Berner Grossratskommission will mobile Palliativdienste testen

12.2.2019 - 09:24, SDA

Im Kanton Bern haben die Pläne für einen mobilen Palliativdienst eine erste parlamentarische Hürde genommen. Die Gesundheits- und Sozialkommission (GSoK) des Grossen Rates befürwortet einen Kredit von knapp elf Millionen Franken für einen dreijährigen Modellversuch.

Dass mobile Palliativdienste vermehrt gefragt seien, liege auf der Hand, hält die GSoK in einem Communiqué vom Dienstag fest. Sie verweist auf die demographische Entwicklung und die Zunahme der Zahl unheilbar kranker Patienten.

Die Teams setzen sich aus ärztlichen und pflegerischen Fachpersonen zusammen, die mit Fachleuten aus dem psychosozialen Bereich zusammenarbeiten. Sie werden hauptsächlich die Hausärzte und die Spitex-Dienste unterstützen und einen Beitrag an eine möglichst patientengerechte Betreuung leisten.

Wichtig ist aus Sicht der GSoK, dass die Gesundheits- und Fürsorgedirektion den Modellversuch kritisch begleite. So könne vermieden werden, dass künstliche Bedürfnisse geschaffen oder eine übermässige Bürokratie aufgebaut werde.

Von Bedeutung sei zudem die geplante Evaluation des Modellversuchs. Zu den Zielen gehöre ja auch, dass es künftig weniger Einweisungen in ein Akutspital gebe und frühere Spitalentlassungen möglich seien. Auf diese Weise liessen sich die Kosten senken, schreibt die Kommission.

Mit dem Modellversuch werden Forderungen aus dem Grossen Rat umgesetzt. Die Kommission hofft, dass der Test in der zweiten Hälfte dieses Jahres flächendeckend gestartet werden kann.

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