Umweltorganisationen besorgt So funktioniert der umstrittene Tiefseebergbau

dpa

20.3.2025 - 00:00

Umweltorganisationen besorgt: So funktioniert der umstrittene Tiefseebergbau

Umweltorganisationen besorgt: So funktioniert der umstrittene Tiefseebergbau

In der Tiefsee liegen wertvolle Metalle – ihr möglicher Abbau wird heftig diskutiert. Bald will ein Konzern einen Antrag auf solchen Bergbau stellen. Wie das Vorhaben auf dem Meeresgrund gelingen soll, siehst du im Video.

18.03.2025

In der Tiefsee liegen wertvolle Metalle – ihr möglicher Abbau wird heftig diskutiert. Bald will ein Konzern einen Antrag auf solchen Bergbau stellen. Wie das Vorhaben auf dem Meeresgrund gelingen soll, siehst du im Video.

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DPA, Fabienne Berner

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Auf dem Meeresgrund unserer Ozeane liegen wertvolle Rohstoffe wie Mangan, Kobalt, Kupfer und Nickel.
  • Die Internationale Meeresbodenbehöre (ISA) diskutiert derzeit über Regeln für den Rohstoffabbau in der Tiefsee.
  • Mehrere Staaten haben sich in der Vergangenheit gegen den Start des Tiefseebergbaus ausgesprochen – darunter auch die Schweiz.

Angesichts eines bevorstehenden ersten Antrags auf Tiefseebergbau diskutiert der Rat der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) in Jamaika für zwei Wochen über Regeln für den Abbau von Rohstoffen. Ein kanadischer Konzern will Ende Juni den ersten Antrag für kommerziellen Tiefseebergbau stellen. Dutzende Länder und Umweltorganisationen sehen den Bergbau in der wenig erforschten Tiefsee kritisch und fordern ein Moratorium. 

«Ganz gleich in welcher Form – Tiefseebergbau zerstört einen hochsensiblen Lebensraum in den dunkelsten Tiefen der Meere», sagte Greenpeace-Meeresexpertin Daniela von Schaper. «Deswegen kann es auch kein nachhaltiges Regelwerk geben.» Mehr Staaten sollten die Warnungen der Wissenschaft ernst nehmen und ein Moratorium vorantreiben. Auch die Schweiz hat sich offiziell gegen den Start des Tiefseebergbaus ausgesprochen. 

Beim Tiefseebergbau geht es unter anderem um den Abbau sogenannter Manganknollen. Diese entstehen mancherorts über Millionen von Jahren auf dem Meeresgrund und enthalten Rohstoffe wie Mangan, Kobalt, Kupfer und Nickel, die zur Herstellung von Batterien etwa für Elektroautos verwendet werden könnten. Studien zeigen Gefahren für die noch wenig erforschten Ökosysteme der Tiefsee. Ausserdem stellen einige Experten die Notwendigkeit des Tiefseebergbaus für die Energiewende infrage.


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