Berner Wahlen

Astrid Bärtschi – eine Parteifunktionärin tritt ins Rampenlicht

zc, sda

27.3.2022 - 18:27

Die neue Berner Regierungsrätin Astrid Bärtschi (Mitte).
Keystone

Die neue bernische Regierungsrätin Astrid Bärtschi (Mitte) ist seit vielen Jahren politisch aktiv. Doch erst jetzt tritt die 48-Jährige ins Rampenlicht.

zc, sda

27.3.2022 - 18:27

Bärtschi hat Rechtswissenschaften studiert, aber nie als Juristin gearbeitet. Fast 20 Jahre lang war sie in einer Übersetzungsagentur tätig, zuletzt als Co-Geschäftsführerin. 2010 trat sie der damals noch jungen BDP bei.

In den Folgejahren war sie vor allem hinter den Kulissen der Partei aktiv. Mehrmals kandidierte sie erfolglos für den Grossen Rat und für den Nationalrat. 2017 wurde sie ins Ostermundiger Gemeindeparlament gewählt, das sie zurzeit präsidiert.

Ebenfalls 2017 wechselte sie vollberuflich in die Politik – als Generalsekretärin der BDP Schweiz, bis diese mit der CVP fusionierte. In der neuen Partei Die Mitte leitet sie seit 2021 die Kommunikation.

Welche Direktion sie in der Berner Kantonsregierung übernehmen wird, ist offen. Die naheliegende Lösung wäre die Finanzdirektion ihrer abtretenden Parteikollegin Beatrice Simon. Das färbte auch auf den Wahlkampf ab.

Bärtschi plädierte dafür, dass der Kanton Bern «mit aller Kraft weiter an der Verbesserung der Steuerverhältnisse arbeiten» müsse. Denn: «Wir brauchen Wachstum und Fortschritt – aber nicht auf Kosten der Umwelt und der nächsten Generationen.»

Bärtschi ist verheiratet und Mutter eines 2006 geborenen Sohnes.

zc, sda