er geschwächt war und sich ausruhen wollte.
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Mittwoch, 29. April 2026, 0.33 Uhr
Wal-Transport fährt auf Ostsee weiter Richtung Fehmarn
Der Transport mit dem lange an der Küste gestrandeten Buckelwal hat die offene Ostsee erreicht. Ein Schiff der Wasserschutzpolizei Wismar begleitete das Gespann aus einem Schlepper und einer Barge samt Wal nördlich der Insel Poel bis zur offenen See, wie ein Sprecher am späten Dienstagabend erklärte. Die Polizei drehte dann wegen starken Windes ab. Der Transport fahre nun weiter in Richtung der Insel Fehmarn.
Der seit dem 31. März vor Poel festliegende Meeressäuger war zuvor durch eine eigens gebaggerte Rinne zu der Barge bugsiert worden. Die Verbringung des Tieres in den Lastkahn hatte mehrere Stunden gedauert. Um 14.45 Uhr am Dienstagnachmittag war der Buckelwal schliesslich in dem abgesenkten Kahn.
Auf Livestreams war zu sehen, wie der mit Wasser gefüllte Lastkahn, mit dem der Wal in die Nordsee gebracht werden soll, von kleineren Booten aus der Kirchsee der Insel Poel heraus in die Wismarbucht gebracht wurde. Dort nahm der Schlepper «Robin Hood» ihn auf den Haken.
Der motorlose Lastkahn mit dem Wal soll nun nach Angaben von Vertretern der privaten Rettungsaktion auf dem Weg zur Nordsee von dem Schlepper gezogen und dabei von einem weiteren Schiff begleitet werden.
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22.05 Uhr
Timmy soll zu Buckelwal-Familie gebracht werden
Nach Angaben der «Bild» soll Timmy in den Atlantik zu einer Gruppe von Buckelwalen gebracht und dort freigelassen werden. Es besteht die Hoffnung, dass er sich der Herde anschließt und von ihr angenommen wird. Ein genauer Zeitpunkt für die Auswilderung ist bislang nicht bekannt.
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21.22 Uhr
Übergabe erfolgt − Wo geht es jetzt hin?
Die «Robin Hood» hat die Barge auf den Haken genommen und schleppt sie weiter. In dem Kahn soll der Wal aufs offene Meer gebracht und dort in die Freiheit entlassen werden. Nach Daten der Tracking-Plattform Vesselfinder wird die «Robin Hood» voraussichtlich am 2. Mai gegen 12 Uhr Skagen in Dänemark erreichen und damit den Übergang zur Nordsee passieren.
Der im Atlantik heimische Säuger irrte seit Anfang März vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete mehrfach, zudem verfing er sich in Netzen. Seit vier Wochen lag er in einem Seitenarm der Wismarer Bucht auf Grund.
Helfer*innen feiern auf dem Transportschiff, nachdem der gestrandete Buckelwal vor der Insel Poel mit Gurten in den Lastkahn gezogen wurde. Bild: Keystone/dpa/Jens Büttner -
20.42 Uhr
Wal verlässt die Bucht: Übergabe an Schlepper steht bevor
Timmy hat den Abschnitt vor Poel hinter sich gelassen: Die Barge hat die Fahrrinne verlassen und befindet sich nun in der Wismarbucht. Inzwischen steuert das Gespann auf den Schlepper «Robin Hood» zu, der bereits zur Übernahme bereitliegt. Jetzt geht es doch recht schnell voran.
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20.05 Uhr
Timmys Wasser-Taxi fährt los
Nun kommt Dynamik in den Einsatz: Die Barge wurde gedreht und liegt inzwischen parallel zum Ufer. Der mit Wasser gefüllte Lastkahn, mit dem der Wal in die Nordsee gebracht werden soll, wurde am Abend von mehreren kleineren Booten weggeschoben, wie in Livestreams zu sehen war. Anschliessend wird die Barge aus dem Bereich manövriert und an einen Schlepper übergeben, der den Weitertransport übernimmt.
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18.30 Uhr
Letzte Vorbereitungen − Wasser abpumpen
Der Abtransport des Buckelwals steht kurz bevor: In den nächsten Stunden soll der Lastkahn in die Wismarbucht geschleppt werden. Aktuell werde noch Wasser aus den Tanks der sogenannten Barge abgepumpt, teilte Felix Bohnsack, technischer Leiter der privaten Transportinitiative, in Kirchdorf mit. Durch das Abpumpen steige der Wasserstand im Inneren des schwimmenden Beckens auf etwa 1,60 bis 1,75 Meter.
Sobald dieser Vorgang abgeschlossen sei, werde die Barge auf demselben Weg wieder aus der Bucht manövriert, auf dem sie zuvor hineingebracht worden war, so Bohnsack. Am Ausgang der Bucht solle ein weiterer Schlepper übernehmen und den Transport in Richtung Nordsee fortsetzen. Die nächsten Schritte würden voraussichtlich innerhalb eines Zeitfensters von zehn bis 14 Stunden erfolgen.
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17.58 Uhr
Tierärztin spricht Klartext
Die Tierärztin des Rettungsteams Kirsten Tönnies hat im Hafen die Behörden scharf kritisiert – aber auch der Gesellschaft ins Gewissen geredet. Sie wolle die Gelegenheit nutzen, um auf den Tierschutz aufmerksam zu machen, sagte sie im Hafen von Kirchdorf gegenüber Journalisten: «Es ist für mich wieder ein Lehrbeispiel, wie in Deutschland durch Behörden und Ministerien Tierschutz verhindert wird», kritisiert sie.
Zudem macht sie darauf aufmerksam, dass es «nicht nur um Timmy» gehe, sondern dass man als Gesellschaft so weit sei, «viel mehr zu hinterfragen, wie wir die Welt kaputt machen, und hier wurde es offensichtlich.»
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17.07 Uhr
Backhaus: «War kurz davor, ins Wasser zu springen»
«Mir fällt wirklich ein Stein vom Herzen», sagt der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, nach der gelungenen Aktion. «Ich war auch kurz davor, ins Wasser zu springen, um ihm noch auf den letzten Meter mitzuhelfen». Er habe sich dann aber zusammengerissen. Der Minister sagte, er habe auf dem Schiff, von wo er die Aktion beobachtete, geweint.
Nach der Aktion fielen sich die Helfer der privaten Rettungsinitiative im Hafen in die Arme, bei manchem rollte eine Träne der Erleichterung nach Wochen der Anspannung. Bei ihrer Ankunft im Hafen von Kirchdorf werden sie von den Anwesenden teils mit Jubel und Klatschen empfangen.
Doch die Reise im schwimmenden Becken in Richtung Nordsee steht noch bevor. Sie soll gegen Abend starten, wenn die See ruhiger wird, so Backhaus.
Zahlreiche Helfer zogen den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel mit Gurten zu dem Transportschiff. Philip Dulian/dpa -
14.44 Uhr
Wal schwimmt in Barge
Grosser Erfolg für die private Rettungsaktion: Der in der Ostsee vor Deutschland gestrandete Buckelwal ist in dem für seinen Transport vorgesehenen Lastkahn angekommen. Das Tier bewegte sich in die sogenannte Barge, nachdem Helfer ihn zuvor mit Gurten in diese Richtung gezogen hatten, wie auf Livestreams zu sehen war.
Damit ist der Buckelwal in seinem Wassertaxi angekommen. Nun soll die Konstruktion mit einem Schlepper Richtung Nordsee transportiert werden.
#Timmy ist in der Barge! 🥳 Ein großer Meilenstein ist geschafft. Hier der Moment. Was für ein Kämpfer und was für ein tolles Team. Eine mega Leistung 👏🏻#Buckelwal #Hope #Poel https://t.co/9GnVyQwapu pic.twitter.com/PWV3Cmo6sY
— Madness (@madness_ovaload) April 28, 2026 -
Dienstag, 28. April, 10.16 Uhr
Wal ist transportfähig – Bergung kann starten
Die entscheidende Phase des Rettungsversuchs des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals kann beginnen. Die Tierärzte der privaten Initiative halten das seit vier Wochen in einer flachen Bucht der deutschen Insel Poel vor Wismar festsitzende Tier für transportfähig, wie der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, in Kirchdorf auf Poel sagte.
Die Regierung des nordostdeutschen Bundeslandes gab zudem grünes Licht dafür, dass Gurte genutzt werden dürfen, um den rund zwölf Tonnen schweren Wal durch eine gebaggerte Rinne zum mit Wasser gefüllten Transportkahn zu führen.
Die Barge, ein Lastkahn, steht für den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel bereit. KeystoneDer Wal soll an Bord eines Lastkahns, mit dem normalerweise etwa Schiffe transportiert werden, seine Reise Richtung Nordsee antreten. Das Tier soll vorwärts durch eine eigens im flachen Wasser geschaffene Rinne in die sogenannte Barge gelenkt werden.
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21.04 Uhr
Gelingt die Verladung? Wal-Transport soll am Dienstag starten
Nach vier Wochen vor der Insel Poel soll am Dienstag der aufwendige Abtransport des dort liegenden Buckelwals starten. Man werde früh anfangen, sagte Oliver Bartelt von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die die Aktion unterstützt, am Vortag. «Im Laufe des Vormittags ist es angedacht, dass der Rettungsversuch startet.»
Mit Hilfe eines Gurtes soll das Tier in eine Art Lastkahn, eine sogenannte Barge gezogen werden, die ihn bis zur Nordsee bringen soll. Dieser absenkbare Lastkahn ohne eigenen Antrieb war eigens aus der Elbe kommend durch den Nord-Ostsee-Kanal geholt worden und erreichte laut Schiffortungsdiensten am Montagnachmittag den Hafen von Wismar, wo weitere Vorbereitungen an ihm vorgenommen werden sollten.
In der Barge, die nach Angaben der Initiative normalerweise etwa für Schiffstransporte genutzt wird, soll der Wal samt Wasser bewegt werden. Ein Schiff soll den Lastkahn ziehen.
Ursprünglich war geplant gewesen, den Wal rückwärts mit Hilfe einer Plane in den Lastkahn zu bewegen. Dieser Plan wurde nun verworfen. Tierärzte und Experten hätten sich dagegen ausgesprochen, sagte die beteiligte Kleintierärztin Kirsten Tönnies. Stattdessen soll der Wal nun vorwärts mittels des breiten, flexiblen Gurtes in die Barge gelenkt werden. «Das wird so sein, dass der praktisch unter seiner Brust lang läuft, sich ja einmal hinten um die Flipper überschlägt, und darüber ziehen wir ihn.» Flipper sind die Brustflossen bei Walen.
Der für den Transport des Buckelwals vor Poel gedachte Lastkahn passiert den Nord-Ostsee-Kanal. Bild: Bodo Marks/dpa -
Montag, 27. April, 15.45 Uhr
Gestrandeter Wal wird immer schwächer
Dem gestrandeten Wal an der Ostsee geht es schlechter. Vor der Ostseeküste bei Wismar verschärft sich die Situation rund um den gestrandeten Buckelwal Timmy. Wie Tierärztin Kirsten Tönnies an einer Medienkonferenz erklärte, hat sich der Zustand des Tieres weiter verschlechtert. Die Atmung sei flacher geworden, der Wal baue sichtbar ab.
Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hat in den vergangenen Tagen deutlich an Gewicht verloren. Sein Zustand sei zwar noch ausreichend zum Überleben, doch die Zeit drängt. Entscheidend sei nun, das Tier möglichst rasch von der Sandbank zurück ins tiefere Wasser zu bringen.
Für Dienstagmorgen ist ein umfassender Rettungsversuch geplant. Dabei soll Timmy mithilfe von Gurten in ein spezielles Transportbecken auf einer schwimmenden Plattform geführt werden. Ziel ist es, den Wal anschliessend ins offene Meer zu bringen.
Die Verantwortlichen setzen dabei bewusst auf ein möglichst schonendes Vorgehen. Der Wal soll nicht mit Gewalt bewegt werden, sondern eigenständig den Weg in die vorbereitete Konstruktion finden. Wie lange dieser Prozess dauern wird, ist unklar.
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Sonntag, 26. April 2026 - 4.00 Uhr
Transportaktion soll Mitte der Woche starten
Der vor der Ostsee-Insel Poel gestrandete Buckelwal soll in einem Transportkahn tagelang bis in die Nordsee geschleppt werden. Das sagte der technische Leiter der privaten Initiative für einen Transport des Tiers, Felix Bohnsack, am Abend vor Journalisten in Kirchdorf. Demnach soll der Buckelwal in dreieinhalb Tagen an Fehmarn vorbei bis zur mehr als 400 Kilometer entfernten Nordsee bei Skagen gebracht werden. Dort werde man den Zustand des Tiers bewerten und «schauen, wie die Reise überstanden wurde», so Bohnsack.
Das Konzept der privaten Initiative hat inzwischen auch grünes Licht aus Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium bekommen, wie Till Backhaus (SPD) am Samstag im Hafen von Kirchdorf sagte. Das Konzept werde geduldet - die Verantwortung liege weiterhin bei der Initiative. Nach Eindruck der beteiligten Kleintierärztinnen sei das Tier transportfähig.
Die Initiative geht davon aus, dass der Transport des Wals mit dem Lastkahn zwischen Dienstag und Mittwoch starten könne. Die Barge soll am Sonntag in Poel ankommen und dort für den Transport umgebaut werden.
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Samstag, 25. April 2026, 19.01 Uhr
Warten auf den Transportkahn
In eine Art stählernes Aquarium gesperrt soll der vor der Ostsee-Insel Poel gestrandete Buckelwal bis in die Nordsee oder gar bis in den Atlantik geschleppt werden. Dieses neue Konzept der privaten Initiative für einen Transport des Tiers hat nun grünes Licht, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus im Hafen von Kirchdorf sagte. Das Konzept werde geduldet – die Verantwortung liege weiterhin bei der Initiative. Nach Eindruck der beteiligten Kleintierärztinnen sei das Tier transportfähig.
Der Plan sieht vor, den zwölf Tonnen schweren Walbullen mit einer Art Lastkahn, einer sogenannten Barge, zu transportieren. Die an der Aktion beteiligte Kleintierärztin Kirsten Tönnies sagte, die Initiative gehe davon aus, dass der Transport des Wals mit dem Lastkahn zwischen Dienstag und Mittwoch starten könne. Derzeit befindet sich die Barge noch nicht vor Poel. Backhaus sagte, es solle noch bekanntgegeben werden, wann sie ankommen werde.
