Nasa-Rover «Perseverance» soll auf dem Mars landen

dpa/jka

18.2.2021 - 09:42

Leben auf dem Mars? «Perseverance» soll heute auf dem Mars landen

Leben auf dem Mars? «Perseverance» soll heute auf dem Mars landen

Nach einer siebenmonatigen Reise durch das All soll am Donnerstag das Nasa-Roboterfahrzeug «Perseverance» auf dem Mars ankommen. Im Rahmen der Mission soll mehrere Jahre nach Spuren früheren Lebens auf dem Mars geforscht werden.

18.02.2021

Vor neun Jahren landete mit «Curiosity» der bislang letzte Rover der US-Raumfahrtbehörde Nasa auf dem Mars. Heute soll er nun Gesellschaft bekommen.

Heute ist es so weit: Nach rund sechs Monaten Flugzeit soll der US-Rover «Perseverance» auf dem Mars landen. Der Roboter war Ende Juli 2020 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus gestartet. 

«Perseverance» (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) soll gegen 21:30 MEZ mit einem riskanten Manöver in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See namens «Jezero Crater» aufsetzen.

Der umgerechnet rund 2,2 Milliarden Franken teure Nasa-Rover war rund acht Jahre lang entworfen und gebaut worden. Er soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen, sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

An Bord hat der rund 1000 Kilogramm schwere Roboter von der Grösse eines Kleinwagens unter anderem sieben wissenschaftliche Instrumente, 23 Kameras und einen Laser.

Der Rover soll zahlreiche Nasa-Premieren ermöglichen: Erstmals werden mit «Perseverance» Mikrofone auf den Mars geschickt, erstmals ein kleiner Hubschrauber und erstmals sollen in einer gemeinsam mit der europäischen Raumfahrtagentur Esa entwickelten Mission Proben vom Mars zurück zur Erde gebracht werden.

Gelingt «Perseverance» die Landung, dann wäre es bereits der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars bringt – zuletzt 2012 «Curiosity». Insgesamt waren bislang weniger als die Hälfte aller weltweit gestarteten Mars-Missionen erfolgreich.

In der vergangenen Woche waren kurz hintereinander Raumsonden erst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dann aus China erfolgreich in die Umlaufbahn des Planeten eingeschwenkt. «Al-Amal», die Sonde der Vereinigten Arabischen Emirate, soll nicht landen, das Aufsetzen des chinesischen Raumschiffs «Tianwen 1» ist in zwei bis drei Monaten geplant.

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