Baugesuche müssen künftig digital eingereicht werden

sr, sda

3.12.2020 - 14:29

Ein Katasterplan der Stadt Bern in elektronischer Form mit dem rot markierten Rathaus.
SDA

Im Kanton Bern müssen demnächst Bauwillige ihre Baugesuche auf elektronischem Weg einreichen. Der Grosse Rat hat am Donnerstag dafür den Weg freigemacht, indem er eine Änderung des kantonalen Baugesetzes guthiess.

In einer Übergangsphase werden aber Bauwillige ihre Gesuche auch in Papierform einreichen müssen. Das hiess es am Donnerstag im Grossen Rat. Grund dafür ist, dass es noch keine rechtsverbindliche digitale Unterschrift gibt, wie die zuständige Regierungsrätin Evi Allemann sagte.

Vom Zwang des elektronischen Einreichens von Baugesuchen erhofft sich der Kanton Bern effizientere Abläufe. Nach geltendem Recht müssen heute die Gesuchsteller bei der Gemeindeverwaltung ein Baugesuch in Papierform in mindestens zweifacher Ausfertigung einreichen.

Selbst für einfache Bauvorhaben sei eine grosse Anzahl an Formularen und Plandokumenten erforderlich, schrieb die Kantonsregierung dem Grossen Rat. Jedes dritte Gesuch werde zudem heute zurückgewiesen, weil es unvollständig sei. In den letzten Jahren wurden durchschnittlich gegen 20'000 Gesuche auf rund 28 Millionen Seiten gedruckt und mit 350'000 Postsendungen verschickt.

Aus diesen Gründen schuf der Kanton Bern schon 2017 die Möglichkeit, Baugesuche elektronisch einzureichen. Nun folgt also der Zwang. Wann dieser Zwang aber einsetzt, ist noch unklar: Der Grosse Rat folgte am Donnerstag einem Antrag der Regierung, das Inkrafttreten noch offen zu lassen.

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