Wo die Quantenphysik Skiurlaub machteIn Arosa entstand vor 100 Jahren die Grundlage für Smartphones
SDA
19.1.2026 - 22:30
Erwin Schrödinger war nicht nur ein grosser Physiker, es legte auch den Grundstein für das moderne Smartphone.
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Erwin Schrödinger verbrachte Weihnachten 1925 in Arosa – und schrieb Physikgeschichte. Damals lieferte er die Grundlage für das Smartphone. Nun ehrt die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz den Bündner Ort als historische Stätte der Chemie.
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Keystone-SDA, Redaktion blue News
19.01.2026, 22:30
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Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz hat Arosa als historische Stätte der Chemie ausgezeichnet, weil Erwin Schrödinger dort 1925/26 seine berühmte Gleichung entwickelte.
Die Schrödinger-Gleichung beschreibt das Verhalten von Elektronen und ist zentral für das Verständnis atomarer und molekularer Strukturen.
Diese Entdeckung bildet die Grundlage moderner Technologien wie Computer, Solarzellen, GPS und Smartphones.
Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz hat Arosa als historische Stätte der Chemie ausgezeichnet. In dem Bündner Skiort entwickelte der Physikprofessor Erwin Schrödinger vor 100 Jahren während seiner Weihnachtsferien die Grundlagen moderner Technologien wie Smartphones.
Am vergangenen Sonntag wurde am Haus «Panarosa» an der Sonnenbergstrasse 14 eine Gedenktafel eingeweiht, wie die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) am Montag mitteilte.
«Schrödinger-Gleichung»
In diesem Haus verbrachte der an der Universität Zürich tätige Schrödinger seine Weihnachtsferien 1925/26. Statt Ski zu fahren, entwickelte er in diesen Ferien die heute als «Schrödinger-Gleichung» bekannte Formel. Schrödinger selbst soll gesagt haben, er habe sich «von einer schönen Theorie ablenken lassen».
Am 27. Januar 1926 reichte er seine Publikation mit dem Titel «Quantisierung als Eigenwertproblem» bei der Fachzeitschrift «Annalen der Physik» ein. Sie gilt laut der SCNAT heute als eine der zehn wichtigsten Publikationen der Physik.
«Ohne sie könnten wir viele chemische Phänomene nicht verstehen»
Die Gleichung beschreibt das Wellenverhalten von Elektronen und macht berechenbar, wie sie sich in Atomen und Molekülen verteilen. Sie erklärt laut der SCNAT damit, wie Atome und Moleküle aufgebaut sind und miteinander reagieren. «Ohne sie könnten wir viele chemische Phänomene nicht verstehen und berechnen. Ohne sie gäbe es die heutigen Transistor-Computer nicht, keine Solarzellen, kein GPS und keine Smartphones», schrieb die Akademie.
Das nun verliehene «Chemical Landmark» soll diese wissenschaftliche Leistung und deren gesellschaftliche Bedeutung ehren.
Das Leben von Erwin Schrödinger
Erwin Schrödinger (1887–1961) war ein österreichischer Physiker und einer der zentralen Begründer der Quantenmechanik. International bekannt wurde er durch die Schrödinger-Gleichung, die das Verhalten von Teilchen auf atomarer Ebene beschreibt und bis heute als Grundpfeiler der modernen Physik gilt.
Schrödinger prägte auch die Wissenschaftskommunikation – etwa mit dem berühmten Gedankenexperiment «Schrödingers Katze», das die paradoxen Konsequenzen der Quantenphysik veranschaulichen soll.
1956 erhielt er den Nobelpreis für Physik (gemeinsam mit Paul Dirac). Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigte er sich intensiv mit Philosophie und den Grundlagen des Lebens. Sein Einfluss reicht weit über die Physik hinaus – Schrödinger gilt bis heute als einer der prägenden Denker des 20. Jahrhunderts.
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Am Freitag ist es dann so weit – in Form einer schriftlichen Mitteilung:
«Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe», zitiert das Königshaus die Kronprinzessin darin. «Teile des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und mir repräsentieren nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte.»
Sie bedaure auch die Situation, in die sie das Königshaus – besonders König Harald V. und Königin Sonja – gebracht habe.
In E-Mails sollen sich die Kronprinzessin und der Sexualstraftäter über mehrere Jahre zu privaten Themen ausgetauscht haben – nachdem Epstein bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. In den kürzlich veröffentlichten Akten zu dem Fall taucht ihr Name mehrere Hundert Male auf.
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Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
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