Aus der Solothurner Wirtschaftsförderung wird Standortförderung

16.5.2018 - 10:12, SDA

Im Kanton Solothurn wird die Wirtschaftsförderung den veränderten nationalen und internationalen Entwicklungen angepasst und zu einer Standortförderung ausgebaut. Der Kantonsrat erklärte am Mittwoch einen überparteilichen Antrag mit 86 zu 0 Stimmen für erheblich.

Heute dürfe sich die Wirtschaftsförderung nicht mehr alleine auf die Schaffung von Arbeitsplätzen beschränken, sagte Kommissionssprecher Hardy Jäggi (SP). Für einen attraktiven Wohn-, Arbeits- und Lebensstandort seien weitere Faktoren wie Wohn- und Lebensqualität zunehmend wichtig.

Anstatt einer Wirtschaftsförderung, die auf Basis einer monetären Förderung von Unternehmen aufbaut, brauche es eine breit agierende Standortförderung, meinte Jäggi. Neben der Ansiedlung von neuen Firmen soll auch auf die Pflege von ansässigen Unternehmen Wert gelegt werden.

Regierung von sich aus tätig geworden

Die Regierung sah keinen zwingenden Grund, ihre Bemühungen um die Wirtschafts- und Standortförderung unter die Lupe zu nehmen. Die heutige Organisationsstruktur der Wirtschaftsförderung Kanton Solothurn entspreche derjenigen in anderen Schweizer Kantonen schrieb sie in ihrer Antwort auf den Auftrag.

Um die Wirtschaftsförderung optimal auf die veränderten nationalen und internationalen Entwicklungen auszurichten, habe man die Standortentwicklung und -promotion in der Legislaturplanung 2017-2021 aufgenommen und als Massnahme die Erarbeitung einer Standortstrategie bis Ende 2018 verabschiedet.

Dennoch zeigte sich die Regierung aber bereit, die Wirksamkeit der Wirtschaftsförderung zu evaluieren und gegebenenfalls Ziele, Aufgaben, Organisation und Prozesse anzupassen.

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