An der benötigten mehr als 100 Meter lange Rinne war bereits gebaggert worden. Sie soll weitgehend fertig sein, hiess es schon am Morgen aus dem Team. Der vier bis sechs Jahre alte Wal soll durch die Rinne auf den absenkbaren Kahn gelotst werden. Das stählerne Becken soll dann von einem Schlepper gezogen in die mehr als 400 Kilometer entfernte Nordsee starten.
Am Vormittag waren rund 40 mit Sand gefüllte sogenannte Big Bags verladen und mit einem Schwimmponton in die Kirchsee-Bucht bugsiert worden. Dann wurde begonnen, sie am Wal zu platzieren. Als Barriere sollen sie verhindern, dass er sich bei steigenden Wasserständen noch weiter in die Flachwasserzone hinein bewegt. Am Sonntag sollte es höhere Wasserstände geben als in den Tagen zuvor. Schon einmal – am Montag – war das Tier bei steigendem Wasserstand plötzlich losgeschwommen.
Eine Rinne führt vom Wal in tieferes Gewässer. Philip Dulian/dpa -
17.54 Uhr
Schweizer Rettungsplan wurde abgelehnt
Das Rettungsdrama um den gestrandeten Wal rief nun auch ein Team aus der Schweiz auf den Plan. Die Unternehmerin Nathalie von Arx hat gemeinsam mit zwei erfahrenen Spezialisten für Grosstierrettungen ein eigenes Konzept entwickelt, schreibt Blick als erstes.
Der Vorschlag des Schweizer Teams zielt auf eine schnelle Umsetzung: Innerhalb von 24 Stunden könnte demnach ein Tragesystem unter den Wal gezogen werden, das mithilfe von Seilen, Auftriebskörpern und einem Boot eine schonende Rückführung ins Meer ermöglicht. Entscheidend sei, dass das Tier aktiv mitschwimmt und nicht gezogen wird. Für die anschliessende Phase im offenen Wasser sieht der Plan eine Konstruktion mit Bojen vor, die den Wal stabilisieren soll, ohne ihn weiter zu stressen.
Das Konzept wurde bei den deutschen Behörden eingereicht, inklusive Eilantrag beim Verwaltungsgericht Schwerin. Dieser wurde gestern jedoch abgelehnt. Das zuständige Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern bestätigte, dass der Schweizer Vorschlag bekannt sei, verwies aber auf die Entscheidung des Gerichts.
Die Behörde begründet ihre Zurückhaltung mit der Vielzahl eingegangener Ideen: Mehr als 6000 Vorschläge seien bereits eingetroffen, viele davon unausgereift. Zudem laufe aktuell ein privater Rettungsversuch. Ein paralleles Vorgehen mehrerer Initiativen solle aus Gründen des Tierwohls unbedingt vermieden werden.
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Freitag, 24. April 2026, 4 Uhr
Gestrandeter Wal kann frühestens Sonntag wegbewegt werden
Am Sonntag oder Montag wollen die privaten Wal-Helfer den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal aus seiner Notlage befreien. Bis Samstagmorgen soll dazu eine 110 Meter lange, 10 Meter breite und 2 Meter tiefe Rinne vom Liegeplatz des Wals zum tiefen Fahrwasser geschaffen werden, wie der mit den Baggerarbeiten beauftragte Unternehmer Fred Babbel am Donnerstagabend sagte. 40 Meter seien bereits geschafft, am Freitag sollen demnach weitere 40 Meter folgen.
Aktuell liegt der zwölf Tonnen schwere Meeressäuger in einer künstlich geschaffenen Kuhle. Das wurde nötig, weil der Wasserstand in den vergangenen Tagen gesunken ist und das Tier von seinem eigenen Gewicht erdrückt zu werden drohte. Damit der Wal aus der Kuhle in die Rinne gelangen kann, soll er Babbel zufolge mit einem Netz angehoben werden.
Allerdings hatte das Team am Abend noch kein grünes Licht vom Umweltministerium für den Plan. Am Konzept müssten noch einige Nacharbeiten stattfinden, sagte Babbel.
Der rund zwölf Meter lange Wal steckt seit rund drei Wochen in der Kirchsee-Bucht der Insel Poel fest. Die private Rettungsinitiative, die vom Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und von der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert wird, will den Wal zurück in den Atlantik bringen.
Ob der Buckelwal die Rettungsversuche überlebt, ist offen. Experten zufolge ist er stark geschwächt.
Helfer schütten Wasser auf dem Rücken des Buckelwals vor der Insel Poel und pflegen die Haut des Tieres. Bild: Keystone/dpa/Jens Büttner -
16.16 Uhr
Neuer Rettungsplan mit Lastkahn
Die private Initiative zur Rettung des vor der deutschen Ostseeinsel Poel liegenden Wals hat einen neuen Plan mit einem Lastkahn im Blick. «Ich möchte das Tier endlich verbringen», sagte die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die gemeinsam mit Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz das Projekt finanziert, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Man arbeite «weiter mit Hochdruck» an der Rettung.
Helfer stehen in direkter Nähe zum Wal (Aufnahme aus einem Flugzeug). Der vor drei Wochen bei Wismar gestrandete Buckelwal liegt weiterhin im Flachwasser fest. Bild: Keystone/dpa/Philip DulianNachdem die ursprüngliche Transportlösung mit Pontons und einer Netzplane nicht mehr aktuell ist, soll das zwölf Tonnen schwere Tier nach einer Mitteilung eines Mitglieds der Initiative nun mit einer sogenannten Barge transportiert werden.
Das neue Konzept sei bislang erst vorbesprochen. Die hierfür notwendigen und prüffähigen Unterlagen lägen dem Land derzeit nicht vor. «Die Initiative hat ihre Überlegungen skizziert. Für eine belastbare Bewertung benötigen wir jedoch ein vollständiges, fachlich nachvollziehbares Konzept», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.
Die entsprechenden Unterlagen sollen im Laufe des Tages eingereicht werden. Erst auf dieser Grundlage könne eine fachliche und rechtliche Prüfung erfolgen.
Bei der Barge handelt es sich um einen etwa 15 Meter breiten, absenkbaren Lastkahn, der nicht selbstständig fährt, sondern von Schleppern gezogen wird. Sie sei auf dem Weg aus dem Hamburger Raum, hiess es weiter. Wann genau sie eintreffe, sei nicht klar.
Der Chef des von der Initiative beauftragten Baggerunternehmens, Fred Babbel, kündigte an, dass vom jetzigen Liegeplatz des Wals eine 110 Meter lange, zehn Meter breite und zwei Meter tiefe Rinne zum Fahrwasser freigebaggert werden soll: «Das müssten wir in gut zwei Tagen schaffen.» Ein weiterer Bagger, der bei der Strandung vor Timmendorfer Strand im Einsatz war, solle «heute oder morgen früh» eintreffen, sagte Babbel.
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6.48 Uhr
Buckelwal liegt noch in Bucht – «Er war nicht so aktiv»
Der vor der Ostsee-Insel Poel gestrandete Buckelwal liegt weiter in der Kuhle am Ende der Kirchsee. Die Wasserschutzpolizei hat das Tier in der Nacht rund um die Uhr beobachtet. «Wir waren die ganze Nacht vor Ort. Er war nicht so aktiv», sagte ein Sprecher am Morgen der Deutschen Presse-Agentur.
Gegen 6.30 Uhr war auf den Livestreams zu erkennen, dass der Meeressäuger sich gelegentlich leicht bewegt und buckelt. Auch sein Atem war aufgrund der kleinen Wasserfontäne regelmässig zu erkennen.
Das Rettungskonzept für den Wal soll aktuell erneuert werden. Die private Hilfsinitiative arbeitet Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zufolge unter Hochdruck an einer Überarbeitung des Plans. Weitere Massnahmen müssten fachlich fundiert sein, das Verhalten des Tieres berücksichtigen und mit den zuständigen Stellen abgestimmt werden.
Ein wissenschaftliches Gutachten sei schon Anfang April zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Rettungsversuch nicht erfolgversprechend sei und erhebliche Risiken für das Tier berge. Auf dieser Grundlage hatte das Land entschieden, auf weitere aktive Eingriffe vorerst zu verzichten.
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3 Uhr
Ministerium duldet privaten Rettungseinsatz
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat Kritik an den Rettungsversuchen für den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal zurückgewiesen. «Wer nichts macht, macht auch keine Fehler», sagte Backhaus am Mittwoch auf Poel. Aber Tatenlosigkeit sei trotzdem keine Option. «Wir können gemeinsam sagen: Wir haben es versucht. Und der Versuch macht klug.» Der Umgang mit dem Tier wurde immer wieder von verschiedenen Seiten kritisiert, auch Backhaus selbst sah sich Vorwürfen ausgesetzt.
Till Backhaus (SPD), Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, arbeitet und referiert seit Wochen zum Buckelwal und sieht sich deshalb Kritik ausgesetzt. Bild: Keystone/dpa/Bernd WüstneckMit Blick auf das Vorgehen der aktuellen private Hilfsinitiative, die vor rund einer Woche von ihm grünes Licht für das Rettungskonzept erhalten hatte, sagte der Minister: «Es gab keinen Zuschlag und keine Genehmigung – sondern eine rechtlich gebotene Duldung.» Nach Deutschlands Bundesnaturschutzgesetz sei es allen erlaubt, einem hilflosen Tier zu helfen. Massstab für das staatliche Handeln sei ausschliesslich das Tierwohl. Das Land begleite die Massnahmen eng, Veterinärinnen und Veterinäre seien rund um die Uhr vor Ort.
Backhaus kündigte an, die Ereignisse politisch aufzuarbeiten. «Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Situationen künftig häufiger auftreten können. Deshalb werde ich mich auf Bundesebene für bessere gemeinsame Strukturen im Umgang mit Grosswalen einsetzen.»
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Donnerstag, 23. April 2026, 2.12 Uhr
Ministerium setzt auf neues Konzept für Wal-Rettung
Wie soll es mit dem vor Poel gestrandeten Buckelwal weitergehen? Den Wal mit Luftkissen anzuheben und mithilfe von Pontons und einer Plane abzutransportieren, komme jedenfalls nicht infrage, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Mittwochabend bei einer Stellungnahme vor der Presse. «Wir müssen das Konzept überarbeiten.»
Die private Hilfsinitiative, die vor rund einer Woche vom Umweltminister grünes Licht für das Rettungskonzept erhalten hatte, war nicht wie geplant vor die Presse getreten. Sie arbeite unter Hochdruck an einer Überarbeitung des Plans, sagte Backhaus. Weitere Massnahmen müssten fachlich fundiert sein, das Verhalten des Tieres berücksichtigen und mit den zuständigen Stellen abgestimmt werden. Im Zweifel könne das Land ein Veto einlegen.
Expert*innen der Internationalen Walfangkommission (IWC) empfehlen eine möglichst ruhige und palliative Versorgung des Meeressäugers. Backhaus sieht sich dadurch bestätigt. «Diese Einschätzung deckt sich mit der wissenschaftlichen Bewertung, die von Anfang an Grundlage unseres Handelns war», sagte er.
Ein Helfer wirft nasse Tücher zum Schutz der Haut auf den Rücken des festliegenden Buckelwals vor der Insel Poel in der Ostsee. Bild: Keystone/dpa/Jens Büttner -
11.01 Uhr
Wal bewegt sich wieder
Der Wal hatte am Morgen mit heftigen Bewegungen auf einen sich nähernden Taucher reagiert. Das Tier schlug heftig mit der Schwanzflosse, der Fluke, und drehte sich um beinahe 90 Grad, wie im Livestream von News5 zu sehen war. Die Helfer zogen sich daraufhin vom Tier zurück.
Nach wenigen Minuten beruhigte sich der Wal wieder und lag erneut still im hüfttiefen Wasser. Später fuhren sie erneut mit einem Boot zum Wal, an Bord waren Giesskannen zu erkennen. Es wurde mit einem grossen Schlauch Wasser in Richtung des jungen Meeressäugers gesprüht.
«Der Bergungsversuch geht jetzt in die heisse Phase über», sagte der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, am Hafen von Kirchdorf auf Poel, wo die Einsatzkräfte der privaten Rettungsinitiative am Morgen ein kleines Boot neben einem Arbeitsponton zu Wasser liessen. Der Wal bekomme jetzt eine weitere Chance, aber er müsse dabei auch mitmachen. Backhaus betonte, er sei überzeugt, dass das vorliegende Rettungskonzept, für das sein Ministerium die Duldung ausgesprochen habe, gut sei.
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08.40 Uhr
Kann der Wal überhaupt noch gerettet werden?
Der Ausgang der aufwendigen Aktion ist ungewiss. Die wichtigsten Punkte im Überblick.
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Freitag, 17. April, 8.31 Uhr
Rettungsaktion geht weiter
Bei der privaten Rettungsaktion für den vor der deutschen Ostseeinsel Poel liegenden Buckelwal hat Tag zwei begonnen. Sechs Helfer fuhren kurz nach 8.00 Uhr auf Booten im Morgennebel zu dem Tier und überprüften seinen Zustand, wie im Livestream von News5 zu sehen war. Sie erneuerten ein nasses Tuch auf dem Rücken des Wals.
Im Laufe des Tages soll versucht werden, das tonnenschwere Tier mit Luftkissen anzuheben. Weil der Buckelwal aber seit mehr als zwei Wochen auf dem Grund festliegt, muss zunächst Meeresboden unter ihm weggespült werden.
Der Wal soll dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert werden. Wenn alles gut geht, kann ein Schlepper damit beginnen, die empfindliche Fracht in die tiefere Ostsee und dann durch Kattegat und Skagerrak in die Nordsee und schliesslich in den Atlantik zu ziehen. Dort könnte das Tier im besten Fall in die Freiheit entlassen werden.
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12.30 Uhr
Luftkissen-Aktion hat begonnen
Die Rettungsaktion vor der deutschen Ostseeküste hat begonnen. Im Livestream sind in unmitelbarer Nähe des Wals mehrere Personen und Boote zu erkennen.
