Vegetation wächst nachHoffnung für gerodete Regenwald-Flächen
SDA
13.4.2026 - 05:26
Gute Nachrichten für Regenwälder aus Ecuador: Auch gerodete Flächen können wiederbelebt werden. Bäume und Tiere kehren zurück. (Symbolbild)
Keystone
Für gerodete Regenwald-Flächen gibt es Hoffnung. Wenn die Landwirtschaft wieder eingestellt ist, wächst die Vegetation wieder nach, und auch die meisten Tiere kehren zurück.
Keystone-SDA
13.04.2026, 05:26
13.04.2026, 07:42
SDA
Und das geht schneller als bislang vermutet, wie ein internationales Forschungsteam um Timo Metz und Nico Blüthgen von der Technischen Universität Darmstadt im Fachjournal «Nature» schreibt.
Für das Grossprojekt beobachtete das 41-köpfige Team verschiedene Regenwald-Flächen im Chocó im Nordwesten von Ecuador und untersuchte 16 Gruppen von Organismen, darunter Tiere, Pflanzen und Bakterien – insgesamt mehrere tausend Arten. Die Flächen, die unter Naturschutz standen, unterschieden sich unter anderem hinsichtlich der vorherigen Nutzung und der Dauer, seit sie nicht mehr der Landwirtschaft dienten.
Innerhalb von 30 Jahren erhole sich die Artenvielfalt auf über 90 Prozent des ursprünglichen Niveaus, berechnen die Studienautoren. Zudem kämen drei Viertel der typischen Tier- und Pflanzenarten wieder. «Die vielen schnell zurückkehrenden Tierarten sind nicht nur Profiteure der Wald-Regeneration, sondern sind auch deren wichtigste Akteure», wird Studienleiter Blüthgen in einer Mitteilung seiner Universität zitiert. «Fledermäuse, Affen und andere Säugetiere sowie Vögel bringen die Baumsamen wieder in die gerodeten Flächen, Dungkäfer graben die Samen in den Boden, hunderte anderer Tierarten sorgen für die Bestäubung.»
Allerdings war die Rückkehr nur möglich, da in der Region noch einige unberührte Wälder vorhanden waren. Aus diesen Reservoirs konnten sich die Tier- und Pflanzenarten wieder in die zuvor landwirtschaftlich genutzten und nun brachliegenden Flächen ausbreiten. Zudem dauerte die Besiedlung je nach Art der Organismen unterschiedlich lange. Wichtig war auch, wie der Boden zuvor bewirtschaftet worden war – etwa ob als Kakaoplantage oder als Weide.
Regenwald weiterhin stark gefährdet
Tropische Regenwälder sind Heimat für einen grossen Teil aller weltweiten Tier- und Pflanzenarten. Allerdings ist der Studie zufolge nicht einmal mehr die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Regenwälder intakt. Landnutzung und Klimawandel gefährdeten die Wälder. Und die Abholzung schreite weiterhin schneller voran als die Schutzmassnahmen, beklagt das Forschungsteam.
Demnach gehen pro Jahr vier bis sechs Millionen Hektar weltweit verloren – also 40'000 bis 60'000 Quadratkilometer. Das entspricht im Mittel etwa der Fläche von Costa Rica (gut 51'000 Quadratkilometer). «Diese jährlichen Verluste sind damit fast so hoch wie die Fläche aller langfristig angelegten Renaturierungsmassnahmen zusammen», sagt der Ökologe Blüthgen.
KI, Waffen und die Auslöschung: «Wir sind noch nicht so weit»
In Kriegsspielen greift die KI in 95 Prozent der Fälle zum Atomschlag: Katrin Yuan, Gründerin des Swiss Future Institute und Vorsitzende des AI Future Council, kommentiert und ordnet beim «Future Symposium» im März 2026 in Zürich ein.
30.03.2026
KI rekonstruiert Bilder aus dem Mäusehirn: Sehen die kleinen Nager unsere Welt so?
Was sieht eigentlich eine Maus? Britische Forscher zeigten Mäusen kurze Videos und zeichneten ihre Gehirnaktivität auf. Mithilfe von KI rekonstruierten sie daraus später Bilder, die zeigen, was die Tiere gesehen haben könnten.
19.03.2026
Impfskeptiker als Gesundheitsminister: US-Regierung senkt Zahl der Impfempfehlungen für Kinder
Donald Trumps Gesundheitsminister Robert Kennedy steht Impfungen sehr skeptisch gegenüber. Das macht sich nun auch in den Impfempfehlungen für Kinder bemerkbar. Künftig sollen diese nur noch für die elf «schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten» gelten, teilt der US-Präsident auf Truth Social mit.
06.01.2026
KI, Waffen und die Auslöschung: «Wir sind noch nicht so weit»
KI rekonstruiert Bilder aus dem Mäusehirn: Sehen die kleinen Nager unsere Welt so?
Impfskeptiker als Gesundheitsminister: US-Regierung senkt Zahl der Impfempfehlungen für Kinder