Bahnen

Gurtenbahn kehrt nach Corona-Taucher zurück in die schwarzen Zahlen

sr, sda

14.6.2022 - 15:28

Mit der Gurtenbahn geht es auch finanziell aufwärts.
Keystone

Die Berner Gurtenbahn ist im vergangenen Jahr – nach einem coronabedingten Taucher im Vorjahr – wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Sie schrieb 2021 einen Ertragsüberschuss von rund 90'000 Franken nach einem Defizit von gut 110'000 Franken im Vorjahr. Hauptgrund sind die höheren Erträge aus dem Personenverkehr.

sr, sda

14.6.2022 - 15:28

Wie das Unternehmen im am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht schreibt, stieg die Zahl der Passagiere von rund einer halben Million im Jahr 2020 auf 709'000 im vergangenen Jahr. Noch liegen die Fahrgastzahlen aber rund 25 Prozent unter den Werten vor der Corona-Pandemie.

Einen erheblichen Beitrag zu den schwarzen Zahlen der Gurtenbahn leistete die 2016 eingeweihte Rodelbahn: Über 82'000-mal wurde die Bahn im vergangenen Jahr benützt. Das ist neuer Rekord. Der Ertrag aus der Rodelbahn erhöhte sich von rund 160'000 Franken im Jahr 2020 auf über 300'000 Franken im vergangenen Jahr.

Verwaltungsratspräsidentin Marie von Fischer Lehmann schreibt im Geschäftsbericht, die Rodelbahn habe sich «somit für die Gurtenbahn wie erhofft zu einem zusätzlichen Standbein entwickelt.»

Seit dem 12. Dezember des vergangenen Jahres gelten die Tageskarten des Berner Libero-Tarifverbunds auf der Gurtenbahn nicht mehr. Das Unternehmen entschloss sich laut Geschäftsbericht zu diesem Schritt, weil der Tarifverbund nach Angaben der Gurtenbahn den Preis der Karte deutlich senkte.

Der Preis einer Tageskarte wäre deutlich unter dem Preis eines Einzelbilletts für die Berg- und Talfahrt gelegen. Das hätte laut Gurtenbahn zu erheblichen Ertragsausfällen geführt.

An der Generalversammlung des Unternehmens am Dienstag auf dem Berner Hausberg wählten die Aktionäre Reto Rutschi neu in den Verwaltungsrat. Dort ersetzt der Finanzverwalter der Stadt Bern Daniel Schaffner, den früheren Finanzverwalter der Stadt, der heute pensioniert ist.

Die Gurtenbahn gehört zu rund 76 Prozent der Stadt Bern sowie weiteren Aktionärinnen und Aktionären, darunter Privatpersonen, die Genossenschaft Migros Aare und die Standortgemeinde Köniz.

Bauarbeiten ab 2024

Die im vergangenen Herbst angekündigten Bauarbeiten an der Talstation und an den Bahnanlagen sollen Anfang 2024 in Angriff genommen werden. Es geht um eine Sanierung und um Anpassungen zugunsten behinderter Menschen.

sr, sda