Geplant ist laut DPA, den Bereich unter den Brustflossen des Wals freizuspülen. Anschliessend soll das Tier mit Hilfe von Luftkissen angehoben und eine Plane unter ihm hindurch geführt werden. Auf dieser zwischen zwei Pontons gespannten Plane soll der Wal dann abtransportiert werden. Ein Schlepper soll die beiden Pontons ziehen.
Wollen dem Wal zur Freiheit verhelfen: Retter in der Ostsee. Youtube/News5 -
11.42 Uhr
Greenpeace distanziert sich von neuer Wal-Rettungsaktion
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion für den vor der deutschen Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwal.
«Wir unterstützen die Rettungsaktion nicht, denn nach allen uns vorliegenden Informationen ist dieser Wal krank und stark geschwächt», teilte eine Sprecherin auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Laut wissenschaftlichen Gutachten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung seien die Erfolgsaussichten des Tieres bei einer Lebendbergung sehr gering und gingen mit einem hohen Verletzungsrisiko einher.
Greenpeace habe sich in den vergangenen Tagen an den Rettungsversuchen beteiligt. «Jetzt konzentrieren wir unsere Arbeit darauf, den Schutz der Meere auch als Lebensraum der Wale voranzubringen.»
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9.21 Uhr
Luftkissen, Plane, Pontons: So soll die Rettungsaktion ablaufen
Geplant ist laut DPA, den Bereich unter den Brustflossen des Wals freizuspülen. Anschliessend soll das Tier mit Hilfe von Luftkissen angehoben und eine Plane unter ihm hindurch geführt werden. Auf dieser zwischen zwei Pontons gespannten Plane soll der Wal dann abtransportiert werden. Ein Schlepper soll die beiden Pontons ziehen.
Dieses ambitionierte Vorhaben sei in seiner Form nach seiner Kenntnis einzigartig, sagt Till Backhaus, der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern.
«Er ist nicht aktiv, er ist erst recht nicht agil, aber er zeigt, dass da Leben noch drinsteckt», sagte auch Backhaus nochmals. «Er hat sicher schwere Schäden, das ist so.» Aber vielleicht gelinge die Rettung dennoch.
Die Verantwortung für die Aktion liege komplett bei den Initiatoren, betonte Backhaus, auch finanziell. «Die haben unser Haus komplett freigestellt.»
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7.08 Uhr
Was passiert mit dem Wal in der Wismarbucht?
Noch sind keien Aktivitäten rund um den Wal und im Blickfeld der Kamera zu beobachten. Das dürfte sich demnächst ändern, wenn der angekündigte Rettungsversuch startet. Der Livestream hält euch auf dem Laufenden.
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Donnerstag, 16. April 2026, 4.11 Uhr
Neuer Rettungsversuch soll in Kürze starten
Für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal soll der neue Rettungsversuch heute um 6 Uhr beginnen. Umgesetzt werden soll das Konzept von einer privaten Initiative, die für die Aktion laut dem deutschen Umweltministerium die Verantwortung trägt. Ohne die Aktion werde der Wal in jedem Fall sterben, hatte Mediamarkt-Gründer Walter Gunz der Deutschen Presse-Agentur gesagt. «Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet.»
Hinter dem Konzept stehen neben Gunz die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die aus dem Pferdesport bekannt ist. Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) ist geplant, heute Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben. Dazu soll Schlick unter ihm weggespült werden. Der Wal solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden.
Gehe alles gut, könne der Transport aus der Region am Freitag beginnen, sagte Backhaus. Ein Schlepper soll die beiden Pontons bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen, um den Wal dort freizulassen.
Der gestrandete Buckelwal liegt am 9. April noch immer auf einer Sandbank vor der Insel Poel, an derselben Stelle, an der er seit mehr als einer Woche festsitzt. Bild: Keystone/dpa/Marcus Golejewski -
17.41 Uhr
Wal-Retter Gunz: «Mehr als einmal sterben kann er ja nicht»
Mediamarkt-Gründer Walter Gunz hat mit seinen Mitstreitern überraschend grünes Licht für einen privat finanzierten Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Wals bekommen – und zeigt sich kämpferisch. «Mehr als einmal sterben kann er ja nicht», sagte Gunz der Deutschen Presse-Agentur. Ohne die Aktion werde Wal Timmy in jedem Fall sterben. «Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet.»
Zuvor waren Pläne für Rettungsaktionen abgelehnt worden, weil sie Fachleuten zufolge noch mehr Stress und Leid für den Wal bedeutet hätten. Die Experten empfahlen, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Gunz ist der Ansicht, mit einem «grossartigen Team» samt Wal-Spezialisten das Risiko für Stress und Leid ausgeräumt zu haben. Organisationen wie Greenpeace oder das Deutsche Meeresmuseum gaben nach der Erlaubnis der Aktion an, nicht in die Vorbereitungen eingebunden worden zu sein.
Eine neue Rettungsaktion für den Wal ist gestartet. (Archivbild) Bild: Marcus Golejewski/dpa -
16.53 Uhr
Aktion soll sofort starten – Taucher sollen Wal beruhigen
Der neue Rettungsversuch für den gestrandeten Buckelwal vor der Ostsee-Insel Poel soll sofort beginnen. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte in Schwerin, die private Rettungsinitiative schicke zunächst Taucher ins Wasser, die Kontakt zu dem Tier aufnehmen und es beruhigen sollen. «Tierwohlstützende und leidlindernde Massnahmen» sind demnach vorgesehen. Der Tauchgang soll demnach 17.30 Uhr beendet sein.
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Mittwoch, 15. April 2026, 15.31 Uhr
Neuer Rettungsversuch für gestrandeten Buckelwal in der Ostsee erlaubt
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat einem neuen Rettungsversuch für den seit Ende März in der Wismarbucht gestrandeten Buckelwal zugestimmt. Wie Backhaus am Mittwoch an einer Medienkonferenz mitteilte, haben die Behörden ein entsprechendes Konzept geprüft und genehmigt.
Das Tier soll demnach mithilfe von Luftkissen angehoben und auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden. Die Initiatoren – darunter laut Backhaus der Mediamarkt-Gründer Walter Gunz – tragen die Verantwortung für das Vorhaben. Sie wollen in Kürze weitere Details bekanntgeben.
Backhaus erklärte, sein Ministerium dulde den Versuch, die Massnahmen sollten zügig starten. Der Wal, der bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht liegt, war zuletzt zu schwach für aktive Rettungsaktionen. Ein Versuch am Wochenende, ihn mit Walgesängen zur Selbstbefreiung zu bewegen, blieb erfolglos.
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Sonntag, 12. April 2026, 13.27 Uhr
Tut der Ostweewal jetzt seine letzten Atemzüge?
Der vor der Insel Poel gestrandete Wal atmet im Vergleich zu den vergangenen Tagen schwächer. Es werde zudem untersucht, ob eine neu beobachtete Zwischenatmung ein Anzeichen eines nahen Ablebens sein könnte, wie eine Sprecherin des Umweltministeriums mitteilte. Es gebe keine Hinweise auf eine Stabilisierung des Gesundheitszustandes. Zwar seien leichte Bewegungen der Schwanzflosse beobachtet worden, nach fachlicher Einschätzung sei das jedoch kein Hinweis auf eine gesundheitliche Verbesserung.
Auf einen spontanen Mobilisierungsversuch am Samstag, bei dem unter Wasser die eigenen Walgesänge des Tiers abgespielt wurden, habe der Buckelwal nicht reagiert. Der Versuch, den Wal so zu ermutigen, sich selbst zu befreien, sei zuvor mit dem deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden.
Der verletzte Buckelwal liegt bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht. Die letzten Rettungsversuche wurden am 1. April aufgrund des Gesundheitszustandes des Tiers eingestellt, um den Wal in Frieden gehen zu lassen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte. Man habe sich jedoch aufgrund der starken Walgesänge in den Nächten zuvor am Samstag für einen erneuten Versuch entschieden.
Der Wal am 11. April vor der Insel Poel. Ein Sprinkler soll die Haut des Säugers feucht halten. Bild: Keystone -
Dienstag, 7. April 2026, 16.45 Uhr
Keine Hoffnung mehr: Der gestrandete Ostseewal soll in Ruhe sterben
Dem vor Wismar gestrandeten Wal geht es laut Experten nicht gut. Von einem Versuch, das Tier lebend zu bergen, raten sie deshalb ab.
Experten raten von Versuchen ab, den vor Wismar gestrandeten Wal lebend zu bergen. Unter anderem habe sich der Zustand der Haut des Tieres zuletzt weiter verschlechtert, sagte Stephanie Gross vom Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAW) bei einer Pressekonferenz auf der Insel Poel. «Sie fängt an, auf der Oberfläche deutlich einzureissen.» Würde man versuchen den Wal etwa mit Gurten oder Seilen anzuheben, bestehe die Gefahr, die Haut abzuziehen.
Dort, wo der Wal aktuell festliege, sei er von weniger Wasser umgeben, als an früheren Orten. «Das heisst, es ist davon auszugehen, dass es auch zu Organschäden gekommen ist». Man müsse davon ausgehen, dass das Tier am Stress versterben würde, wenn man es aufnehmen würde, sagte Gross. «Deshalb würden wir auf alle Fälle davon abraten, dieses Tier irgendwie lebend bergen zu wollen.»
Man wolle den Wal nun in Ruhe sterben lassen, sagte Till Backhaus, Umweltminister des deutschen Bundeslandes Mecklenburg.Vorpommern an einer Medienkonferenz. Wie lange der Sterbeprozess dauert, sei allerdings nicht abzusehen.
Fest steht nur, dass der Buckelwal nicht gezielt, etwa mit einer Spreng-Harpune, getötet werden soll. Nach dem Tod soll der Buckelwal untersucht werden, um die Todesursache herauszufinden.
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Sonntag, 5. April, 17.42 Uhr
Salzarmut und Verletzungen setzen Buckelwal schwer zu
Der viel zu geringe Salzgehalt in der Ostsee setzt dem vor der Insel Poel bei Wismar gestrandeten Buckelwal, den Deutschland auf den Namen «Timmy» getauft hat, erheblich zu. Dieser liege rund ein Drittel unter dem, was Wale in der Nordsee oder dem Atlantik gewohnt seien, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Ostersonntag nach einem weiteren Besuch bei dem Meeressäuger. Die Folge: Der Buckelwal habe Hautprobleme, «die den Gesundheitszustand wirklich sehr, sehr negativ beeinflussen». Zuvor hatten Fachleute direkt beim Wal Wasserproben genommen und analysiert.
Backhaus sagte, am Dienstag erwarte er ein Gutachten von Meeresbiologen und Veterinären zum Gesamtzustand. Er stehe auch mit dem Bundesumwelt- sowie dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Kontakt. Das Tier war am vergangenen Dienstag vor Poel gestrandet. Am Mittwoch waren alle Rettungsversuche eingestellt worden. Nach Einschätzung von Fachleuten wird das Tier wohl in der Bucht sterben. Wie lange der Wal noch überleben wird, lässt sich nach Einschätzung der Experten nicht vorhersagen.
Der Wal sei noch einmal genau vermessen worden, sagte Backhaus «Er ist 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.» Aufgrund seines Gewichts von etwa zwölf Tonnen sei er bereits 50 bis 60 Zentimeter in den Ostseeboden eingesunken. Am Ostersonntag lebte der Wal noch. «Der Zustand hat sich von gestern zu heute nicht wesentlich verändert», sagte Backhaus.
Dem Tier geht es sehr schlecht. «Er hat auch Verletzungen», hatte Backhaus am Karsamstag gesagt. Ursache seien mutmasslich Schiffsschrauben. Zudem gebe es Abdrücke, wahrscheinlich von einem Netz. Backhaus schloss aus, dass das Tier getötet werde. «Das wird hier nicht stattfinden. Wir können ihn nicht einfach erlösen durch was auch immer.»
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Samstag, 4. April, 08.37 Uhr
Keine Veränderung: Buckelwal vor Wismar atmet noch
Der vor Wismar gestrandete Buckelwal lebt noch. Der Zustand des Tieres habe sich in der Nacht nicht verändert, teilte ein Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern am Morgen mit. Demnach kam es in der Nacht zu «keinen besonderen Vorkommnissen». Der geschwächte Wal liegt weiterhin vor der Insel Poel im flachen Wasser. Aktuellen Erkenntnissen zufolge atmet er noch.
Am Mittwoch waren jegliche Rettungsversuche des Wals eingestellt worden. Nach Angaben der Fachleute und Meeresschützer vor Ort wird das Tier wohl in der Bucht sterben. Wie lange das es noch überleben wird, lässt sich nach Einschätzung der Experten nicht vorhersagen. Seit Freitag benetzen Einsatzkräfte der Feuerwehr die verletzte Haut des Tieres regelmässig mit Wasser, um die Schmerzen zu lindern.
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Freitag, 3. April, 16.37 Uhr
Morddrohungen gegen Hilfskräfte nach Wal-Einsatz
Nach der gescheiterten Rettung des vor der Ostseeküste bei Wismar gestrandeten Buckelwals sind Helferinnen und Helfer immer mehr verbalen Angriffen ausgesetzt. «Bedauerlicherweise nehmen seit dem Zeitpunkt, als klar wurde, dass das Tier nicht zu retten sein wird, die Anfeindungen gegen Beteiligte an der Hilfsmassnahme zu – bis hin zu Morddrohungen», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) laut einer Mitteilung.
«Natürlich verstehe ich, dass die Situation für die Menschen sehr emotional ist», so Backhaus weiter. Auch er sei traurig. «Aber ich akzeptiere es nicht, dass Mitarbeitende auch im Privaten bedroht werden.» Würden strafrechtlich relevante Aussagen getätigt, ob in sozialen Medien, per Zettel im Briefkasten oder per E-Mail, werde ein solches Verhalten angezeigt, sagte Backhaus. Er sei aber zuversichtlich, dass sich die Lage beruhigen werde.
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16.34 Uhr
Vorbereitungen zur Bergung des Ostsee-Wals laufen an
Vor der deutschen Stadt Wismar haben Vorbereitungen für den Fall begonnen, dass der vor der Insel Poel liegende Buckelwal sterben sollte.
Am Mittag erkundete ein Vermessungsboot die Umgebung des Tieres, wie der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, mitteilte. «Dabei handelt es sich um vorbereitende Massnahmen, um den Tierkörper später bergen zu können. Die Vermessung wird so schonend wie möglich unternommen, um das Tier nicht zu stören.»
