ArchäologieNach Dinosaurierfund suchen Experten weiter
SDA
15.5.2026 - 04:36
Der erste Nachweis eines Dinosauriers in Rheinland-Pfalz sorgte im April für Aufsehen. Die Forscher bleiben dran. Noch ist viel Gestein auszuwerten. (Archivbild)
Keystone
Nach dem landesweit ersten Nachweis eines Dinosauriers in der Südeifel sichten Experten das geborgene Material auf mögliche weitere interessante Funde. Bisher seien erst 20 Prozent des Gesteins untersucht worden.
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15.05.2026, 04:36
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Das sagte Bruno Zwank, Geschäftsführer der Felsenland Südeifel Tourismus GmbH und Leiter des Dinosaurierparks Teufelsschlucht in Ernzen. Man hoffe, dass man weiteres Spannendes entdecke. «Und wir ahnen es auch sehr stark», sagte Zwank. Die Auswertung des rund 300 Kilogramm schweren Gesteinsmaterials voller Fossilien werde wohl noch mindestens ein Jahr dauern. Funde würden zunächst wissenschaftlich publiziert. «Das ist die Grundlage.»
Die Entdeckung der mehr als 200 Millionen Jahre alten Gesteinslage im Herbst 2024 nahe der Irreler Wasserfälle sei «ein Glücksfall» gewesen. Sie war nach einem Hangrutsch aufgrund von Starkregenereignissen am Steilufer der Prüm zum Vorschein gekommen.
In diesem «Bonebed», vollgepackt mit Knochen und Zähnen von ausgestorbenen Tieren, stiessen die Forscher auch auf die Fossilien des Eifel-Dinos: drei Zähne, zwei Fusskrallen und ein Zehenknochen.
Neben dem Raubsaurier konnten bereits weitere urtümliche Tiere nachgewiesen werden: darunter Panzerlurche, Gürteltier-ähnliche Reptilien, schlank beinige Krokodilverwandte, Gleitechsen und Flugsaurier.
Warum die Untersuchung des Gesteins dauert
Die Auswertung des Materials dauere, weil in der Mikropaläontologie immer kleine Mengen genau unter dem Stereomikroskop untersucht würden, sagte Zwank. Vorher werde das Material zerkleinert und gesiebt. Neben der Paläontologin Lea Numberger-Thuy vom Dinosaurierpark sei in die Arbeit ein Netzwerk an Paläontologen europaweit eingebunden.
Seit ein paar Jahren wird in dem Park Erdgeschichte aktiv erforscht. Es gibt eine Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, dem Naturhistorischen Museum Mainz und dem Nationalmuseum für Naturgeschichte Luxemburg, um Fossilien in der Südeifel systematisch zu untersuchen.
Gibt es weitere Orte, an denen die Experten forschen? Die aktuell untersuchte Gesteinsschicht sei damals komplett abgeräumt worden, sagte Zwank. Man sei aber permanent in der Beobachtung: «Sollte es erneut zu einem starken Niederschlagsereignis kommen, kann es durchaus sein, dass weitere Bereiche frei gespült werden und dabei Neues zum Vorschein kommt.»
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