Wenn die Warmfront drücktWarum Wetterumschwünge auf den Kreislauf schlagen können
SDA
23.2.2026 - 23:20
In der Schweiz kommt der Frühling – die ersten Krokusse blühen bereits.
Keystone
Wenn sich das Wetter ändert, reagiert bei vielen Menschen auch der Körper. Schwindel, Müdigkeit oder Kopfschmerzen sind laut Forschung keine Einbildung – sondern messbare Folgen bestimmter Wetterlagen.
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23.02.2026, 23:20
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Wetterfühligkeit ist laut Deutschem Wetterdienst wissenschaftlich belegt. Bestimmte Wetterlagen führen nachweislich häufiger zu Beschwerden.
Besonders ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und Frauen reagieren sensibler, wobei sich auch Herz-, Atemwegs- oder Gelenkbeschwerden bei Wetterumschwüngen verstärken können.
Die aktuelle Warmfront kann Schwindel auslösen, wobei Bewegung an der frischen Luft und Wechselduschen helfen sollen, die Anpassungsfähigkeit des Körpers zu trainieren.
Der Wetterumschwung bringt nicht nur Frühlingsgefühle, sondern macht sich bei manchen auch eher unangenehm bemerkbar: Schwindel, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen können Symptome dafür sein, dass der Körper mit den veränderten Umweltbedingungen erst einmal klarkommen muss.
«Wetterfühligkeit gibt es wirklich, das ist kein Mythos. Das Wetter beeinflusst viele von uns, wie es uns geht, das kann auch mit wissenschaftlichen Studien belegt werden», erklärt Katrin Graw, die sich beim Deutschen Wetterdienst mit medizinisch-meteorologischer Forschung beschäftigt, im Gespräch mit der deutschen Nachrichtenagentur DPA.
Kein Mythos, sondern gut erforscht
«Die Studien haben gezeigt, dass bei bestimmten Wetterlagen bestimmte Beschwerden signifikant häufiger auftreten. Nicht nur Kopfschmerzen treten dann auf.» Andere typische wetterbedingte Beschwerden seien Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Unruhe oder auch Schlafprobleme. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder Gelenkschmerzen könnten sich bei bestimmten Wetterbedingungen verstärken.
«Wie der Mensch auf das Wetter reagiert, hängt davon ab, wie der allgemeine Gesundheitszustand in dem Moment gerade ist», betont Graw. Wenn der Körper sowieso schon belastet sei, könne dies verstärkt zu Wetterfühligkeit führen. Ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen seien besonders betroffen, auch Frauen etwas häufiger.
In einer Befragung der Universität München und des Allensbach-Instituts zeigte sich, dass etwa jede zweite Person in Deutschland der Meinung ist, den Einfluss des Wetters auf die eigene Gesundheit zu spüren.
Wenn die Warmfront drückt
Derzeit könnte sich das etwa in Form von Schwindel zeigen: «Das aktuelle Wetter derzeit kann Beschwerden bei wetterfühligen Menschen auslösen, dadurch, dass wir im Moment eine Warmfront haben, die sich Deutschland nähert», meint Graw.
Dabei änderten sich sehr viele Wetterfaktoren gleichzeitig: «Die Temperatur nimmt zu. Wir haben eine Änderung des Luftdrucks, weil sich das Tiefdruckgebiet nähert. Wir haben auch Änderungen des Windes, der Sonnenscheindauer und der Feuchte. Und all diese Parameter führen dazu, dass sich der Körper verstärkt anpassen muss an diese verschiedenen Änderungen. Das kann zum Beispiel bei Menschen mit niedrigem Blutdruck zu Schwindel führen oder zu Kreislaufproblemen.»
Graw empfiehlt, sich viel dem Wetter auszusetzen – also sich an der frischen Luft zu bewegen, Velo zu fahren oder Wechselduschen zu nehmen. «Dadurch kann man sich anpassen an das Wetter oder auch die Regulationsfähigkeit trainieren.»