Das gute Wetter und die glatte Wasseroberfläche seien optimal für die Messungen gewesen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Das Boot sei «extrem langsam und möglichst geräuschlos» an den Meeressäuger herangefahren. Der Wal lebe, er atme aktuell im Abstand von rund fünf Minuten. Immer wieder waren seine Fontänen zu sehen gewesen.
Die Rettungsversuche für den vor Wismar erneut gestrandeten Wal wurden eingestellt. Marcus Golejewski/dpa -
14.05 Uhr
Sperrzone um gestrandeten Wal wird eingehalten
Der Wal liegt auf einer Sandbank vor der Insel Poel. Marcus Golejewski/dpaAn die 500-Meter-Sperrzone rund um den vor der Insel Poel liegenden geschwächten Buckelwal halten sich die Menschen bislang. Auch über Nacht sei der Meeressäuger nicht gestört worden, wie die Wasserschutzpolizei und das Schweriner Umweltministerium auf Nachfrage bestätigen. Der Wal lebe, er atme aktuell im Abstand von rund fünf Minuten, sagte ein Sprecher des Ministeriums.
Am Mittag werde ein Vermessungsboot die Umgebung des Tieres erkunden, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte. «Dabei handelt es sich um vorbereitende Massnahmen, um den Tierkörper später bergen zu können. Die Vermessung wird so schonend wie möglich unternommen, um das Tier nicht zu stören.»
Der Wal werde weiterhin bewacht, die Situation in täglichen Lagebesprechungen kontinuierlich bewertet und abgewogen. «Bis zur letzten Minute werden alle ernstzunehmenden Hinweise, die dem Tier helfen könnten, entgegengenommen und geprüft», sagte Backhaus.
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10.45 Uhr
Wal atmet noch
Der gestrandete Buckelwal atmet noch. KEYSTONEDer gestrandete Buckelwal lebt noch. Neue Bilder der dpa zeigen, dass das Tier weiterhin atmet und sogar Fontänen ausstösst. Bereits zuvor hatte Greenpeace vor Ort Entwarnung gegeben – dass zeitweise keine Fontäne sichtbar war, lag laut den Aktivisten am zu flachen Wasser. Für 11 Uhr ist auf der Insel Poel zudem eine Menschenkette geplant, an der auch Meeresbiologe Robert Marc Lehmann teilnehmen wird.
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Donnerstag, 2. April, 9.20 Uhr
Ob der Wal noch atmet, ist unklar
Der vor der Insel Poel gestrandete Buckelwal bewegt sich seit der Nacht zu Donnerstag nicht mehr. Ob das Tier noch lebt, konnte ein Sprecher der Wasserpolizei am Donnerstag nicht sagen: «Die Bootsbesatzung heute Nacht war nicht nah genug dran, um zu sehen, ob er noch atmet oder nicht», hiess es. Darüber berichtete der NDR. Auf den Livebildern aus der Bucht waren am Donnerstagmorgen aber noch regelmässig kleine Wasserfontänen zu erkennen.
«Bild» berichtet am Donnerstag hingegen, der Wal atme noch; Greenpeace habe dies einem Reporter vor Ort bestätigt.
Experten des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund berichten, dass sich der Gesundheitszustand des Tiers deutlich verschlechtert habe. Seine Atmung sei unregelmässig, Bewegungen kaum noch zu erkennen. Weitere Rettungsversuche wären aussichtslos und würden «absolute Tierquälerei» bedeuten, sagte Direktor Burkard Baschek.
Um den Wal wurde inzwischen eine 500-Meter-Sperrzone eingerichtet, die auch für Drohnen gilt. Die Polizei überwacht das Gebiet. Sollte der Buckelwal verenden, soll er nach Stralsund gebracht und dort untersucht werden.
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13.51 Uhr
«Wir gehen davon aus, dass der Wal hier verstirbt»
Die Rettungsversuche für den vor der deutschen Ostseeküste erneut festsitzenden Buckelwal werden eingestellt. Das Tier solle an seinem jetzigen Liegeplatz in Ruhe gelassen werden, sagte der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, der von einem sehr emotionalen Tag sprach.
Es sei eine Sperrzone eingerichtet worden. Der Wal solle zur Ruhe kommen, um am Ende das Zeitliche segnen zu können. «Wir haben alles unternommen, um ihm seine Chance zu geben. Das ist eine einzigartige Tragödie. Die hat er sich aber so ausgesucht», sagte Backhaus.
Der Buckelwal liegt noch immer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns in flachem Wasser. Bereits seit Anfang März war der Wal Behördenangaben zufolge immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen der Stadt Wismar. Das Tier liegt derzeit in der Kirchsee, einem Teil der Wismarbucht.
Der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, betonte, man gehe davon aus, dass das Tier sterbe. Die Aussichten, dass der Wal frei komme, seien sehr gering.
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Mittwoch, 1. April 2026, 5.47 Uhr
Wal liegt noch in der Bucht
Der Buckelwal liegt am frühen Mittwochmorgen noch in der Bucht. Dies bestätigte der Pressesprecher des deutschen Landwirtschaftsministeriums der «Bild». Bei Tageslicht werde das Ministerium das Tier «begutachten», so der Sprecher.
Die Lage des verirrten Wals am Dienstag vor der Ostsee-Insel Poel. Bild: Keystone/dpa/Stefan Sauer -
19.51 Uhr
«Es wird heute keine weitere Rettungsaktion geben»
Wie die «Bild» berichtet, beraten Retter weiterhin darüber, wie der Buckelwal in den Atlantik gelangen soll. Heute soll es allerdings keine weiteren Rettungsaktionen mehr geben.
Claus Tantzen, Sprecher vom Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, sagt gegenüber der Zeitung: «Es wird heute keine weitere Rettungsaktion geben. Dem Tier soll Zeit gelassen werden, um sich weiter zu erholen. Wir haben die gleiche Situation wie gestern. Der Wal hat genug Möglichkeiten, um sich selbst zu befreien. Das wollen wir abwarten. Im Moment wird noch darüber beraten, ob gegebenenfalls morgen früh eine weitere Aktion stattfinden wird.»
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10.09 Uhr
Wal ist wieder vor Wismar
Der Buckelwal ist offenbar wieder in der Wismarbucht, berichtet «Bild». Ein Reporter vor Ort habe das Tier gesichtet. Er schwimme frei, bestätigte auch das Deutsche Meeresmuseum mit. Damit haben sich die Hoffnungen zerschlagen, dass der Wal nun zur Nordsee unterwegs sei, nachdem er gestern Abend zunächst in die richtige Richtung geschwommen war.
Das war auch auf Bildern einer Live-Kamera zu sehen, auf denen sich das Tier bewegt. Es sei zu hoffen, dass der Buckelwal Richtung Norden schwimme, sagte eine Sprecherin des Meeresmuseums.
Der Buckelwal lag seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) in flachem Wasser und wurde von Schaulustigen abgeschirmt. Am Montagabend hatte sich der Wal mit steigendem Wasserstand bewegt und war dann abgetaucht.
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08.48 Uhr
Boote suchen nach abgetauchtem Buckelwal
Seit dem Morgen suchen Einsatzkräfte wieder nach dem Buckwal vor der Ostseeküste, der sich am Vortag aus dem flachen Wasser vor Wismar losgeschwommen hat und dann abgetaucht ist. Die Boote seien nun auf dem Wasser, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen. Gesehen worden sei der Wal von den Helfern bislang nicht, auch Meldungen einer Sichtung habe es noch nicht gegeben.
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Dienstag, 31. März 2026, 4 Uhr
Buckelwal ist abgetaucht und schwimmt in die richtige Richtung
Der Buckwal vor der Ostseeküste ist abgetaucht und nicht mehr zu sehen. Das sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in der Nacht. Das Polizeiboot sei deswegen auch wieder zurückgefahren. Es mache keinen Sinn, in der Dunkelheit nach dem Wal zu suchen, so der Sprecher weiter. Es stehe aber eine Bootsbesatzung bereit. Die Einsatzkräfte würden nun unter anderem Sichtungen von Bürgern abwarten und sich dann auf den Weg machen.
Eine Drohnenaufnahme – herausgegeben von Greenpeace – zeigt den Buckelwal am Montag in der Wismarbucht. Bild: Keystone/dpa/Daniel MüllerAm Montagabend hatte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) gesagt, der Wal sei zunächst in die falsche Richtung – also gen Hafen – geschwommen. Später aber war das Tier schliesslich seewärts unterwegs.
«Der Wal kämpft – aber er ist angeschlagen», so Backhaus. Jetzt müsse er sich selber helfen. Der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, sagte: «Wir haben uns mit internationalen Experten ausgetauscht, die uns geraten haben, den Wal mit Lärm zu aktivieren. Dafür haben wir die richtige Situation abgewartet.» Sandra Schöttner von der Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete die Aktion als «guten ersten Schritt auf dem Weg», auch wenn der Weg des Wals noch weit sei.
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21.16 Uhr
Buckelwal befreit sich und schwimmt los
Der Buckelwal vor der Ostseeküste hat sich am Abend zunächst leicht bewegt und ist dann losgeschwommen, ein Bericht bei «Focus». wurde inzwischen von den Behörden bestätigt. Es ist allerdings noch nicht klar, in welche Richtung das Tier schwimmt.
Zunächst sei der Wal laut Augenzeugen mindestens 50 Meter geschwommen und danach abgetaucht. Die Wasserschutzpolizei versuche, das Tier zu leiten, damit es nicht in Richtung Wismarer Hafen schwimmt. «Ich hoffe, dass er es schafft – aber den Garantieschein gibt es nicht», wird Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, zitiert.
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19.26 Uhr
Umweltministerium: Wal wirkte am Abend agiler als zuvor
Der Zustand des Buckelwals soll sich laut dem Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern gebessert haben. Das Tier habe auf die Annäherung eines Bootes reagiert, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Abend. Auch habe das Tier agiler als zuvor gewirkt.
Der Zustand des Tieres sei besser als am Morgen und am Sonntag, heisst es zudem in einer Mitteilung des Ministeriums. «Die Ruhe, die wir dem Tier haben angedeihen lassen, hat offensichtlich gewirkt.»
Vertreter des Deutschen Meeresmuseums, der Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Sea Shepherd sowie der Umweltminister des Landes, Till Backhaus (SPD), hatten sich am Nachmittag dem Wal von einem Boot aus genähert und das Tier begutachtet.
Am Abend wollten Helfer versuchen, das Tier zum Aufbruch zu bewegen. «Da wir in den nächsten Stunden mit weiter steigendem Wasserstand rechnen können, verbessert sich die Möglichkeit für den Wal, aus eigenem Antrieb seine Liegeposition zu verlassen», heisst es weiter in der Mitteilung, die unter anderem das Ministerium veröffentlicht hat.
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17.53 Uhr
Hoffnung auf den Abend
Die Boote der Helfer sind laut «Bild» abgedreht, der Rettungsversuch wurde vorerst abgebrochen. Weil der Wasserstand am Abend steigt, hofft man nun darauf, dass sich der Wal am Abend selbst befreien kann. Das Tier atme noch und scheine agiler zu werden.
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16.30 Uhr
Letzte Rettungsaktion läuft
Die nächste Rettungsmission ist angelaufen. Zwei Boote sind unterwegs – ein kleineres vorneweg, ein grösseres langsam dahinter. Schafft der Wal es diesmal, sich endlich freizuschwimmen? Derweil liegt der Wal weiterhin reglos im Wasser, gibt keinen Laut von sich – nur gelegentlich stösst er einen Blas aus, ein Zeichen, dass er noch atmet. Und auch das Schlimmste wird nicht ausgeschlossen: Laut Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum soll heute Abend darüber diskutiert werden, wie man dem Tier beim Sterben helfen könnte, falls es sich nicht freischwimmt.
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13.33 Uhr
Buckelwal soll nachmittags zum Wegschwimmen animiert werden
Der Buckelwal, der sich vor der deutschen Stadt Wismar im flachen Wasser der Ostsee befindet, soll heute noch einmal zum Wegschwimmen angeregt werden.
Der Wasserstand soll im Laufe des Nachmittags wieder um etwa 30 Zentimeter ansteigen, wie das Deutsche Meeresmuseum mitteilte. Dann wolle das Expertenteam vor Ort versuchen, den Wal nochmals zu animieren. «Dies erfolgt durch Klatschen mit dem Paddel auf das Wasser, da der Wal keinesfalls berührt werden sollte», sagte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums. «Der Wal ist sehr geschwächt. Die Atemfrequenz hat sich verlangsamt, und die Haut weist Sekundärinfektionen auf.»
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13.26 Uhr
Minister gibt Update: «Unternehmen nochmals alles, um dem Wal zu helfen»
Am Montag informierten Umweltminister Till Backhaus und das Deutsche Meeresmuseum über den gestrandeten Wal. Das Tier bewege sich kaum. Dies könne entweder auf ein mögliches Kräftesammeln oder eine starke Schwächung hindeuten. «Er atmet nur alle vier bis fünf Minuten einmal», so Backkaus. Dennoch wolle man «alles unternehmen», um dem Wal den Weg zurück ins offene Meer zu ermöglichen. Für die Beteiligten sei klar: «Es geht um ein Lebewesen, nicht um ein Objekt.»
Neue Rettungseinsätze seien aktuell nicht vorgesehen, da sich das Tier grundsätzlich frei bewegen kann und nicht gestrandet ist. Rund um den Wal gilt ein Sperrkreis von 500 Metern, damit er möglichst ungestört bleibt.
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11 Uhr
Wal reagiert kaum auf Boot
Dem vor der deutschen Ostseeküste erneut gestrandeten Buckelwal geht es nach wie vor nicht gut. Einer Meeresschutz-Expertin der Umweltschutzorganisation Greenpeace zufolge wirkt der Wal weiterhin allgemein geschwächt.
«Er liegt nach wie vor unverändert hier in der Bucht, und er atmet auch weiterhin», sagte Franziska Saalmann im ZDF-«Morgenmagazin». Als das Team am Morgen mit einem Schlauchboot in die Nähe des Tieres gefahren sei, habe der Wal nicht viel Reaktion gezeigt. Am frühen Montagnachmittag um 13 Uhr wollen der Umweltminister des norddeutschen Landes, Till Backhaus, und das Deutsche Meeresmuseum darüber informieren, wie es mit dem gestrandeten Wal weitergehen soll.
