Über 300 Jahre verschollen Kolumbien birgt Schatz aus Schiffswrack von 1708

Fabienne Berner

29.11.2025

Über 300 Jahre verschollen: Kolumbien birgt Schatz aus Schiffswrack von 1708

Über 300 Jahre verschollen: Kolumbien birgt Schatz aus Schiffswrack von 1708

Ein Milliarden-Schatz aus 600 Metern Tiefe: Kolumbien zeigt erstmals Artefakte aus dem Wrack der «San José». Sie sollen neue Einblicke in den transatlantischen Handel und die Kolonialgeschichte ermöglichen. 

27.11.2025

Ein Milliarden-Schatz aus 600 Metern Tiefe: Kolumbien zeigt erstmals Artefakte aus dem Wrack der «San José». Sie sollen neue Einblicke in den transatlantischen Handel und die Kolonialgeschichte ermöglichen. 

Fabienne Berner

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Kolumbien hat erstmals Gegenstände aus dem Wrack der 1708 gesunkenen spanischen Galeone San José geborgen.
  • Die Bergung umfasst Goldmünzen, ein Kanonenrohr und eine Porzellantasse aus rund 600 Metern Tiefe.
  • Ein langjähriger Eigentumsstreit mit Spanien und US-Schatzsuchern dauert an.

Kolumbien hat erstmals Gegenstände aus dem als «wertvollstes Schiffswrack der Welt» geltenden spanischen Galleon San José geborgen. Bei einer Unterwasseroperation vor der Küste Cartagenas wurden ein Kanonenrohr, mehrere Goldmünzen sowie eine Porzellantasse an die Oberfläche gebracht. Die Objekte stammen aus dem Wrack, das in rund 600 Metern Tiefe liegt und seit seiner Entdeckung im Jahr 2015 streng geheim gehalten wird – nicht zuletzt wegen des enormen Schatzwerts, der auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt wird.

Die San José war 1708 gesunken, nachdem sie auf dem Weg von den spanischen Kolonien nach Europa von einem britischen Kriegsschiff angegriffen wurde. An Bord befanden sich Edelsteine und angeblich rund elf Millionen Gold- und Silbermünzen. Seit Jahrzehnten streiten Kolumbien, Spanien und eine Gruppe US-amerikanischer Schatzsucher über die Eigentumsrechte an dem Wrack. Kolumbien beansprucht es wegen seines Standortes in territorialen Gewässern, während Spanien argumentiert, die San José sei als staatliches Kriegsschiff spanisches Eigentum.

Die nun geborgenen Stücke wurden für Konservierung und archäologische Analyse an das kolumbianische Institut für Anthropologie und Geschichte (ICANH) übergeben. Weitere Untersuchungen sollen folgen, bevor zusätzliche Artefakte aus der Tiefe geholt werden. Die Bergung markiert einen wichtigen Schritt für die wissenschaftliche Erforschung eines der bedeutendsten Unterwasser-Schätze der Welt.


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