Feuerwehren der Region Bern arbeiten enger zusammen

3.12.2019 - 15:15, SDA

In der Region Bern arbeiten die Feuerwehren künftig noch enger zusammen. (Symbolbild)
Source: Keystone/Anthony Anex

Die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern arbeitet künftig enger mit den umliegenden Gemeinden zusammen. Am neuen Modell beteiligt sind nebst Bern die Feuerwehren Allmendingen-Muri-Gümligen, Bolligen, Ittigen, Köniz und Ostermundigen.

Ziel müsse sein, für die Bevölkerung rund um die Uhr den bestmöglichen Schutz zu gewähren, wird der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause in der Medienmitteilung vom Dienstag zitiert. Mit dem neuen Modell werde die Zusammenarbeit in der Region Bern weiter gestärkt und auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Feuerwehren eingegangen.

Die Milizfeuerwehren leiden zunehmend darunter, dass immer weniger Menschen aktiv freiwilligen Feuerwehrdienst leisten wollen. Und jene, die sich engagieren, arbeiten tagsüber oft ausserhalb ihrer Wohngemeinde. Dies hat zur Folge, dass die Milizfeuerwehren die Verfügbarkeit tagsüber häufig nicht mehr gewährleisten können.

Spätestens zehn Minuten nach Alarm vor Ort

Deshalb bietet die Feuerwehr Allmendingen-Muri-Gümligen (AMG) tagsüber bei einem Alarm gleichzeitig auch die Stadtberner Berufsfeuerwehr mit Tanklöschfahrzeug und Autodrehleiter auf.

Damit können die Vorgaben der Gebäudeversicherung eingehalten werden, wonach die Feuerwehr spätestens zehn Minuten nach Alarmeingang am Ort des Geschehens zu sein.

Umgekehrt bieten die Stadtberner die AMG ebenfalls auf, wenn der Einsatzort im Osten Berns liegt. Dort ist die Feuerwehr AMG allenfalls schneller vor Ort. Dieses Erstaufgebot einer «fremden» Milizfeuerwehr ist laut Communiqué ein Novum bei der Berufsfeuerwehr.

Ausrücken ab Ostermundigen

Auch in Bolligen lasse sich die Tagesverfügbarkeit nicht mehr so einfach sicherstellen, heisst es in der Mitteilung weiter. Eine Projektgruppe prüft nun, ob die Bolliger Feuerwehr selbständig bleibt oder als Milizeinheit unter dem Dach von Schutz und Rettung Bern weiterbesteht.

Ostermundigen probte die verstärkte Zusammenarbeit während des ganzen Monats November. So waren jeweils wochentags acht Angehörige der Berner Berufsfeuerwehr im Magazin Ostermundigen stationiert, um von dort auszurücken. Im Frühjahr soll der Versuch vertieft werden. Denkbar sei, dass die Berufsfeuerwehr künftig fest in Ostermundigen präsent ist.

Am neuen Feuerwehrmodell in der Region wirken auch Ittigen und Köniz mit. In Zukunft wolle man vermehrt auch bei der Beschaffung von Material, Spezialgeräten und Fahrzeugen sowie bei der Aus- und Weiterbildung zusammenspannen. Erste gemeinsame Übungen seien bereits durchgeführt worden, hiess es weiter.

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