Der Wal gibt am Montag Atemluft ab, während er noch immer in der Wismarer Bucht liegt. Keystone«Der Wasserstand ist auch noch etwas gesunken, was es für ihn jetzt erschwert, sich zu befreien,» sagte Saalmann weiter. Ein weiteres Problem ist Experten zufolge zudem der im Vergleich zu seinem gewöhnlichen Habitat niedrige Salzgehalt in der Wismarbucht, wo er nach einem ersten geglückten Freischwimmen aus der Lübecker Bucht am Samstag gestrandet war.
Zudem sei nicht klar, ob er im Fall einer zweiten geglückten Befreiung überhaupt den Weg zurück in die Nordsee finden werde. Bereits aus der Lübecker Bucht war er nicht auf das offene Meer hinausgeschwommen, sondern vor der deutschen Ostseeküste geblieben. Das Tier sei in der Nacht durchgängig beobachtet worden und habe auch geatmet.
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8.26 Uhr
Einsatzkräfte wollen Wal in Ruhe lassen
Mit dem ersten Licht des Tages wird klar: Der Buckelwal hat es in der Nacht nicht geschafft, sich weiter in Richtung offenes Meer zu bewegen. Das Tier befindet sich weiterhin in der Wismarbucht.
Am Morgen fahren Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei gemeinsam mit Greenpeace noch einmal mit einem Schlauchboot zum Wal. Ziel ist es, seinen Zustand einzuschätzen. Danach soll es vorerst keinen weiteren direkten Kontakt mehr geben – der Wal soll bewusst in Ruhe gelassen werden, um seine letzten Kräfte zu sammeln.
Der Zustand des Tieres bereitet Sorgen. Fachleute sprechen von einer deutlichen Schwächung. Mehrere Wasservögel sitzen auf seinem Rücken, bereits am Vortag hatten Möwen immer wieder auf dem Tier Platz genommen und in die Haut gepickt.
Trotzdem geben die Expertinnen und Experten die Hoffnung nicht auf. Sie setzen darauf, dass der Wal genügend Energie mobilisieren kann, um sich aus eigener Kraft wieder in Richtung Atlantik zu bewegen.
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Montag, 30. März, 7.40 Uhr
Buckelwal liegt noch immer vor Wismar im Wasser
Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal hat sich nicht befreien können. Das Tier liege noch immer in der Bucht vor Wismar, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar der Deutschen Presse-Agentur. «Ja, der ist noch da. Die Situation ist noch so wie gestern.» Das Tier habe sich nicht von der Stelle bewegt. Gleichzeitig gebe es nun weniger Wasser als am Sonntag. Das mache die Lage ein bisschen schwieriger.
Wie es nun weitergeht, konnte der Sprecher nicht sagen. Das müssten die Experten entscheiden, wenn sie sich ein Bild von der Lage gemacht haben.
Das Tier sei in der Nacht durchgängig beobachtet worden und habe auch geatmet. In der Nacht war die Polizei für die Bewachung zuständig. «Es wurde ein Schichtsystem eingerichtet, um zu gewährleisten, dass der Wal nicht unbeobachtet ist.» Am Sonntag hatte das Deutsche Meeresmuseum davon gesprochen, dass der Wal sehr geschwächt und die Atemfrequenz reduziert sei.
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18.38 Uhr
Atemfrequenz des Buckelwals ist reduziert
Das deutsche Meeresmuseum hat zusammen mit dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sowie der Meeresschutzorganisation Greenpeace e. V. den aktuellen Gesundheitszustand des Wales untersucht. Demnach zeigt sich seit gestern eine deutliche Verschlechterung. Sowohl die Atemfrequenz als auch die Aktivität des Tieres seien reduziert, wie das Deutsche Meeresmuseum auf seiner Webseite mitteilt.
Es bestehe jedoch weiterhin die Hoffnung, dass es dem Wal mit ausreichend Ruhe erneut gelingt, sich freizuschwimmen. Aus diesem Grund sei eine Schutzzone eingerichtet worden, um Störungen so weit wie möglich zu minimieren.
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13.51 Uhr
Wal macht «deutlich geschwächten Eindruck» – «Wir haben niemanden von der Rettung ausgeschlossen»
Der Buckelwal befindet sich nach wie vor in der Wismarbucht, steckt aber nicht fest und befindet sich lediglich in weniger tiefem Wasser. Das Tier mache einen insgesamt «deutlich geschwächten Eindruck», wie Stephanie Gross vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) auf einer Medienkonferenz sagte. Demnach ist das Hautbild auffallend schlecht, zudem zeige der Wal weniger Aktivität.
Umweltminister Till Backhaus trat zudem Gerüchten entgegen, man habe Retter von der Aktion ausgeschlossen. Er bezog sich damit auf die Vorwürfe des Meeresbiologen Robert Marc Lehmann. Backhaus sagte: «Wir haben niemanden ausgeschlossen, und nachdem, was ich höre und im Netz gesehen habe, habe ich mich entschlossen, ein persönliches Gespräch mit ihm zu führen. Wir suchen die Kooperation.»
Indessen planen Experten von Greenpeace und des ITAW, mit einem Schlauchboot zu dem Wal zu fahren. Falls das Tier doch feststeck, wolle man ihn befreien. Laut dem Greenpeace-Meeresbiologen Thilo Maack müsse der Wal sehr schnell frei kommen, damit er «überhaupt noch eine Chance» habe. Die tiefe Fahrwasserrinne sei nicht weit.
Der geschwächte Buckelwal in der Wismarer Bucht. Philip Dulian/dpa -
10.50 Uhr
Wal-Experte Robert Marc Lehmann wurde von der Rettungsaktion ausgeschlossen
Die Rettung eines gestrandeten Wals entwickelt sich zum emotionalen und fachlichen Streitfall. In einer Instagram Story lässt Experte Lehmann seinem Frust freien Lauf – und spart nicht mit Kritik an den Verantwortlichen. Schon früh habe er gewarnt, sagt Lehmann – und sieht sich nun bitter bestätigt: «Ich hatte euch ja alle darauf eingestimmt, dass das genauso laufen wird und es ist ja genauso gekommen, wie ich gesagt hab. Ich hasse es, wenn ich recht hab. Es kotzt mich auch an.» Tatsächlich: Kurz nach der ersten Befreiung strandete das Tier erneut.
Besonders das Vorgehen nach der Rettung sorgt bei ihm für Unverständnis. Für Lehmann beginnt die eigentliche Arbeit erst, wenn der Wal wieder im Wasser ist: «Wenn der Wal frei schwimmt, dann ist es extrem wichtig, ihn zu guiden, nicht zu pushen, nicht zu belästigen [...] Das hat leider in der Anfangsphase stattgefunden.» Dafür brauche es Fingerspitzengefühl und Erfahrung: «Man muss den Wal extrem gut lesen können, man muss Wale verstehen.»
Der vor rund einer Woche beim Timmendorfer Strand an der Ostseeküste gestrandete Wal liegt aktuell vor Wismar. KEYSTONEEr habe selber mit einem Boot von einer Segelschule ein erneutes Stranden «mit einer Harakiri-Aktion» verhindert. «Nach dieser Aktion wurde ich aktiv ausgeschlossen von der Rettungsmission.»
Lehmann und sein Team hätten sich auf einen langen Einsatz eingestellt: «Mein Team und ich waren vorbereitet auf eine wochenlange Mission. Ich hätte den auch bis in den Atlantik geguidet.»
Die Lage des Tieres beschreibt er als dramatisch. Der Wal sei schwer angeschlagen: «Er ist offensichtlich schwach, er ist offensichtlich krank, er hat offensichtlich noch Geisternetz im Maul.» Und als wäre das nicht genug, droht weiteres Leid: «Die Möwen haben angefangen, ihn beim lebendigen Leibe aufzupicken.»
Drei Wasservögel sitzen auf dem Rücken des Wals. Nach seiner zwischenzeitlichen Befreiung von einer Sandbank liegt der Buckelwal am Morgen noch immer in der Wismarbucht. KEYSTONE -
8.35 Uhr
Wal ist wieder gestrandet
Der Wal ist in der wenig tiefen Wismarer Bucht offenbar wieder gestrandet. Das berichtet die «Bild».
In der Nacht auf Sonntag hatte er sich selbst befreit, dann war unklar, wo er sich befindet. Jetzt ragt sein Rücken wieder aus dem Wasser. Laut «Bild» ist er nur rund 800 Meter weit gekommen.
Ein Bild vom Vortag: Am Sonntagmorgen sitzt der Buckelwal wieder auf einer Sandbank fest. KEYSTONE -
29. März 7.41 Uhr
Der Buckelwal befindet sich noch immer in der Wismarbucht
Nach seiner zwischenzeitlichen Befreiung von einer Sandbank liegt der Buckelwal am Morgen noch immer in der Wismarbucht. Das bestätigten der Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern, Claus Tantzen, und die Organisation Greenpeace der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. Ob der Wal wieder auf einer Sandbank festhänge, sei noch unklar. Die Wasserschutzpolizei sei nach wie vor im Einsatz.
In der Nacht auf Sonntag war es dem Wal gelungen, mit steigendem Wasserstand in der Wismarbucht freizukommen, wie es von Tantzen hieß. Am Freitagabend war das Tier nach seiner ersten Strandung auf einer Sandbank bei Timmendorfer Strand erstmals freigekommen.
Aus dieser Lage konntes sich der Wal befreien. Er befindet sich aber immer noch in der Wismarer Bucht. Philip Dulian/dpa -
18.12 Uhr
Greenpeace: «Das Beste ist jetzt, den Wal in Ruhe zu lassen»
Eine erneute Rettungsaktion des abermals gestrandeten Buckelwals in der Wismarbucht soll es zunächst nicht geben. «Wir wollen dem Wal die Chance geben, sich selbst zu befreien», sagte der Meeresbiologe der Organisation Greenpeace, Thilo Maack, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Dies sei mit anderen Akteuren wie dem Deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden.
«Der Wal macht nach wie vor Anstalten loszuschwimmen», sagte Maack, der am Samstag selbst im Schlauchboot in der Nähe des gestrandeten Tieres sass. «Wir hoffen daher, dass er sich selbst befreit.» Der Buckelwal war am Nachmittag in der Wismarbucht gestrandet, laut Maack südlich der Insel Walfisch. Rund um die Sandbank sei das Wasser deutlich tiefer als am Timmendorfer Strand, wo der Buckelwal zuvor festsass und wo es nur rund einen Meter tief gewesen sei, erläuterte der Meeresbiologe.
Die Boote hätten sich zurückgezogen. «Das Beste ist jetzt, den Wal komplett in Ruhe zu lassen», sagte er. Wie es dem Tier gehe, sei derzeit schwer einzuschätzen und hänge von der Verfügbarkeit von Nahrung und davon ab, wie gestresst es sei.
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16.04 Uhr
Polizei und Greenpeace sind beim Wal
Wie die «Bild» schreibt, sind Greenpeace und Polizei beim gestrandeten Wal. Daniela von Schaper, Meeresexpertin bei Greenpeace, erklärt die Situation: «Unsere Experten sind auf Booten am Wal. Wir können bestätigen, dass er gestrandet ist. Er atmet.» Jetzt wird überprüft, ob sich das Tier bei der erneuten Strandung verletzt hat.
Der Buckelwal war in der Nacht zum Freitag vor Timmendorfer Strand freigekommen. Steckt nun aber wieder fest. Bild: Marcus Brandt/dpa -
14.25 Uhr
Auf dieser Sandbank hängt der Wal fest
Auf dieser Sandbank in der Wismarer Bucht hat sich der Wal festgeschwommen. Links darüber ist die Insel Walfisch zu sehen. Google Maps -
13.56 Uhr
Buckelwal offenbar erneut gestrandet
Der Buckelwal ist gefunden: Das Tier scheint nahe der Insel Walfisch in der Wismarer Bucht gestrandet zu sein, erklärt Anja Gallus vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund. Das Polizeiboot «Uecker» ist in der Nähe und wartet auf ein Schlauchboot mit geringerem Tiefgang, um den Zustand des Wales genau zu erkunden. Denkbar sei auch, dass der Wal sich im flachen Wasser ausruhe.
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12.41 Uhr
Wal soll vor Insel Walfisch gesichtet worden sein
Im Zickzack schwimmend soll der befreite Buckelwal am Freitag vor der mecklenburgischen Küste gesehen worden sein. Jetzt wollen Menschen den Wal bei Wismar entdeckt haben. «Ich kann bestätigen, dass wir heute Vormittag eine Sichtungsmeldung bei Wismar hatten, die wir jetzt überprüfen», sagte Diana Meyen, Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nun werden demnach auch Meldungen zu möglichen weiteren Sichtungen nahe der unbewohnten Insel Walfisch, die sich in der Wismarer Bucht befindet, geprüft.
Zudem wollen Experten des Meeresmuseums an Bord eines Bootes gehen, das den Wal seit dem Morgen sucht. Dazu liefen aktuell Gespräche mit den Behörden.
Sollten sich die Hinweise bestätigen, wären das schlechte Nachrichten: Wismar liegt im Süden der Ostsee. Damit hätte sich der Wal weiter von der rettenden Nordsee entfernt. Zudem ist das Gewässer in der Bucht sehr flach, die Gefahr einer erneuten Strandung entsprechend gross.
Der gesuchte Buckelwal soll vor Wismar gesichtet worden sein. Google Earth -
11.52 Uhr
Wal-Sichtung wird überprüft
Bei der Hotline des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund ging ein Hinweis auf den Wal ein. Demnach wurde er in der Wismarer Bucht gesichtet. Das Klimaschutz-Ministerium in Mecklenburg-Vorpommern bestätigte gegenüber deutschen Medien den Eingang des Hinweises.
Derzeit werde der Hinweis überprüft. Dazu sucht das Polizeiboot «Uecker» die Bucht ab.
Noch immer gibt es am Samstag keine bestätigte Sichtung des Buckelwals. Keystone -
10.37 Uhr
«Walfisch» sucht nach Buckelwal
Noch immer ist der Buckelwal am Samstag nicht gesichtet worden. «Das Seegebiet ist ziemlich riesig, das ist eine grosse Fläche für ein Boot, das ist schon Glückssache», sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei der Deutschen Presse-Agentur.
