Unispital Lausanne schult Personal in Sachen Freundlichkeit

iw, sda

27.10.2021 - 12:04

An einer Standardbehandlung im Spital sind bis zu 70 Fachkräfte beteiligt. Damit es Patienten und ihren Verwandten wieder wohler wird im Bienenhaus, schult das Unispital Lausanne Personal in Gastfreundlichem Verhalten (Archivbild).
Keystone

«Der Empfang ist der erste Ausdruck unseres Respekts gegenüber dem Patienten», sagt sich das Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) – und spannt zu Ausbildungszwecken mit der Hotelfachschule zusammen .

iw, sda

27.10.2021 - 12:04

Die Begriffe «Spital» und «Hotel» sind etymologisch verwandt und stammen vom lateinischen Wort für «Gastfreundschaft» ab. Patienten und ihre Familien seien besonders empfänglich für die Qualität des Empfangs, schreibt das CHUV in einer Mitteilung vom Mittwoch.

«Aus diesem Grund haben die Lausanner Hotelfachschule EHL und das CHUV einen neuen Lehrgang ins Leben gerufen, um die spezifischen Kompetenzen des Hotelgewerbes auf das Spital zu übertragen».

Die Medizin werde immer technischer und komplexer, infolgedessen nehme die Zahl der Fachkräfte zu, die sich am Bett desselben Patienten abwechseln. 40 bis 70 seien es bei einer Standardbehandlung. Die Fragmentierung der Versorgung werde durch wirtschaftlichen Druck – das Vergütungssystem basiert auf zeitlich begrenzten Konsultationen – und Zeitdruck noch verstärkt.

Um die Qualität der Gastfreundschaft im Spital zu erhalten, haben das CHUV und die EHL ein innovatives Lehrprogramm entwickelt, das von Loyhd Terrier, ausserordentlicher Professor an der EHL, und Béatrice Schaad, Professorin am Institut für Geisteswissenschaften der UNIL/CHUV, ausgearbeitet wurde.

Der erste Lehrgang startet am Freitag mit 15 Ehrenamtlichen aus dem Team des CHUV-Brustzentrums.

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