Berner Tiefenau-Spital wird für 11,3 Millionen Franken saniert

13.2.2019 - 16:05, SDA

Am Berner Tiefenau-Spital beginnen in diesem Jahr Sanierungsarbeiten. Sie dauern zwei Jahre lang und kosten 11,3 Millionen Franken. Der Spitalbetrieb läuft in dieser Zeit uneingeschränkt weiter.

Wie die Berner Insel-Gruppe am Mittwoch mitteilte, wird die Technikzentrale erneuert. Dazu gehören die Heiz- und Elektroanlagen. Auch der Brandschutz wird angepasst. Dazu kommen generelle Sanierungsarbeiten.

Wann genau die Arbeiten beginnen, konnte die Medienstelle der Insel-Gruppe am Mittwoch auf Anfrage nicht sagen. Das Projekt sei ausführungsreif. Die Arbeiten begännen im laufenden Jahr.

Auf eine eigene Küche wird das Tiefenauspital künftig verzichten müssen. Die Insel-Gruppe hat beschlossen, dass in der Tiefenau das Essen künftig aus der Inselspital-Küche kommt. Der Abbau von Arbeitsplätzen soll mit der Verschiebung von Arbeitsplätzen und über die natürliche Fluktuation aufgefangen werden.

Laut der Medienstelle der Insel-Gruppe geht es um 21,5 Vollzeit-Stellen. Die Mehrzahl der Beschäftigten werde künftig am Inselspital arbeiten können. Die Lernenden führen ihre Ausbildung in der Inselspital-Küche weiter. Voraussichtlich im Oktober stellt die Tiefenau-Küche den Betrieb ein.

Gesuch für Reha-Leistungen

Im vergangenen August hatte die Insel-Gruppe bekanntgegeben, dass sie statt auf einen Spitalneubau auf die Sanierung der bestehenden Tiefenau-Gebäude setzt. Dies im Zug der neuen Angebotsstrategie der Insel-Gruppe.

Gemäss dieser Strategie sollen sich die Landspitäler der Insel-Gruppe und das Tiefenauspital auf die wohnortsnahe Grundversorgung sowie die regionale Vernetzung, die ambulanten tagesklinischen Angebote und die Rehabilitation fokussieren.

Insel-Direktionspräsident Uwe E. Jocham sagte damals, der Verzicht auf den Spitalneubau in Bern sei unter anderem auf neue Entwicklungen wie ambulant statt stationär und die generell immer kürzer werdende Aufenthaltsdauer zurückzuführen.

Per Ende Februar wird die Insel-Gruppe bei der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion den Antrag einreichen, künftig in der Tiefenau Reha-Leistungen erbringen zu können. Das gab die Insel-Medienstelle dazu bekannt.

Tagesklinische Angebote gebe es bereits im Zusammenhang mit einer Änderung der Krankenpflege-Leistungsverordnung.

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