Der erste Frühlingsmonat trumpft mit einem kosmischen Schattenspielen auf: Mitte März ereignet sich eine totale Mondfinsternis. Diese ist zwar nicht ganz so spektakulär wie eine Sonnenfinsternis, bietet aber dennoch ein schönes Himmelsspektakel.
Redaktion blue News
10.03.2025, 19:04
14.03.2025, 08:22
Wann ist die Mondfinsternis?
Am Freitag, 14. März, taucht der Vollmond in den Schatten der Erde.
Mit Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde um 4:56 Uhr beginnt die Mondfinsternis.
Sichtbar wird das Schattenspiel erst mit Eintauchen des Mondes in den Kernschatten um 6:09 Uhr.
Um 7:26 Uhr ist der Mond vollständig in den Kernschatten eingedrungen, die Totalität beginnt.
Die Dauer der Totalität wird länger als gewöhnlich sein.
In welchen Ländern kann die Mondfinsternis beobachtet werden?
Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es aber: Der Mond geht für viele Orte in Mitteleuropa noch während der Finsternis unter. Das heisst, für die Schweiz handelt es sich nur um eine partielle Mondfinsternis. Für alle Frühaufsteher und Astronomie-Fans, die einen Blick auf das Naturschauspiel werfen wollen empfiehlt es sich, einen Ort mit freiem Blick zum westlichen Horizont aufzusuchen, da der Mond zu dieser Zeit bereits tief steht.
Die Bedingungen für die Beobachtung der totalen Finsternis des Vollmonds werden in weiten Teilen der USA und Kanadas optimal sein. Besonders im Westen des Kontinents wird das Spektakel der vollständig im Erdschatten versunkenen Mondscheibe gut sichtbar sein.
In Neuseeland sowie auf der Tschuktschen- und Kamtschatka-Halbinsel in Ostsibirien wird der Mond am Freitagabend während der Totalität aufgehen.
Finsternisse sind das Ergebnis des himmlischen Wechselspiels von Sonne, Mond und Erde. Bei einer Mondfinsternis steht die Erde auf einer geraden Linie zwischen Sonne und Mond – der Vollmond taucht in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde ins Weltall wirft.
Dass eine Mondfinsternis nicht jedes Mal bei Vollmond auftritt, ist auf die leichte Neigung der Mondbahn gegen die Ekliptik – die Ebene der Erdbahn – zurückzuführen. Wegen dieser Neigung von rund fünf Grad wandert der Mond auf seiner Bahn um die Erde meist ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei.
Nur wenn der Vollmond exakt in einem der beiden Schnittpunkte von Mondbahn- und Erdbahnebene steht, wird er vom Erdschatten erfasst. Diese Schnittpunkte heissen auch Drachenpunkte – in Anlehnung an die chinesische Mythologie: Beim Anblick einer Finsternis glaubten die Menschen im alten China, dass ein Himmelsdrache das Gestirn verschlingt.
So funktioniert eine Mondfinsternis.
Keystone-SDA/APA
Wie kann ich die Mondfinsternis fotografieren?
Klar, so eine Mondfinsternis ist natürlich auch ein beliebtes Foto-Sujet. Schöne, gestochen scharfe Fotos vom Mond am Nachthimmel zu knipsen, ist aber gar nicht so einfach. Der Foto-Dienstleister ifolor.ch gibt Tipps für das perfekte Mond-Bild:
Wettervorhersage checken Nur bei klarem Himmel können schönen Fotos gemacht werden.
Richtiges Equipment wählen Verwende am besten ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von mindestens 200mm. Auch Stativ und Fernauslöser sollten verwendet werden, damit die Fotos auch wirklich scharf werden.
Kameraeinstellungen beachten ISO zwischen 400 und 800 wählen – bei neueren Modellen kann sogar bis zu 1.600 verwendet werden. Die Blende sollte für das Einfangen des gesamten Mondes auf mindestens f/5.6 eingestellt werden. Als Fausregel gilt: Je weniger Licht am Himmel, desto länger die Belichtungszeit.
Sonne, Mond und Sterne im März – Mond- und Sonnenfinsternis - Gallery
Eine partielle Mondfinsternis, bei der 9,1 Prozent des Mondes verdeckt waren.
Bild: dpa
Eine partielle Sonnenfinsternis über der Statue des Erzengel Michael auf der Kuppel des Schweriner Schlosses.
Bild: dpa
Die Mondsichel zusammen mit der Venus (am oberen Bildrand).
Bild: dpa
Sonne, Mond und Sterne im März – Mond- und Sonnenfinsternis - Gallery
Eine partielle Mondfinsternis, bei der 9,1 Prozent des Mondes verdeckt waren.
Bild: dpa
Eine partielle Sonnenfinsternis über der Statue des Erzengel Michael auf der Kuppel des Schweriner Schlosses.
Bild: dpa
Die Mondsichel zusammen mit der Venus (am oberen Bildrand).
Bild: dpa
Was erwartet dich im März sonst noch am Nachthimmel?
Dieser Monat hat aber noch weitere Himmelsphänomene zu bieten:
Eine echte Seltenheit: Venus an einem Tag als Abend- und Morgenstern Am 20. März kann die Venus sowohl abends als auch morgens gesehen werden. Dies, weil sie diesen Monat von ihrer Abendstern-Phase in die Morgenstern-Phase wechselt.
Partielle Sonnenfinsternis am Monatsende Am 29. März verdeckt die dunkle Scheibe des Neumondes die Sonne bis zu maximal 93 Prozent. Die Uhrzeit und der Bedeckungsgrad sind jedoch stark ortsabhängig. Zu erwarten ist die Sonnenverdunkelung zwischen halb Zwölf und ein Uhr mittags.
Sternbilder wechseln auf Frühlingsszenario Am abendlichen Sternbilderhimmel beginnt die Umstellung auf das Frühlingsszenario. In der Meteorologie gilt der März als erster Frühlingsmonat. Die auffälligen Winterbilder ziehen zwar noch die Blicke auf sich, sind aber schon weit in die westliche Himmelshälfte gerückt.
Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche Die Sonne überschreitet am 20. März exakt um 10:01 Uhr den Himmelsäquator und wechselt auf die Nordhalbkugel des Firmaments. Dieser Zeitpunkt gilt als astronomischer Frühlingsbeginn. Es tritt die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche ein. Der Fachbegriff lautet Frühlings-Äquinoktium.
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