Das Boot «Uecker» fahre demnach rund 65 Küstenkilometer von der schleswig-holsteinischen Landesgrenze bis Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern ab. Zunächst bis 18 Uhr soll weiter nach dem Zufallsprinzip gesucht werden. Dann übernimmt je nach Entwicklung eine Nachtschicht.
Das Polizeiboot «Walfisch» sei zudem auf Streife unterwegs und unterstütze die Suche dadurch indirekt. Drohnen werden laut Sprecher bei der Suche aktuell nicht eingesetzt.
Bei der Suche setze man auch auf Sportboote, «die melden das dann auch an die Behörden, wenn die unterwegs sind und was sehen», sagte der Sprecher. Den Meeressäuger jetzt zu finden sei auch «Glückssache». Seit der Beobachtung am Freitag waren zunächst keine neuen Sichtungen gemeldet worden.
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9.51 Uhr
Oberkommissar dämpft Hoffnung auf Überleben
Seit 30 Jahren sticht Oberkommissar Holger Kraus für die Wasserschutzpolizei in die Ostsee. Im Gespräch mit «Bild» äussert er sich kritisch, was die Überlebenschance des Wals betrifft. «Während meiner Dienstjahre hatte ich mit zwei oder drei Walen dieser Grössenordnung zu tun, die sich zu uns verirrt hatten. Überlebt hat leider keiner.»
Die Such- und Rettungsaktion wird am Samstag dennoch fortgeführt. «Man weiss nie. Vielleicht klappt es ja diesmal», wird Kraus zitiert. Noch ist der Buckelwal am Samstag noch nicht gesichtet worden.
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8.23 Uhr
Suche nach dem Wal hat begonnen
Die Wasserschutzpolizei Wismar hat ihr Streifenboot «Uecker» rausgeschickt, um vor der Küste Nordwestmecklenburgs nach dem Tier Ausschau zu halten. Gleichzeitig stach rund 60 Kilometer weiter nördlich in Warnemünde ein zweites Polizeiboot in See.
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7.03 Uhr
Warum hat der Wal keinen Peilsender?
Ein Peilsender würde die Ortung des Wals wesentlich vereinfachen. Die Rettungskräfte haben bis anhin aber aus gutem Grund von der Anbrungung eines solchen GPS-Senders abgesehen: «Besendungen dürfen nur gemacht werden, wenn es eine Tierversuchsgenehmigung gibt», sagt Ursula Siebert, Professorin von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover zu «Bild». Bei einer spontanen Strandung sei das kaum machbar.
Ein Tracker könne zwar helfen, den Wal schneller zu orten, doch Siebert warnt: Die Daten könnten «irgendwohin gelangen» und Waltourismus auslösen. Nach den Strapazen brauche das Tier vor allem Ruhe. Zudem sei ein Sender «auch nochmal ein extra Ereignis für das Tier».
Auch Meeresbiologe Robert Marc Lehmann ist dagegen. Die Haut des Wals sei zu schlecht – Saugnäpfe würden nicht halten. Und generell bestehe das Risiko, dass sich das Tier am Sender verletzt.
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Samstag, 28. März, 6.42 Uhr
Noch keine Walsichtung am Morgen
Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich der gestrandete Buckelwal in der Nacht auf Freitag selbst von einer Sandbank vor Timmendorfer Strand an der deutschen Ostseeküste befreien können. Noch ist das Tier aber nicht in Sicherheit: Am Freitagabend war der Wal noch immer teilweise in flachen Gewässern unterwegs und fand den den Weg in die Nordsee noch nicht.
Am frühen Samstagmorgen sind noch keine Sichtungen des Meeressäugers bekannt. Auch in welcher Form der Einsatz, bei welchen Schiffe dem Tier den Weg ins offene Wasser weisen wollen, heute weitergeht, ist noch unklar.
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18.50 Uhr
Dunkelheit bricht herein – jetzt ist der Wal auf sich alleine gestellt
Die Walrettung vor Timmendorfer Strand wird von der Dunkelheit für heute unweigerlich beendet. Die Eskorte aus Wasserschutzpolizei und Tierschützen hat sich zurückgezogen. Nun ist der Wal auf sich alleine gestellt – wohin er schwimmen wird, bleibt offen. Morgen früh wird beraten, wie der Einsatz weitergeht, berichtet die «Bild»-Zeitung.
Der in der Ostsee vor Niendorf gestrandete Wal wird in der Dunkelheit seiner eigenen Wege schwimmen. Wohin bleibt unklar. Archivbild: Marcus Brandt/dpa -
17.43 Uhr
Wal ändert offenbar wieder seine Richtung
Aktuell soll der Wal seine Schwimmrichtung abermals verändert haben und sich offenbar wieder in Richtung Travemünde bewegen. Das berichtet die «Bild»-Zeitung, die sich auf eine Bestätigung der Wasserschutzpolizei beruft.
Derzeit werde der Wal demnach von einem Schiff der Wasserschutzpolizei begleitet, der «Seafire».
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17 Uhr
Retter geben vorerst auf – erneute Strandung bleibt möglich
Die Einsatzkräfte ziehen vorläufig die Reissleine: Nach stundenlangen Versuchen sehen die Begleitboote aktuell keine realistische Chance, den Wal weiter in Richtung Nordsee zu lenken. Das erklärte Christin Otto von der Tierschutzorganisation Sea Shepherd.
Stattdessen soll das Tier nun zur Ruhe kommen. Für den nächsten Tag ist ein neuer Versuch geplant, den Wal wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.
Die Sorge bleibt jedoch gross. Der Wal bewegt sich weiterhin in einem unruhigen Zickzack-Kurs und gerät dabei immer wieder gefährlich nah an die flache Küste. Eine weitere Strandung sei deshalb «nicht auszuschliessen», warnt Otto.
Das Drama ist damit noch lange nicht beendet – die kommenden Stunden könnten entscheidend werden.
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16.17 Uhr
Wal wieder gefährlich nah am Ufer
Der Wal ist erneut deutlich vom richtigen Kurs abgekommen und bewegt sich wieder in Richtung Küste.
Aktuell schwimmt das Tier auf Boltenhagen zu und befindet sich nur noch rund 400 Meter vom Ufer entfernt. Damit steigt das Risiko einer erneuten Strandung erheblich, berichtet die «Bild»
Vor Ort ist die Lage besonders heikel: Das Wasser ist flach, teilweise stehen sogar Angler im Meer. Genau in diese Richtung steuert der Wal derzeit.
Für die Einsatzkräfte bedeutet das erneut höchste Alarmstufe – sie versuchen alles, um das Tier wieder vom Ufer weg und zurück auf den richtigen Weg zu bringen.
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16 Uhr
Heikle Situation für den Wal
Die Einsatzkräfte bleiben dicht am Wal dran, nachdem das Tier erneut von der gewünschten Route abgewichen ist. Meeresbiologe Robert Marc Lehmann hatte bereits betont, dass sich der Wal nicht gezielt steuern lasse – man könne ihn lediglich vorsichtig lenken.
Die Helfer sind dem Tier bis vor die Küste von Warnkenhagen in Mecklenburg-Vorpommern gefolgt. Dort versuchen sie nun, den Wal wieder in Richtung offenes Meer zu dirigieren.
Die Situation gilt als besonders kritisch: In dem Gebiet ist das Wasser sehr flach, zudem ziehen sich zahlreiche Sandbänke weit ins Meer hinaus. Für den Wal bedeutet das ein erhöhtes Risiko, erneut auf Grund zu laufen.
Mehrere Boote begleiten das Tier derzeit eng. Sollte es dennoch wieder stranden, haben Experten bereits signalisiert, dass man erneut eingreifen würde. Vorerst konzentriert sich jedoch alles darauf, den Wal sicher aus dieser gefährlichen Zone herauszuführen.
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14.42 Uhr
Wal wieder auf Irrkurs
Der Einsatz bleibt ein Kraftakt für alle Beteiligten: Der Wal sorgt erneut für Unruhe, weil er von der geplanten Route abweicht.
Aktuell bewegt sich das Tier in Richtung Mecklenburg-Vorpommern und damit erneut in eine ungünstige Richtung, schreibt die «Bild»-Zeitung. Gleichzeitig hält es sich wieder näher an der Küste auf – ein Bereich, in dem die Gefahr einer erneuten Strandung steigt.
Die Begleitboote reagieren sofort und nehmen die Verfolgung auf, um den Wal wieder auf Kurs zu bringen.
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13.19 Uhr
Wurde ausgerechnet der Rettungsstopp für den Wal zur grossen Befreiung?
Der gestrandete Buckelwal in der Ostsee hat sich überraschend selbst befreit. Experten vermuten, dass ausgerechnet der Abbruch der Rettungsaktion entscheidend war.
Alles dazu haben wir dir hier zusammengefasst:
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12.56 Uhr
Wal schon 13 Kilometer vom Ufer weg – erste heikle Passage ist geschafft
Erleichterung im Einsatz: Der Wal hat den heiklen Abschnitt mit den Fischernetzen erfolgreich hinter sich gelassen und setzt seinen Weg weiter in Richtung offenes Meer fort.
Damit entspannt sich die Lage zumindest vorübergehend. Nach aktuellen Informationen der «Bild»-Zeitung hat das Tier inzwischen bereits rund 13 Kilometer Abstand zum Hafen von Niendorf gewonnen und schwimmt weiter hinaus in die Ostsee.
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12.16 Uhr
Langer Weg voraus – Wal steuert auf Schifffahrtsroute zu
Für den Wal ist die Rettung noch längst nicht abgeschlossen. Bis zur Nordsee liegt eine Strecke von mehreren hundert bis über tausend Kilometern vor ihm. Der Weg ist komplex, geprägt von Strömungen und Richtungswechseln.
Dass das Tier diese Route alleine gefunden hätte, gilt als äusserst unwahrscheinlich. Umso wichtiger ist die Begleitung durch die Einsatzkräfte, die dem Wal helfen, auf Kurs zu bleiben.
Nun steht bereits die nächste Herausforderung an: Der Wal nähert sich einer stark befahrenen Schifffahrtsroute in Richtung Skandinavien. In diesem Gebiet verkehren zahlreiche Fähren – ein zusätzliches Risiko auf dem ohnehin gefährlichen Weg zurück ins offene Meer.
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11.31 Uhr
Wal wieder auf Kurs – doch neues Risiko durch Fischernetze
Der Wal hat offenbar erneut die richtige Richtung eingeschlagen. Aktuell bewegt sich das Tier zwischen Grömitz und Travemünde durch die Lübecker Bucht – und schwimmt dabei weiter hinaus auf die offene Ostsee zu.
Damit keimt neue Hoffnung auf, dass der Weg in die Freiheit gelingen könnte. Entwarnung gibt es allerdings noch nicht: Der Wal muss die Lübecker Bucht erst vollständig verlassen.
Zudem wartet bereits die nächste Gefahr. Nach Beobachtungen vor Ort durchquert das Tier ein Gebiet mit ausgelegten Stellnetzen. In diesen Fischernetzen könnte sich der Wal verfangen.
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10.52 Uhr
Wal bleibt in Küstennähe – Bewegung Richtung Travemünde
Der Wal hält sich weiterhin in relativer Nähe zum Ufer auf. Aktuell befindet sich das Tier rund 400 Meter vom Strand entfernt.
Vor Ort beobachten Reporter von «Focus Online», dass es nun in Richtung Travemünde unterwegs ist.
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10.39 Uhr
Rückschlag im Wal-Drama – Tier kehrt Richtung Strand zurück
Unerwartete Wendung bei der Rettungsaktion: Der Wal hat den Weg ins offene Meer bislang nicht gefunden und ist erneut in Küstennähe bei Niendorf aufgetaucht.
Auf aktuellen Bildern ist das Tier nur wenige hundert Meter von jener Stelle entfernt zu sehen, an der es zuvor tagelang festgesessen hatte. Damit wächst die Gefahr einer erneuten Strandung.
Die Einsatzkräfte reagieren umgehend. Begleitboote fahren mit lautem Motorengeräusch vor der Küste auf und ab, um den Wal abzudrängen und ihn wieder in Richtung offenes Wasser zu lenken.
Die Situation bleibt angespannt – entscheidend ist nun, dass das Tier nicht erneut auf Grund läuft.
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9.56 Uhr
«Wal schwimmt im Zickzack»
Der Weg zurück ins offene Meer gestaltet sich für den Wal schwieriger als erhofft. Immer wieder orientiert sich das Tier zurück in Richtung Niendorf – und läuft damit Gefahr, erneut auf Grund zu geraten.
Die Begleitboote reagieren entsprechend und positionieren sich gezielt zwischen Wal und Küste, um ihn auf Kurs zu halten. Ziel ist es, eine erneute Strandung unbedingt zu verhindern.
Meeresbiologe Robert Marc Lehmann beschreibt das Verhalten des Tieres gegenüber der «Bild» als unruhig: Der Wal schwimme aktuell «im Zickzack». Nun beginne «die heisse Phase», in der es entscheidend sei, dass das Tier nicht wieder in flacheres Wasser gerät.
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9.31 Uhr
Wal ist weiterhin auf Kurs Richtung Meer
Die beiden Boote «Fehmarn» und «Hummer» begleiten den Wal. Screenshot VesselfinderDer Wal befindet sich weiterhin auf Kurs Richtung Meer. Daten zeigen, dass die beiden Boote «Fehmarn» und «Hummer» von der deutschen Küstenwache das Tier Richtung Gewässer begleiten. Derzeit befinden sich die Boote vor Niendorf an der Ostsee.
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9.09 Uhr
Bilder zeigen: Hier schwimmt der Wal Richtung Meer
Der Buckelwal schwimmt Richtung Freiheit. KEYSTONEDas Drama um den gestrandeten Buckelwal nimmt offenbar ein gutes Ende. Das Tier, das seit Montag auf einer Sandbank festgesteckt hatte, konnte sich in der Nacht eigenständig befreien. Am Morgen war der Unglücksort leer, kurze Zeit später wurde der Wal in der Lübecker Bucht gesichtet.
