Forscher veröffentlichen Studie Mit diesem Test erkennst du Demenz Jahre im Voraus

alu

13.6.2024

Mit dem von britischen Forscher*innen erstellten Modell soll eine Demenz-Erkrankung frühzeitig erkannt werden. (Symbolbild)
Mit dem von britischen Forscher*innen erstellten Modell soll eine Demenz-Erkrankung frühzeitig erkannt werden. (Symbolbild)
KEYSTONE

Ein britisches Forscherteam der Londoner Queen Mary University hat mithilfe von KI ein Modell entwickelt, mit dem Demenz vor dem Auftauchen erster Symptome erkannt werden soll.

alu

13.6.2024

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Forscher*innen haben ein neues Modell entwickelt, mit dem eine Demenz-Erkrankung bis zu neun Jahre vor der offiziellen Diagnose erkannt werden soll.
  • Für die Studie wurden über 1000 MRT-Scans von Menschen mit und ohne Demenz betrachtet. Dabei wurde eine Wahrscheinlichkeit von 82 % erreicht.
  • Das Modell soll bei der Entwicklung von Behandlungen und bei der Identifizierung von Personen mit Demenz-Risiko helfen.

Bislang wurden keine Behandlungen entwickelt, die Demenz heilen. Es sind nur solche bekannt, die den Verlauf der Erkrankung verlangsamen. 

Um dies zu erreichen, muss sie frühzeitig erkannt werden. Das soll nun dank eines neuen Modells von britischen Forscher*innen bereits bis zu neun Jahren vor den ersten Symptomen möglich sein.

Hohe Wahrscheinlichkeit bei den getesteten Personen

Für ihre Studie betrachteten die Wissenschaftler*innen über 1000 MRT-Scans von Menschen mit und ohne Demenz. Dabei entwickelten sie mithilfe von KI ein Modell, das die Aktivitäten in bestimmten Hirnarealen beobachtet und bekannte Muster, die auf Demenz hindeuten, erkennt.

Während der Studie wurde eine Wahrscheinlichkeit von 82 % erreicht. Im frühesten Fall könnten Anzeichen einer Demenzerkrankung neun Jahre vor der offiziellen Diagnose erkannt werden.

Modell soll bei der Entwicklung von Behandlungen helfen

Das Team rund um Studienleiter Prof. Charles Marshall erhofft sich mit diesem neuen Modell verbesserte Therapiemöglichkeiten. «Wenn frühzeitig vorhergesagt werden kann, wer in Zukunft an Demenz erkranken wird, könnte das bei der Entwicklung von Behandlungsmethoden von zentraler Bedeutung sein», wird Marshall in der Medienmitteilung der Queen Mary University zitiert.

So könnten laut Marshall zum Beispiel Behandlungen entwickelt werden, die den Verlust von Gehirnzellen verhindern, was eines der Symptome von Demenz ist.

Sam Ereira, Mitglied des Forscherteams, fügt ausserdem an: «Mit solchen Analysetechniken können diejenigen Personen mit hohem Demenz-Risiko identifiziert werden und auch herausgefunden werden, welche Umweltrisikofaktoren diese Menschen in eine Hochrisikozone gebracht haben.»

Damit könnten gemäss Ereira Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Neurobiologie und Krankheit sowohl bei Demenz als auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen besser verstanden werden.

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