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Zürcher Obergericht verurteilt 80-jährigen Serben zu 19 Jahren

"Ich hätte sie besser nicht umgebracht. Ich bin doch ein Familienmensch": Ein 80-jähriger Serbe hat die Ehefrau seines Enkels erschossen, weil diese sich scheiden lassen wollte. (Symbolbild)

"Ich hätte sie besser nicht umgebracht. Ich bin doch ein Familienmensch": Ein 80-jähriger Serbe hat die Ehefrau seines Enkels erschossen, weil diese sich scheiden lassen wollte. (Symbolbild)

Keystone

Das Zürcher Obergericht hat am Dienstag einen 80-jährigen Urgrossvater aus Serbien wegen Mordes schuldig gesprochen. Der Rentner erhielt eine Freiheitsstrafe von 19 Jahren. Dazu kommen 15 Jahre Landesverweis.

Redaktion blue News
Keystone-SDA

Redaktion blue News, Keystone-SDA

25.03.2025, 09:28•25.03.2025, 16:37

Der Rentner reiste im Februar 2021 mit einem Revolver in die Schweiz ein und suchte die Ehefrau seines Enkels unangemeldet in Winterthur auf. Nachdem sie ihm einen Kaffee serviert hatte, schloss er die Tür ab und erschoss die dreifache Mutter. Die damals 19 Monate alte Urenkelin war direkt dabei.

Grund für die Tötung war gemäss Anklage, dass sich die Frau von seinem Enkel scheiden lassen wollte. Dies habe die Ehre der Familie und des Dorfes beschmutzt.

Der geistig verwirrte Rentner lebt im vorzeitigen Strafvollzug in einem Heim. Er war auch während des Prozesses auf eine Pflegerin angewiesen. Sein Anwalt sagte, dass sein Mandant gar nicht mehr in der Lage sei, «strategisch» zu seinen Gunsten auszusagen.

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