Drohnen der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover entdeckten das Tier anschliessend bei Sierksdorf. Von dort aus schwimmt es entlang der Küste weiter in Richtung offenes Meer.
Schiffe begleiten den Wal Richtung Meer. KEYSTONEMehrere Boote begleiten den Wal inzwischen auf seinem Weg. Einsatzkräfte der Küstenwache, der DLRG sowie Wissenschaftler versuchen, das Tier gezielt in Richtung Dänemark zu lenken. Von dort führt der Weg durch die dänischen Gewässer zurück in den Atlantik.
Am Timmendorfer Strand wird aufgeräumt KEYSTONEVor Ort weicht die Anspannung spürbarer Erleichterung. Am Timmendorfer Strand wird bereits damit begonnen, Absperrungen abzubauen. Die eigentlich geplante Fortsetzung der Rettungsarbeiten am Morgen ist damit hinfällig geworden.
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8.57 Uhr
Schiffe begleiten Wal aufs offene Meer
Der Wal wird aktuell von mehreren Schiffen ins offene Meer begleitet. Das Tier befindet sich noch immer auf Kurs. .
Gemäss einem Bericht des «Stern» kalkuliert der zuständige Bürgermeister für seine Gemeinde bereits mit mindestens rund 40'000 Euro. Darin sind allerdings nur Teile der Aufwendungen enthalten – zusätzliche Kosten für Personal und eingesetztes Material kommen noch obendrauf.
In der Gesamtbetrachtung erwarten lokale Politiker deshalb deutlich höhere Ausgaben. Sie gehen davon aus, dass sich die Kosten der Rettungsaktion auf einen Betrag im unteren sechsstelligen Bereich summieren werden.
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7.57 Uhr
Tier zieht Richtung offenes Meer
Jetzt läuft die Rettung offenbar nach Plan: Der Wal hat sich aus seiner misslichen Lage befreit und bewegt sich entlang der Küste in Richtung offenes Meer.
Nach Informationen der «Bild» vor Ort wurde das Tier bei Sierksdorf gesichtet. Drohnen der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover konnten den Wal lokalisieren. Demnach zieht er weiter Richtung Norden – mit klarer Tendenz in Richtung Atlantik.
Mehrere Schiffe begleiten die Mission: Sechs Boote der Küstenwache eskortieren den Wal aktuell durch die Ostsee. Ziel ist es, ihn sicher bis nach Dänemark zu führen. Von dort aus kann er durch den Belt wieder in den Atlantik schwimmen.
Noch unklar ist jedoch, in welchem Zustand sich das Tier befindet. Seit der Befreiung gab es keinen direkten Kontakt mehr. Sicher ist lediglich: Reste eines sogenannten Geisternetzes befinden sich weiterhin im Maul des Wals – sie konnten nicht vollständig entfernt werden.
Trotz dieser Unsicherheiten deutet derzeit vieles darauf hin, dass die spektakuläre Rettungsaktion tatsächlich in einem Happy End münden könnte.
Timmendorfer Strand: Der Buckelwal schwimmt in der Ostsee. Der in der Ostsee vor Niendorf gestrandete Wal hat sich offenbar befreit. Bild: Keystone -
7.29 Uhr
Wal offenbar gesichtet
Neue Bewegung im Fall des gestrandeten Wals: Nach Informationen der «Lübecker Nachrichten» soll das Tier vor Haffkrug gesichtet worden sein. Es soll auf dem Weg Richtung Meer sein.
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7.24 Uhr
Robert Marc Lehmann: «Er ist weg von hier, aber noch lange nicht gerettet
«Ich bin erstmal froh, dass er weg ist», sagt der Biologe Robert Marc Lehmann, der gestern den ganzen Tag mit dem Wal gearbeitet hat. «Ich habe mich gestern schon verabschiedet, weil wirklich nur noch wenige Meter gefehlt haben.» Er spricht am Strand zu den Medienschaffenden, die «Lübecker Nachrichten», posten ein Video vom Gespräch.
In Sicherheit sei das Tier aber noch lange nicht. «Gerettet ist er erst, wenn er zuhause ist, im Atlantik, und das ist noch ein weiter, weiter Weg.» Es seien zwei bis drei Kilometer Umkreis mit der Drohne abgesucht worden. «Hier ist er nicht. Es kann aber sein, dass er 50 Kilometer weiter an einem Strand liege.»
Auf die Frage, ob der Wal von der Strömung weggetrieben worden sein könnte, schüttelt er den Kopf und sagt: «20 Tonnen, die auf dem Sand liegen, treiben nicht einfach mit der Strömung weg. Nein, er hat das aus eigener Kraft geschafft. Der wollte ja auch. Er hat seine Kraft gesammelt und es aus eigener Kraft geschafft.»
Zuletzt dämpft Lehmann die aufkommende Euphorie: «Ich möchte nochmals betonen, das ist nicht die Rettung, das ist nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.»
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7 Uhr
Biologe klatscht mit Baggerfahrer ab – «geil, oder?»
Medienschaffende am Timmendorfer Strand suchen nach Zeichen, was passiert sein könnte und ob die Einsatzkräfte vielleicht mehr wissen. Die «Lübecker Nachrichten» berichtet, der Biologe Robert Marc Lehmann habe mit einem der Baggerfahrer abgeklatscht und es seien Worte wie «geil, oder?» zu hören.
Die Bagger bewegen sich derweil von ihrem Einsatzort weg. Es gibt für sie dort offensichtlich nichts mehr zu tun.
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6.46 Uhr
Kein Tracker am Wal
Nach Berichten eines Reporters des Radiosenders NDR Schleswig-Holstein lassen die Expert*innen vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) Drohnen fliegen und halten Ausschau nach dem Tier.
Der Wal wurde nicht mit einem Tracker versehen, mit dem sein Standort nachverfolgt werden kann. Gemäss den Experten konnte ein solches Gerät nicht am Wal angebracht werden, weil seine Haut in einem schlechten Zustand war.
Kein Wal mehr in Sicht: Blick auf die Ostsee am Freitagmorgen in der Nähe der Stelle, wo der Buckelwal gestrandet war. Das Tier konnte sich wohl in der Nacht befreien. Links einer der Bagger, mit denen am Donnerstag eine Rinne gegraben wurde, durch die der gestrandete Wal offenbar in tiefere Gewässer gelangen konnte. Bild: Keystone/dpa/Kai Moorschlatt -
6.22 Uhr
In Kürze sprechen Experten und Rettungskräfte
In Kürze sollen Experten und Rettungskräfte auf der Seebrücke vor der Presse sprechen. Zuerst soll die Suche nach dem Buckelwal im Umkreis der Bucht abgeschlossen werden, berichten die «Lübecker Nachrichten». Das Team der Rettungskräfte warte auch auf Sven Partheil-Böhnke, den Bürgermeister der Gemeinde Timmendorfer Strand.
Tagelang sass ein Buckelwal vor Timmendorfer Strand im Norden Deutschlands auf einer Sandbank fest. In der Nacht zu Freitag konnte er sich offenbar befreien. Bild: Keystone/EPA/Sea Shepherd Germany -
6.11 Uhr
Gestrandeter Buckelwal ist nicht mehr zu sehen
Da, wo der Wal gestern Abend noch lag, kräusele sich jetzt nur noch das Wasser, schreibt die norddeutsche Tageszeitung «Lübecker Nachrichten». Die Rettungskräfte fliegen das Gebiet derzeit offenbar mit einer Drohne ab um zu sehen, ob der Wal noch in der Nähe ist.
Der seit Tagen auf einer Sandbank festsitzende Wal hat sich wohl befreien können. Fotografen und Journalisten suchen das Wasser und den Horizont nach dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger ab und können das Tier nicht mehr entdecken, sagte ein dpa-Reporter vor Ort.
Gestern Abend hatte der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann bereits gesagt, dass dem Wal nur noch wenige Meter zur Freiheit fehlten.
Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher nicht.
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Freitag, 27. März 2026, 5 Uhr
Gelingt heute die Befreiung?
Fieberhaft kämpften Helfer vor Timmendorfer Strand am Donnerstagabend im Dunkeln für die Rettung des gestrandeten Wals. Und tatsächlich machten sie Fortschritte. Gelingt heute der Durchbruch?
Zwischenzeitlich sah es für den festsitzenden Buckelwal schon gut aus. Am Ende hätten am Abend nur noch wenige Meter bis ins tiefere Wasser gefehlt, sagte der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke.
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21 Uhr
Taucher Lehmann: «Zehn Meter fehlen noch»
Die Rettungskräfte sind trotz Abbruch der Aktion voller Hoffnung für den Buckelwal. Laut dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann hat sich das gestrandete Tier heute rund 40 Meter fortbewegt. «Zehn Meter fehlen noch», sagt Lehmann laut «Lübecker Nachrichten».
Biologe Robert Marc Lehmann war den ganzen Tag unermüdlich im Einsatz. Bild: Daniel Bockwoldt/dpa -
20.43 Uhr
Bürgermeister ordnete Abbruch an
Wie «Focus online» berichtet, ordnete Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke den Abbruch der heutigen Rettungsaktion an. Der Einsatz in kompletter Dunkelheit sei zu gefährlich. «Der Wal bewegt sich, der will. Wir werden morgen den Durchbruch erzielen», sagte Partheil-Böhnke und kündigt die Fortsetzung für morgen Freitag 6 Uhr an.
Selbst als es längst dunkel war, ging die Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal weiter. Bild: IMAGO/Agentur 54 Grad -
20.32 Uhr
Einsatz abgebrochen
Nun wird der Einsatz doch abgebrochen. Die Rettung des Wals kann heute nicht mehr fortgesetzt werden.
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20.26 Uhr
Wal robbt sich langsam Richtung Rinne
Der gestrandete Buckelwal schlägt regelmässig mit seiner Flosse und robbt sich langsam Richtung Rinne. Auch die Einsatzkräfte im Wasser geben nicht auf.
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19.47 Uhr
Einsatz läuft trotz Dunkelheit weiter
Eigentlich hätte der heutige Einsatz längst beendet sein sollen, es ist komplett dunkel. Doch die Retter denken nicht ans Aufhören und motivieren den jungen Wal. Per Scheinwerfer wird weiter gebaggert.
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19.30 Uhr
Wal kämpft und ist kurz vor der Rinne
Die Retter haben offenbar die Hoffnung, dass es der Wal doch noch heute schafft. Immer weiter bewegt sich das Tier Richtung Rinne, schlägt mit der Schwanzflosse.
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19.11 Uhr
Wal bewegt sich deutlich
Aufregung am Timmendorfer Strand: Trotz der langsam einsetzenden Dunkelheit versuchen die Einsatzkräfte alles, um den Wal vielleicht doch noch heute frei zu bekommen. Wie im Live-Video zu erkennen ist, schiebt nun auch der Bagger den jungen Buckelwal sanft mit der Schaufel an. Es funktioniert! Der Wal bewegt sich deutlich.
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18.46 Uhr
Wal bewegt sich und liegt tiefer im Wasser
Taucher Marc Lehmann ist trotz Dämmerung noch im Wasser und will den Wal mithilfe einer Wasserfontäne in die freigelegte Bagger-Rinne drängen. Wie «Focus Online» berichtet, gibt es kurz vor dem heutigen Abbruch der Rettungsarbeiten einen Hoffnungsschimmer. Demnach bewegte sich der Buckelwal deutlich und liegt nun tiefer im Wasser.
Die Rettungsaktion soll laut Plan am morgigen Vormittag um 7 Uhr fortgesetzt werden.
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18.31 Uhr
«Der letzte Schub fehlt»
Die Wal-Retter geben alles, um den in der Lübecker Bucht gestrandeten jungen Buckelwal zu retten. Doch den letzten Schritt muss das Tier selbst schaffen. Manuel Abraas von Sea Shepherd ist jedoch voller Hoffnung. «Es ist jede Menge Bewegung drin», sagt er zu «Focus online». Doch der entscheidende Schritt in Richtung Bagger-Rinne fehle noch: «Der letzte Schub fehlt.»
Indessen stehen die fünf Boote schon bereit, um den Buckelwal ins Meer zu begleiten.
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17.10 Uhr
Experte sieht Nachholbedarf in der Tierrettung
Bei allem Mitfiebern mit dem gestrandeten Wal sieht Manuel Abraas laut «Focus Online» an anderer Stelle Nachholbedarf. «Man sieht, dass wir in Deutschland relativ blank bei der Grosstierrettung sind», kritisiert der Geschäftsführer von Sea Shepherd.
Zwar sei mittlerweile erforderliches Gerät vor Ort, doch das habe zu viel in Anspruch genommen, moniert der Meeresschützer. Länder wie Australien und Neuseeland seien besser aufgestellt. «Wenn man das hier etabliert, kann man sofort starten. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt», hofft Abraas auf ein Umdenken.
Konkret nach den Erfolgsschancen der aktuell laufenden Rettungsmission gefragt, entgegnet Abraas optimistisch: «Es ist noch eine Menge Leben in diesem Wal.»
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16.52 Uhr
Polizei will Wal bis in die Nordsee eskortieren
Für den Fall einer erfolgreichen Befreiung steht der nächste Schritt bereits fest. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat den Plan für die Zeit nach der Rettung vorgestellt.
Mehrere Polizeiboote sollen bereitstehen, um den Wal nach seiner Befreiung aus der Sandbank sicher durch die Ostsee zu begleiten. Ziel ist es, das Tier zurück in die Nordsee zu führen – also in sein natürliches Habitat.
Die Aktion soll international abgestützt werden: Auch dänische Behörden sind eingebunden und sollen die Eskorte unterstützen.
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16.16 Uhr
«Wal will mitmachen!»
Robert Marc Lehmann berichtet von Fortschritten. KEYSTONEIm Rettungseinsatz gibt es einen neuen Hoffnungsschub. Meeresbiologe Robert Marc Lehmann berichtet gegenüber der «Bild» von einem entscheidenden Fortschritt im direkten Kontakt mit dem Tier.
«Der Wal vertraut mir jetzt, ist auch hoch motiviert, mitzumachen. Er hat jetzt auch die Angst vor mir verloren», sagt Lehmann. Dieses Vertrauen sei zentral – und erstmals reagiere das Tier gezielt auf seine Signale. Mit Rufen wie «Go, Go, Go» habe er versucht, den Wal zusätzlich zu motivieren.
