Klimaabkommen zeigen WirkungOzonloch schrumpft immer weiter
Jan-Niklas Jäger
2.12.2025
Der Ozonloch im Jahr 2006. Forschende glauben, dass es 2040 wieder auf dem Niveau von 1980 sein könnte. (Archivbild)
Bild: sda
Jedes Jahr schliesst sich das Ozonloch über der Antarktis wieder und das schon lange nicht mehr so früh wie 2025. Forschende äussern Hoffnung – und die Vermutung, dass internationale Klimaabkommen Wirkung zeigen.
Die Ozonloch-Saison ist bereits vorbei: Schon am 1. Dezember 2025 schloss sich in diesem Jahr das Ozonloch über der Antarktis. Das ist auffällig früh und die bisher schnellste Schliessung in den 2020er-Jahren, berichtet der «Spiegel».
Forschenden macht diese Entwicklung Hoffnung: Das Ozonloch scheint sich zu erholen. In ihrem Bericht bezeichnet der von der Europäischen Union betriebene Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) die Entwicklung als „wegweisendes Beispiel für ökologische Zusammenarbeit".
Der früheren Schliessung und kleineren Ausdehnung des Ozonlochs liegt laut CAMS-Direktorin Laurence Rouil der fortwährende Rückgang von Ozon-schädlichen Chemikalien zugrunde, allen voran von früher in Kühlschränken und Sprays enthaltenen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).
FCKW 1987 verboten
Ozon-zerstörende Chemikalien wurden 1987 durch ein multilaterales Umweltabkommen, dem sogenannten Montrealer Protokoll, schrittweise verboten. Die Besserung des Ozonlochs «ist ein gutes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn die Welt gemeinsam handelt», so Rouil weiter.
2025 betrug der Höchstwert des Ozonlochs 21 Millionen Quadratkilometer. Das war im September. Zum Vergleich: 2023 lag die maximale Ausdehnung bei 26 Millionen Quadratkilometern.
Komplett geschlossen sein wird das Ozonloch, das unter anderem für Hautkrebs und Ernteverluste verantwortlich sein kann, nach Schätzungen von Wissenschaftler*innen Mitte des laufenden Jahrzehntes. 2040 soll es sich wieder auf dem Niveau von 1980 befinden.