Berner Grossratskommission sieht bei Kesb keinen Handlungsbedarf

6.3.2018 - 09:32, SDA

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) im Kanton Bern sind nach Überzeugung der zuständigen Grossratskommission gut unterwegs. Nach anfänglichen Turbulenzen habe sich die Situation beruhigt. Unmittelbarer Handlungsbedarf bestehe keiner.

Zu diesem Schluss kommt die Gesundheits- und Sozialkommission (GSoK) nach Lektüre eines externen Berichts, den der Regierungsrat im Januar präsentiert hatte. Darin heisst es, die elf Kesb seien nach fünf Jahren etabliert und weitgehend gefestigt. Sie hatten 2013 die 320 Vormundschaftsbehörden der Gemeinden abgelöst.

Positiv beurteilt die Kommission zum Beispiel die Zusammenarbeit der Kesb mit den Sozialdiensten und Behörden wie der Jugendanwaltschaft. Zudem hätten sich die Ende 2015 beschlossenen Anpassungen gelohnt, beispielsweise die Ausweitung der Präsidialzuständigkeiten. Diese habe die erhoffte Entlastung und eine verbesserte Effizienz gebracht.

Offene Fragen gebe es bei den Massnahmenkosten. Nach Ansicht der Kommission braucht es dringend einen Überblick über die Leistungen und Kosten der verschiedenen stationären und ambulanten Angebote.

Für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe gebe es seit einem Jahr immerhin einen Fachbericht, der die Grundlagen für ein besseres Steuerungssystem liefere. "Optimierungsmassnahmen" sind laut Kommission aber auch im Erwachsenenschutz wünschenswert. Der Grosse Rat wird sich in der März-Session mit dem Kesb-Bericht befassen.

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