Bern

Kanton Bern bereitet sich auf Aufnahme von Ukraine-Flüchtlingen vor

zc, sda

2.3.2022 - 10:52

Die ukrainische Botschaft in Bern.
Keystone

Der Kanton Bern will rasch und unkompliziert helfen, Flüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen und unterzubringen. Das teilte der Regierungsrat am Mittwoch mit. Die zuständigen Stellen bereiten demnach die nötigen Schritte vor.

zc, sda

2.3.2022 - 10:52

Weiter beschloss der Regierungsrat, eine Million Franken für die humanitäre Soforthilfe zu spenden. Das Geld soll anerkannten Hilfswerken wie dem Schweizerischen Roten Kreuz zugute kommen.

Der Regierungsrat will damit ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und ihren Menschen setzen. Das Geld stammt aus dem kantonalen Lotteriefonds.

Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine beobachtet der Regierungsrat mit grosser Besorgnis, wie er weiter schreibt. Er verurteile die völkerrechtswidrigen Angriffe zutiefst. «Die schlimmen Bilder des Krieges und das stündlich wachsende menschliche Leid machen den Regierungsrat betroffen und traurig.»

Stadt Bern bietet Wohnraum an

Auch der Stadtberner Gemeinderat zeigte sich am Mittwoch «erschüttert» über den Krieg in der Ukraine. Die Bundesstadt, die mit der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine enge Zusammenarbeit pflegte, will ihrerseits rasch und unkomplizierte Flüchtlinge aufnehmen. Privatpersonen hätten bereits Wohnraum angeboten.

Die Kontakte zwischen Bern und Kiew gehen zurück auf die Boxkämpfe von Vitalyi Klitschko 2009 in der Postfinance-Arena und von Wladmir Klitschko 2012 im Wankdorfstadion. Nachdem Vitalyi Klitschko 2014 Bürgermeister von Kiew wurde, besuchten mehrere Delegationen die Stadt Bern, zuletzt Ende November 2021.

Berns Stadtpräsident Alec von Graffenried war 2019 nach Kiew gereist, um eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen den beiden Städten zu vereinbaren, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

zc, sda