Auch kurz darauf bestätigt sich dieser Eindruck. «Ich bin jetzt hoffnungsfroher als vorhin, weil ich da draussen gemerkt habe, der Wal will! Er will starten», erklärt Lehmann im Gespräch mit der Zeitung. Der Wal verhalte sich ruhig, sobald er in seiner Nähe sei – ein Zeichen dafür, dass sich eine Art Verbindung aufgebaut hat.
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16.04 Uhr
Jetzt spricht der Taucher, der mit dem gestrandeten Wal ums Überleben kämpft
An der deutschen Ostseeküste ringt ein gestrandeter Buckelwal ums Überleben. Robert Marc Lehmann begleitet die Rettungsversuche als Taucher hautnah – und dämpft die Erwartungen drastisch. Alles dazu liest du hier:
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16.01 Uhr
Experte bleibt optimistisch – «Es lohnt sich, den zu bewegen»
Trotz der schwierigen Lage sehen Fachleute weiterhin gute Chancen für eine erfolgreiche Rettung des gestrandeten Wals. ITAW-Meeresbiologe Joseph Schnitzler zeigt sich zuversichtlich: «Die Chancen stehen gut, dass wir einen Ausweg vorbereiten, den der Wal nehmen wird.»
Sein Institut bringt Erfahrung mit ähnlichen Fällen mit – auch wenn jede Strandung anders verläuft. Beim aktuellen Tier fällt laut Schnitzler vor allem eines auf: «Das Tier ist äusserlich gut ernährt und fit.» Lediglich die Haut sei in keinem optimalen Zustand. Dennoch befinde sich der Wal in einer Lage, in der er «vermutlich wochenlang überleben könnte». Für den Experten ist deshalb klar: «Es lohnt sich, den zu bewegen.»
Ein Nichtstun wäre aus seiner Sicht keine Option – auch aus ethischen Gründen. «Die Möwen würden ihn lebendig zerpicken», warnt Schnitzler mit Blick auf die Alternative, das Tier seinem Schicksal zu überlassen.
Ob der Wal nach einer möglichen Rettung langfristig überlebt, hängt laut dem Meeresbiologen vor allem davon ab, wie schnell er wieder zu Kräften kommt und sich in freiem Wasser orientieren kann.
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15.33 Uhr
Wal kann nichts fressen – Arbeiten gehen weiter
Die Lage bleibt kritisch, doch es gibt weiterhin Hoffnung für den gestrandeten Wal. Seit Montag hat das Tier nichts mehr gefressen – ein Problem, das mit seiner aktuellen Situation zusammenhängt.
Im flachen Wasser kann der Wal sein Maul nicht weit genug öffnen, um wie üblich Nahrung aufzunehmen. Buckelwale jagen normalerweise, indem sie mit geöffnetem Maul in Fischschwärme schiessen – das ist unter den aktuellen Bedingungen nicht möglich.
Immerhin: Die Tiere verfügen über grosse Fettreserven. Wochen ohne Nahrung sind für sie grundsätzlich überlebbar. Laut Einschätzungen vor Ort ist auch der Wal in der Ostsee gut genährt, seine Energiereserven könnten ihm nun zugutekommen.
Parallel laufen die Rettungsarbeiten weiter auf Hochtouren. «Noch immer gibt es Hoffnung», sagt Stephanie Gross vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung gegenüber den «Lübecker Nachrichten». Die Arbeiten sollen bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt werden.
Damit bleibt ein enges Zeitfenster: Die Helfer setzen alles daran, dem geschwächten Tier noch rechtzeitig den Weg zurück ins tiefere Wasser zu öffnen.
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14.10 Uhr
«Komm schon!» Wal zeigt Kampfgeist
Im Stream kommt es zu einem Moment, der alle hoffen lässt: «Komm schon!», ruft der Taucher dem Wal zu – und tatsächlich reagiert das Tier. Es schlägt mehrfach mit der Schwanzflosse, bewegt sich deutlich und gibt sogar Geräusche von sich. Für Sekunden wirkt es, als könnte die Rettung gelingen. Doch nach einigen Sekunden lässt der Wal wieder nach.
Die Hoffnung lebt weiter – auch wenn der entscheidende Durchbruch noch aussteht. Die Walexpertin Stephanie Gross spricht gegenüber «Focus Online» von einem wichtigen Signal: «Alle haben das als positives Zeichen gesehen», sagt sie über die jüngsten Bewegungen des Tieres.
Ein Taucher hatte zuvor versucht, den Wal zum Schwimmen zu bewegen und zu testen, ob er bereit ist, die freigegrabene Rinne zu nutzen. Dass der Versuch letztlich scheiterte, führt Gross auf die Bedingungen vor Ort zurück: «Offenbar war die Rinne noch nicht frei.» Deshalb habe man bewusst darauf verzichtet, das Tier hineinzutreiben.
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13.10 Uhr
Bagger arbeitet direkt am Wal
Robert Marc Lehmann (im Wasser), Biologe, arbeitet an dem gestrandeten Wal in der Ostsee. KEYSTONEDer Bagger hat sich inzwischen bis direkt zum Kopf des Tieres vorgearbeitet – statt Meter geht es jetzt nur noch Zentimeter für Zentimeter voran.
Vor Ort koordiniert Meeresbiologe Robert Marc Lehmann den Einsatz. In Taucherausrüstung sichert er den Kopf des Wals ab, während die Baggerschaufel möglichst präzise arbeitet, um das Tier nicht zusätzlich zu gefährden.
Gleichzeitig zeigt der Wal erstmals deutlich mehr Aktivität. Auf den Bildern ist zu sehen, wie sich der Wal immer wieder bewegt. Doch die Bedingungen vor Ort bleiben schwierig, Wind und starke Wellen erschweren die Grabungsarbeiten.
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12.40 Uhr
Bergungsarbeiten kommen voran
Die Bergungsarbeiten kommen voran, doch die Lage bleibt angespannt. Ein Bagger arbeitet inzwischen direkt vor dem gestrandeten Tier und gräbt eine Rinne, um dem Wal den Weg zurück ins tiefere Wasser zu ermöglichen.
Parallel ist ein Taucher im Einsatz, der versucht, den Wal zum Schwimmen zu bewegen. Zwischendurch scheint das Tier auf die Bemühungen zu reagieren – es zeigt leichte Regungen. Eine grössere Bewegung bleibt jedoch bislang aus.
Ob die Rettungsaktion gelingt, ist derzeit noch ungewiss.
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11.15 Uhr
Wal hätte es noch nicht ganz geschafft
Ganz geschafft hätte es der Wal bei einer erfolgreichen Befreiung nicht. Da die Ostsee nicht sein natürlicher Lebensraum ist, muss er wieder zurück in die Nordsee und dann weiter in den Atlantik gelangen. Laut Experten besteht die Gefahr, dass der Wal sich erneut festschwimmt oder aus der Ostsee nicht wieder herausfindet.
Die Ostsee stelle ein Nadelöhr dar, sagte etwa Jan Herrmann, Tierarzt und Wal-Experte aus Wilhelmshaven. «Den Ausgang muss man wieder finden, und das ist nicht ganz sicher, dass das in der Navigation der Buckelwale so angelegt ist.»
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10.01 Uhr
Wal reagiert sehr nervös
Robert Marc Lehmann ist vor Ort. KEYSTONEVor Beginn des Rettungsversuchs näherte sich der Biologe Robert Marc Lehmann dem festsitzenden Tier. Dieses reagierte mit heftigen Bewegungen und lautem Schnauben. Der Meeressäuger steckt im flachen Wasser fest – so flach, dass man dort stehen kann.
Die Begutachtung durch den Taucher habe ergeben, dass es um das Tier relativ gut aussehe, sagte Stephanie Gross vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Der Buckelwal reagiere auf Annäherung. Der Kopf liege zwar im Flachwasser, er könne diesen aber noch anheben.
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9.30 Uhr
Rinne wird 50 Meter lang
Baggerfahrer Tim Löhndorf von der Firma Ökologischer Gewässerdienst Wandhoff hatte der dpa am Mittwoch gesagt, dass mit insgesamt zwei Baggern eine 50 Meter lange, sechs Meter breite und 1,20 Meter tiefe Rinne vor dem Kopf des Wals gegraben werden soll. Besonders herausfordernd seien bei der Rettungsaktion Wind und Strömung.
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8.52 Uhr
Wal muss sich an Geräusche gewöhnen
Ziel sei es, sich langsam an den 12 bis 15 Meter grossen Meeressäuger heranzuarbeiten, auch damit dieser sich an die Geräusche gewöhnen kann, sagte der Bürgermeister des Ortes Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein), Sven Partheil-Böhnke, gegenüber der dpa.
Bei den Arbeiten sei höchste Konzentration gefragt. Man müsse sich bis auf einen Zentimeter an den Kopf des Tieres heranarbeiten, erklärte der Bürgermeister. Dies sei auch für den Buckelwal nicht ganz ungefährlich.
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8.30 Uhr
Bagger haben mit Grabung begonnen
Jetzt haben zwei Bagger in einiger Entfernung von dem auf einer Sandbank festsitzenden Tier damit begonnen, eine Rinne zu graben.Ein dritter Bagger steht laut Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor Ort noch zur Unterstützung am Strand bereit.
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04.30 Uhr
Heute startet Rettungsaktion mit Baggern
Es könnte der letzte Versuch sein, den vor Timmendorfer Strand auf Grund liegenden Buckelwal zu befreien: Nachdem am Mittwochabend ein grosser Schaufelbagger eingetroffen war, soll dieser zusammen mit einem zweiten Bagger, der noch am Abend ankommen sollte, ins Wasser gelassen werde. Die Rettung des Wals beginne dann voraussichtlich gegen 8.00 Uhr.
Mit den Baggern soll eine 50 Meter lange, sechs Meter breite und 1,20 Meter tiefe Rinne vor dem Kopf des Wals gegraben werden, sagte Baggerfahrer Tim Löhndorf von der Firma Ökologischer Gewässerdienst Wandhoff der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. So müsse sich das Tier nicht drehen, um wegkommen zu können, erklärte Carsten Mannheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd.
Was du zur Rettungsaktion wissen musst
Der vor Timmendorfer Strand von einer Sandbank befreite Buckelwal schwimmt auf Kurs hinaus aus der Lübecker Bucht. Dies sagte Stephanie Gross vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Eine Kollegin von ihr sei in einem Schlauchboot direkt neben dem 12 bis 15 Meter langem Meeressäuger.
Zudem werde das Tier ungefähr 300 Meter vor der Küste von einem Schiff der Küstenwache und mehreren Booten begleitet, erklärte Gross. An dem Wal selbst sei kein Sender angebracht worden, da die Haut zu sehr erkrankt sei. Der Buckelwal war am Montagmorgen auf der Sandbank entdeckt worden. Mit Hilfe einer gegrabenen Rinne befreite er sich in der Nacht zum Freitag.
Nun komme es darauf an, dass der Wal im offenen Wasser bleibt und möglichst in die Nordsee schwimmt, erklärte der Biologe Robert Marc Lehmann. Noch sei er nicht in Sicherheit. Seine Befreiung von der Sandbank sei bisher nicht seine Rettung, sondern nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Zu Hause sei er erst im Atlantik.
Ministerpräsident sicherte Hilfe zu
«Ich bin einfach nur froh», sagte der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke. Auch Schleswig-Holstein Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) drückte laut WDR seine Freude über die Rettung aus und dankte den Helfern vor Ort.
Am Donnerstag hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) die Hilfe des Landes zugesagt, als er sich vor Ort selbst ein Bild der Lage machte. Sollte der Meeressäuger frei kommen – wie es inzwischen der Fall ist – wolle Kiel etwa zwei Boote zur Verfügung stellen, um das Tier durch die Ostsee zu geleiten, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Damit soll verhindert werden, dass er wieder strandet.
Gegenüber dem «WDR» erneuerte Günther das Versprechen: «Mal gucken, ob wir ihn dabei begleiten müssen und ihm raushelfen müssen, angeboten haben wir es, aber jetzt ist er erst mal nicht mehr am Strand zu sehen.» Es komme darauf an, dass der Meeressäuger «den richtigen Weg» findet.
Wal kämpfte sich durch gegrabene Rinne
Für Timmendorf am Strand an der Ostsee hat die beispiellose mehrtägige Rettungsaktion mit Baggern und Tauchern damit ein gutes Ende genommen. Der Buckelwal war Montagmorgen auf einer Sandbank entdeckt worden. Tagelang wurde versucht, das Tier zu befreien. So war etwa am Dienstag ein Rettungsversuch mit einem kleinen Saugbagger gescheitert. Am Donnerstag wurde mit einem Schwimmbagger eine Rinne ausgehoben.
Meter um Meter hatte sich der Wal am Abend durch diese Rinne gekämpft. Auch ein grösserer Bagger konnte schliesslich von Land aus eingreifen, nachdem ein Damm aufgeschüttet worden war, um das schwere Gerät in Reichweite zu bringen.
Das Tier zeigte sich aktiver als in den Tagen zuvor. Die Helfer versuchten es am Abend auch mit Lärm zu animieren – durch Hupen, Trommeln oder Rufen. Auch das Tier selbst gab immer wieder lautes Brummen von sich. Am Ende hätten am Abend nur noch wenige Meter bis ins tiefere Wasser gefehlt, sagte der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke, als die Aktion wegen der Dunkelheit abgebrochen wurde – in der Nacht befreite sich das Tier dann selbst.
Nicht heimisch in der Ostsee
Warum der Wal vor Niendorf aufgetaucht war, ist bislang unklar. Stephanie Gross vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) hatte gesagt, vielleicht sei das Tier krank oder verletzt, vielleicht auch nur erschöpft gewesen. Es könne aber auch sein, dass der Wal einfach durch einen unglücklichen Zufall in diesem Flachwasserbereich gelandet sei.
Nach Angaben der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd handelt es sich bei dem Tier wahrscheinlich um den Wal, der bereits zuvor wiederholt auch vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gesichtet worden war und Anfang März durch sein Auftauchen im Hafen von Wismar Aufsehen erregt hatte.
Grosswale wie Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch. Sie könnten demnach auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der Ostsee landen. Auch Unterwasserlärm könnte laut Experten eine Rolle spielen.